Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, Bekämpfung

In vielen Fällen kann man Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen bei Beginn ihres Auftretens hundertprozentig entfernen, oft genügt Abduschen

Unter normalen Bedingungen sind Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen kein ganz großes Problem. Pflanzen, die richtig gepflegt werden, in der richtigen Erde wachsen, regelmäßig gedüngt werden, sind meist robust und widerstandsfähig und werden nur selten krank. Trotzdem können natürlich auch bei solchen Pflanzen Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen auftauchen. Dann muss so schnell wie möglich gehandelt werden.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Handeln Sie schnell…

In vielen Fällen kann man Schädlinge bei Beginn ihres Auftretens hundertprozentig entfernen. Dann genügt oft schon so ein simples Mittel wie gründliches Abduschen mit zimmerwarmem Wasser.

 

Manche treten zu bestimmten Zeiten auf

Ein Teil der Schädlinge ist saisonabhängig. In den Frühjahrs – und Sommermonaten treten sie häufiger auf, da sie sich bei warmem Wetter schneller entwickeln. Die Blattlaus zum Beispiel kann sich schon vermehren, wenn sie erst eine Woche alt ist. Und sie ist in der Lage, einen Monat lang jeden Tag etwa zehn Junge in die Welt zu setzen.

 

Pflanzen mit dünnen Blättern sind besonders empfindlich ..

Es sind meist die Pflanzen mit den dünnen Blättern, die von Schädlingen angegriffen werden, zum Beispiel der Hibiscus, die Bougainvillea, Cineraria, um nur einige zu nennen. Sie sind so besonders empfindlich, weil die Insekten bei der Jagd auf den Pflanzensaft leicht in die dünne Oberhaut eindringen können. Pflanzen mit dicken Blättern sind viel widerstandsfähiger.

Der Gummibaum, die Peperomia, Kakteen werden, wie andere dickblättrige Pflanzen, nicht so leicht von Schädlingen angegriffen. Trotzdem sind natürlich auch sie nicht gefeit gegen Woll – und Schildläuse, Thrips und andere. Allerdings sind die Schädlinge bei dickblättrigen Pflanzen leichter zu erkennen. Dünne Blätter kräuseln sich oft zusammen und verdecken die Insekten. Schon durch das frühere Entdecken wird eine Bekämpfung einfacher.

 

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen: Kleine Hausmittel

Entdeckt man Schädlinge, reicht es in vielen Fällen, die ganze Pflanze über der Badewanne mit kaltem Wasser kräftig abzubrausen. Eine noch bessere Wirkung hat eine Spritzbrühe aus Wasser mit 10% Milch oder Ölzusatz. Beides sorgt außerdem für hübsche, blanke Blätter.

 

Vor Ansteckung schützen

Eine kranke Pflanze sollten Sie stets von der Fensterbank wegnehmen und isolieren, bevor sie alle restlichen Pflanzen angesteckt hat. Am neuen, isolierten Platz nehmen Sie dann die Bekämpfung vor.

 

 

 

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Dünnblättrige Pflanzen

Dünnblättrige Pflanzen wie der Hibiskus werden leicht von Schädlingen befallen.

 

Was sind das für bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, die man auf seinen Pflanzen trifft?

 

Blattläuse

Blattläuse sind grün oder schwarz, tropfenförmig. 1/2 bis 2 mm groß. Sie sitzen meist in Gruppen unter den Blättern, an jungen Trieben und Knospen. Die Pflanze verkrüppelt. Die Läuse übertragen leicht Viruskrankheiten auf gesunde Pflanzen, deshalb muss man sie möglichst schnell entfernen. Meist entdeckt man sie mit bloßem Auge, sonst erkennt man sie an ihren klebrigen Ausscheidungen.

