Erdbeere, man kann sie auch in Balkonkästen ziehen

Die Erdbeere blüht in der ersten Sommerzeit mit weißen Blüten, nach der Blüte bildet sich eine Beere, eigentlich der aufgegangene Fruchtboden

Die Erdbeere gehört zu den kulinarischen Hochgenüssen eines jeden Sommers. Sie braucht wenig Platz, ist preiswert und trägt schon im ersten Jahr Früchte. Sie lässt sich auch gut in Kübeln ziehen.

Erdbeeren kann man auch in Balkonkästen ziehen

Egal welche Erdbeere, der Geschmack ist immer ausgezeichnet

Es gibt zahlreiche Erdbeeren Sorten, nur einige können hier vorgestellt werden:

‚Senga Sengana‘

Die ‚Senga Sengana‘ gehört zu den bekanntesten. Ihre Früchte sind von dunkler Farbe und kräftigem Geschmack. Sie reifen spät. Diese Sorte kann leicht von Grauschimmel befallen werden, ist aber Mehltau gegenüber sehr resistent.

 

Erdbeere ‚Zephir‘

‚Zephir‘ kann man relativ früh ernten. Die Beeren haben eine Art Kamm, sie schmecken kräftig. ‚Zephir‘ ist weniger empfindlich gegen Grauschimmel, neigt aber eher zu Mehltau.

 

Erdbeere ‚Dania‘

‚Dania‘ ist noch eine relativ junge Sorte. Sie wird spät reif und schmeckt eher mild. Sie wird kaum jemals von Mehltau befallen und zeigt sich auch gegen den Grauschimmel recht widerstandsfähig.

 

Erdbeere ‚Lumina‘

‚Lumina‘ hat eine leuchtend orangerote Farbe und einen recht süßen, aber trockenen Geschmack.

 

‚Rubina‘

‚Rubina‘ hat eine dunkle, tiefrote Farbe und einen kräftigen Geschmack. Die Form der Beeren ist beinahe kantig.

 

‚Frigg‘

‚Frigg‘ reift spät. Die klaren roten Beeren sind fest und kräftig im Geschmack. Sie können von Mehltau befallen werden, aber selten von Grauschimmel. In den letzten Jahren sind neue Sorten auf den Markt gekommen; z. B. ‚GourmelIa‘ und ‚Dulcita‘ . Sie sind mild im Geschmack und ergiebig. Unsere groß fruchtigen Erdbeeren – Sammelbegriff: Ananaserdbeeren – sind wahrscheinlich eine Kreuzung aus den amerikanischen Arten Fragaria chiloensis und Fragaria virginiana. Diese beiden Arten kamen im 17. und 18. Jahrhundert nach Europa.

 

Tipp

Nach der Ernte sollten nur die Ausläufer entfernt werden. Die Blätter verbleiben und dienen im Winter als Kälteschutz.

Erdbeere

Erdbeeren in einer Holzwanne

Mal ein anderer Standort: Erdbeeren in einer Holzwanne.

 

So wird die Erdbeere gezüchtet

Für die private Erdbeerzucht eignet sich am besten eine nicht zu schwere, ganz schwach saure bis neutrale Erde. Für die „Profis unter den Erdbeer-Amateuren“: Der pH-Wert sollte zwischen 6.0 und 6.5 liegen.

 

Die nächste Generation ergibt sich von allein

Es ist wichtig, dass man eine Zucht mit möglichst kräftigen Pflanzen beginnt. Am besten kauft man die ersten Pflanzen beim Fachhändler. Danach können Ende Juli Anfang August von den Mutterpflanzen Ausläufer genommen werden. Sie bilden Wurzeln und pflanzen sich dann praktisch von allein fort. Die kräftigsten Ausläufer können sofort eingepflanzt werden. Bei schwächeren hilft man der Wurzelbildung nach, indem man sie zunächst einige Zeit in feuchten Torf steckt.

Bei einer großen Mutterpflanze kann man mit 5 bis 8 Ausläufern rechnen. Dieses Abnehmen von Ausläufern hat übrigens noch einen weiteren Vorteil: Die Erdbeeren Reihen werden ausgedünnt, die Früchte können wieder ungehindert wachsen, sie werden durch nichts behindert. Wenn die Ausläufer im August ausgepflanzt werden, so sollte das gleich an dem endgültigen Standort geschehen. Späteres Umsetzen schadet der Pflanze. Bereits im nächsten Jahr tragen die neuen Pflanzen Früchte.

 

Beste Zeit für Ausläufer setzen

Selbstverständlich ist es auch möglich, erst im Frühjahr Ausläufer zu nehmen, dann allerdings dauert die Ernte bis zum kommenden Jahr, es wird damit eine Saison verschenkt. Die Früchte Bildung lässt sich beschleunigen: Schneiden Sie die Blütenstengel ab.

