Springschwänze gehören zu den Schadinsekten

Springschwänze gehören zu den Schadinsekten, die in und auf der Blumenerde sitzen, man entdeckt sie beim Gießen der Pflanzen, gefährlich sind sie nicht

Wenn man an seinen Topfpflanzen Springschwänze (Collembolen) beobachtet, ist das immer ein Zeichen dafür, dass mit der Pflege etwas nicht stimmt. Und zwar treten diese Tiere dann auf, wenn die Erde zu nass und die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Es sind kleine Insekten, etwa einen bis vier Millimeter lang, ohne Flügel, aber trotzdem sehr beweglich. Ihre Farbe variiert: Manche sind fast weiß, andere dagegen blauschwarz.

Springschwänze gehören zu den Schadinsekten

Springschwänze gehören zu den Schadinsekten

Schaut man sich die Tiere einmal mit einem Vergrößerungsglas an, dann sieht man ihre empfindlichen Fühler und ihre kurzen Beine. Das Wichtigste aber ist ein Auswuchs am Bauch, eine „Sprunggabel“, mit deren Hilfe das Tier bei Gefahr schnell und recht weit fortspringen kann. Daher der Name Springschwanz.

 

Sie gehören zu den Erdinsekten

Man sieht die Springschwänze auf der Erdoberfläche sitzen. Jedes Mal, wenn man die Pflanze gießt, springen sie hoch. Oder sie halten sich außen an Blumentöpfen auf, die in Übertöpfen stehen. Jedenfalls ist es praktisch unmöglich, diese Insekten zu übersehen. Und das macht die Bekämpfung natürlich einfacher. Wenn man Wasser auf die Erde gießt, springen die Tiere hoch in die Luft. Daher bekamen sie den Namen „Springschwänze“.

Springschwänze

Springschwänze ähneln kleinen Würmern

Die Springschwänze ähneln kleinen Würmern, gehören jedoch mit ihren Beinen und Fühlern zu den Insekten

 

Was fressen sie ?

Die Springschwänze (auch Collembolen genannt) ernähren sich hauptsächlich von Pilzen, Algen und zerfallender organischer Substanz, die in der Erde vorkommen. Nur gelegentlich machen sie sich an den saftigen Teilen junger Pflanzen wie keimenden Samen und zarten Blättern zu schaffen. Sie sind also nicht so gefährlich wie zum Beispiel Schildläuse oder gar Spinnmilben, aber doch für jeden Pflanzenbesitzer eine unangenehme Erscheinung.

 

 

Manchmal schädliche Folgewirkungen

Manchmal allerdings knabbern die Tiere auch höherliegende Wurzeln an. Und dann können sie echten Schaden anrichten. Nicht, weil der Pflanze dieser direkte Schaden zu schaffen machen würde – das überlebt sie ohne weiteres. Sondern weil als Folgeerkrankung Pilz- oder Viruskrankheiten auftreten können. Und diese sind schwer zu bekämpfen.

Springschwänze

Unterschiedliche Farben

Die Tiere können unterschiedliche Farben haben, von weiß bis fast blauschwarz. Sie sehen unangenehm aus

 

Die Ursache

Springschwänze brauchen zum Leben eine feuchte Umgebung – so wie sie in einem Blumentopf vorkommt, in den man ständig zu viel Wasser gießt. Eine zweite Ursache kann eine ungünstige Zusammensetzung des Bodens sein, so dass er das Wasser länger hält als unbedingt notwendig. Oft kann man die Anzahl der Springschwänze radikal vermindern, indem man das Gießen einschränkt. Hilft dies nichts, muss man zu weiteren Maßnahmen greifen.

Springschwänze

Springschwänze

Gefährlich werden die Tiere nur dann, wenn sie Wurzeln anfressen und sich als Folge Virus – und Pilzkrankheiten ansiedeln

 

Die Bekämpfung

Wenn sehr viele Springschwänze in der Erde sind, sollten sie die Pflanze umtopfen. Dabei soviel wie möglich von der alten Erde entfernen. Damit das Umtopfen auch Erfolg hat, künftig nicht mehr soviel gießen. Hilft neue Erde allein noch nicht, können Sie sich im Fachhandel ein Insektizid in Pulverform besorgen und dieses auf die Erdoberfläche streuen.

Statt die Erde mit Pulver zu bestreuen, können Sie auch eines der gängigen Schädlingsbekämpfungsmittel ins Gießwasser schütten und damit wässern. Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass die Erde noch feuchter wird, die Tiere zwar einerseits bekämpft, andererseits ihre Lebensbedingungen verbessert werden.

 

Vorbeugende Maßnahmen

Sie selbst können eine ganze Menge dazu tun, Springschwänze gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dazu gehört natürlich vor allem das richtige Gießen. Das heißt, nicht automatisch jeden Tag zur Kanne greifen, sondern erst einmal mit dem Finger überprüfen, ob die Erde wirklich schon anfängt trocken zu werden oder ob noch genug Feuchtigkeit vorhanden ist. Denn der Wasserbedarf einer Pflanze ist nicht das ganze Jahr über gleich hoch.

Springschwänze

Bewässerungsautomatik

In den Töpfen mit Bewässerungsautomatik sieht man nur selten Springschwänze. Denn hier wird von der Erde nur soviel Wasser aufgenommen, wie die Pflanze wirklich für sich braucht. Überwässerung, eine zu feuchte Erde, ist deshalb ausgeschlossen.

 

Eine gute Drainage

Damit die Erde durch das Gießen nicht durch und durch nass wird, muss darin auch eine gewisse Menge Luft vorhanden sein. Die Konsistenz normaler Erde können Sie sehr verbessern, indem Sie etwas Kies untermischen. Zwar sinkt dann der Nährstoffgehalt, aber das lässt sich durch etwas mehr Dünger wieder ausgleichen.

Außerdem sollten Sie zuerst bei jedem Umpflanzen in den Topf eine etwa zwei Zentimeter dicke Drainageschicht aus kleinen Steinen füllen. So kann alles Wasser, das von der Pflanze nicht in kurzer Zeit aufgenommen wird, schneller durch das Bodenloch wieder hinauslaufen. Und damit hätten wir auch gleich den dritten Punkt erwähnt:

Keine Töpfe ohne Bodenloch benutzen. Ganz ideal sind Töpfe mit Selbst – oder Automatikbewässerung.

 

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