Es gibt eine ganze Reihe von chemischen Bekämpfungsmitteln extra gegen Blattläuse, die gesprüht oder gespritzt werden. Sie können es aber auch mit alten Hausrezepten versuchen, zum Beispiel Seife-Spiritus-Lösung: Lösen Sie 1 Teelöffel grüne Seife in 5 Liter Wasser auf, fügen Sie 1 Deziliter Brennspiritus bei. Betupfen Sie befallene Teile mit einem Pinsel, oder bürsten und waschen Sie Stängel und Blätter mehrmals damit ab.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Blattläuse

 

Springschwänze

Springschwänze oder Bananenfliegen treten häufig auf, richten aber nur selten echten Schaden an. Die kleinen, flügellosen Tiere, je nach Art weiß bis blauschwarz, sitzen auf der Erde, häufig auch auf der Außenseite von Blumentöpfen, die in Übertöpfen stehen. Sie ernähren sich hauptsächlich von verfaultem Pflanzenmaterial. Abhilfe: Gießen Sie weniger, topfen Sie die Pflanze um in frische Erde, betupfen Sie notfalls die Erdoberfläche mit ein wenig Lindan-Pulver.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, Springschwänze

 

Weiße Fliegen

Weiße Fliegen/Mehlläuse verunreinigen die Blattunterseiten mit ihren klebrigen Absonderungen, dem „Honigtau“, der Rußtaupilze anzieht. Auf den Blättern sind zunächst Flecken, später verwelken sie. Berührt man die Pflanzen, sieht man die Tiere, die mehlig bestäubten, kleinen Motten ähneln, in Massen auffliegen. Mit den neueren Bekämpfungsmitteln, zum Beispiel Parathion, sind sie kein großes Problem mehr. Wichtig: immer im Freien spritzen.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, Weiße Fliegen

 

Schildläuse

Den Befall merkt man meist an klebrigen Flecken auf der Fensterbank, dem .,Honigtau“. Bei näherem Hinsehen entdeckt man dann braune Deckelchen auf der Pflanze, die sich mit einer Nadel anheben lassen. Am besten bekämpft man sie mit einem Blattlausmittel, das dreimal hintereinander mit sieben Tagen Abstand angewandt werden muss. Bei geringem Befall kann man auch die Schilder und Läuse mit einem spitzen Messer entfernen oder mit Seife-Spiritus- Lösung spritzen.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, Schildläuse

 

 

Wollläuse

Wollläuse sind weiße, wollartige, drei Millimeter lange Läuse. Sie sitzen meist in Kolonien in den Blattachseln, vor allem bei hoher Wintertemperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit. Sie haben einen dicken Wachspanzer; das macht die Bekämpfung schwierig. Bei leichtem Befall hilft manchmal eine Spiritus-Seifenlösung, sonst ein Präparat auf der Basis von Propoxur oder ein Lindan-Mittel.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, Wollläuse

 

Thrips

Thrips sind kleine, schwarze Insekten, ein bis zwei Millimeter lang. Sie verfärben die Blätter, indem sie den Saft heraus-saugen. Sie vermehren sich am schnellsten bei Lufttrockenheit und Wärme. Sie können die Pflanze zuerst in der Wanne abbrausen, dann mit Spritz- und Stäube Mitteln behandeln. Die Behandlung muss zweimal nach je sieben Tagen wiederholt werden.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen, Thrips

 

Spinnmilben

Spinnmilben oder Rote Spinnen sind mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Sie verbreiten sich schnell über die ganze Pflanze, diese wird fahl und gelbgrau. Schließlich vertrocknen die Blätter. Bekämpfen kann man sie auf biologische Art mit Raubmilben oder mit chemischen Mitteln, zum Beispiel Lindan. Wichtig ist, dass diese Mittel wenigstens dreimal hintereinander im Abstand von jeweils 10 Tagen angewandt werden, um die ausgewachsenen Milben, aber auch die Larven zu vernichten.

Bekannte Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Spinnmilben

 

Schnecken

Schnecken können gelegentlich auch Zimmerpflanzen befallen, etwa Kakteen oder Fittonien. Am Tag entdeckt man meist nur ihre Fraß Stellen und die silbrig glänzenden Schleimspuren. Übermäßiges Gießen führt zu einem vermehrten Schneckenbefall. Die einfachste Gegenwehr: spät abends im Dunkeln versuchen, die Schnecken abzusammeln. Chemisch kann man sie mit metaldehydhaltigen Schneckenködern bekämpfen.

 

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