Der Abstand zwischen den Erdbeeren Reihen sollte zwischen 80 und 90 cm betragen, den der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen so zwischen 35 und 40 cm. Ein großer Abstand verringert den Befall von Grauschimmel. Andererseits ziehen so große Abstände Unkraut nach sich. Das kann man eindämmen, indem man schwarze Plastikstreifen oder Stroh in die Zwischenräume legt.

Stroh sieht gut aus und vermulcht mit der Zeit. Nach dem zweiten, höchstens dritten Erntejahr alte Erdbeerpflanzen durch neue austauschen. Die Ernte Ergiebigkeit nimmt mit der Zeit  also ab. Die bereits erwähnten Monatserdbeeren übrigens werden aus Samen gezogen. Sie blühen und fruchten im ersten Jahr.

 

 

Ratschläge bei Krankheiten

Mehltau und Grauschimmel sind die ärgsten und am häufigsten vorkommenden Feinde aller Erdbeeren. Deshalb versuchen Züchter immer wieder, die Pflanzen dagegen widerstandsfähig zu machen.

 

Grauschimmel

Der Grauschimmel erzeugt einen grauen, Schimmel ähnlichen Belag auf der Pflanze und den Beeren. Beim ersten Befall hilft wahrscheinlich ein spezielles Schädlingsbekämpfungsmittel. Oder: Ein trockener, aber etwas luftiger Standort.

 

Mehltau

Mehltau ist ein weißer Puder artiger Pilz Belag. Kann durch Besprühen mit schwefelhaltigen Mittel bekämpft werden.

 

Tipp Einkaufen

Erdbeerpflanzen werden in jedem Frühjahr überall angeboten. Anschließend  kann man Ausläufer bei Gartenfreunden erhalten, die ihre Pflanzen ausdünnen.

 

Lebensdauer:

Erdbeerpflanzen alle 2 bis 3 Jahre auswechseln.

Saison:

Blüte im frühen Sommer, Erntezeit zumeist im Juni bis August.

Schwierigkeitsgrad:

An sonnigen Orten einfach zu halten.

Erdbeere

Erdbeeren

Beeren und Blüten

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

„Normale“ Erdbeeren sind Stauden mit dreiteiligen Blättern und langen oberirdischen Ausläufern.

Blüte und Duft

Erdbeeren blühen in der ersten Sommerzeit mit schönen weißen Blüten. Dann nach der Blüte bildet sich eine Beere, eigentlich der aufgegangene Fruchtboden. Die eigentlichen Früchte sitzen eingesunken in den Beeren. Die Blüten duften nur sehr zurückhaltend, die Beeren manchmal beim Pflücken ganz schwach.

Licht und Temperatur

Die Erdbeere braucht einen sonnigen, Zugluft freien Platz. Absolute Windstille bei gleichzeitiger Feuchtigkeit kann zu Grauschimmel führen. Die hierzulande herrschenden Sommertemperaturen sind Erdbeeren geeignet.

Gießen und Düngen

Gegossen wird in trockenen Perioden. Gedüngt wird sehr zurückhaltend mit Stickstoff. Bei zuviel Dünger sind mehr Blätter als Früchte die Folge. Empfehlenswert ist Kompost oder Stalldung vor dem Auspflanzen.

Erde und Umpflanzen

Eine nicht zu schwere Gartenerde ist ideal. Normalerweise werden die Pflanzen nicht mehr umgesetzt.

Schneiden

Die Erdbeeren können sich durch ihre Ausläufer sehr stark vermehren. Sie müssen die Pflanzen deshalb ausgedünnen. Die stärksten Ausläufer werden für neue Pflanzen verwendet.

Vermehren

Durch Ausläufer. Sie werden Ende Juli Anfang August gepflanzt.

Umgebung

Wer ausreichend Platz in seinem Garten hat, sollte sich unbedingt ein ganzes Erdbeeren Beet anlegen. Das macht wenig Mühe und bringt viel Erfolg. Bei weniger Platz empfehlen sich die Monatsbeeren, die den ganzen Sommer über bis in den Oktober hinein kleine Früchte tragen. Man kann Erdbeeren aber auch in Kübeln auf der Terrasse ziehen oder sogar in Balkonkästen.

 

Weitere Balkonblumen

1 Glockenblumen blühen von Juni bis August

2 Gartenfuchsschwanz, wirkt besonders in Gruppen

3 Flammenblume oder Phlox, reichblühende Sommerblume

4 Gartenbalsamine, eine schöne und dankbare Pflanze

5 Gartenverbenen werden etwa 20-40 cm hoch