Nährstoffarme Böden im Garten 3 Möglichkeiten zum Verbessern

Nährstoffarme Böden sind für viele Pflanzen nicht geeignet, hier erfahren Sie, wie Sie mit nährstoffarmen Gartenböden  umgehen können

Nährstoffarme Böden überraschend wenige Gartenfreunde können sich über ideale Böden freuen. Als perfekten Boden könnte man eine nährstoffreiche Mischung bezeichnen, die Feuchtigkeit speichert, gleichzeitig aber durchlässig ist.

Nährstoffarme Böden im Garten verbessern

Nährstoffarme Böden im Garten verbessern

Schlechte nährstoffarme Böden sind in der Regel durchlässig, jedoch ausgelaugt und ohne Substanz. Selbst gut angelegte Gärten können unter schlechten Bodenverhältnissen leiden. Es handelt sich meist um nach und nach ausgelaugte Böden, denen keine frischen Nährstoffe zugeführt wurden. Auch in neu angelegten Gärten kommen nährstoffarme Böden vor. Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten, mit schlechten Böden fertig zu werden. Man verbessert sie, man tauscht sie aus oder man belässt sie so, wie sie sind.

 

Nährstoffarme Böden, Damit leben

Nährstoffarme Böden Abtragen und Austauschen kostet Geld und Mühe. Ohne solche Probleme lässt sich ein Garten mit Pflanzen anlegen, die unter schlechten Bedingungen gedeihen. Es gibt mehr sogenannte Pionierpflanzen, als man meint. Einige, z. B. die Winteriris (Iris unguicularis), zeigen sich erst in schlechten Böden von ihrer besten Seite.

 

Pionierpflanzen für nährstoffarme Böden

Grasnelke (Armeria) – eine Steingartenpflanze. Junkerlilie (Asphodeline) – eine fleischige Mehrjährige. Blaukissen (Aubrieta) – rosa bis violette Blütenkissen. Sauerdorn (Berberis) – ein farbenfreudiger Strauch. Bergenie (Bergenia) – dicke, lederartige Blätter. Borretsch (Borago) – eine blaublütige Kräuterpflanze. Roter Baldrian (Centranthus ruber) – sät sich fleißig aus.

Zistrose (Cistus) – für einen warmen, sonnigen Standort. Gelber Lerchensporn (Coryda/is/utea) – für den Steingarten. Zwergmispel (Cotoneaster) – vielseitiger Beerenstrauch. Eukalyptus (Euca/yptus) – für den großen Garten. Wolfsmilch (Euphorbia) – eine vielseitige Beetpflanze. Buche (Fagus)— ein für sein Herbstlaub bekannter Baum.

Stechpalme (IIex) – für jeden Boden geeignet. Winteriris (Irisstylosa) – fürFarbe im Wintergenau richtig. Lein (Linum narbonense) – sät sich fleißig aus. Amerikanisches Geißblatt (Lonicera x americana). Mohn (Papaver) – Ein – und Mehrjährige mitvielen Sorten. Fetthenne (Sedum) – sukkulente Steingartenpflanze. Hauswurz (Sempervivum) – mit fleischigen Rosetten. Ziest (Stachys byzantina) – mit silberfarbenem Laub. Königskerze (Verbascum) – mit großen Blütenkolben. Zauschneria – eine strauchförmige Mehrjährige.

 

Die Pflanzenwahl für Nährstoffarme Böden

Die Gartengestaltung wird durch die Beschränkung auf solche Pflanzen natürlich eingeengt. Es gibt dennoch genug Pflanzen, um einen interessanten, farbenfrohen Garten anzulegen. Viele Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, besonders Einjährige, fühlen sich in trockenen, mageren Böden wohl. Türkischer Mohn zum Beispiel. Das trifft auch für Sukkulenten und viele Gebirgspflanzen zu.

In einem nährstoffreichen Boden wachsen alpine Pflanzen sogar viel zu üppig. Die meisten Pflanzen, die sich unter schlechten Bedingungen wohlfühlen, müssen an einem offenen und sonnigen Standort stehen. Sehr wenige gedeihen im Schatten. Man sollte also die Zahl der überhängenden Bäume und Sträucher möglichst gering halten. Bäume sollte man ohnehin nicht wählen, da sie dem kargen Boden Zuviel Feuchtigkeit und Nährstoffe entziehen.

 

Ein Kompromiss

Unter solchen Bedingungen ist ein Kompromiss oft die beste Lösung. In bestimmten Teilen des Gartens viel Humus in den Boden einarbeiten bzw. den Boden hier und da abtragen und ersetzen, und an anderen Stellen robustere, tolerantere Pflanzen einsetzen. Da es schwierig ist, in schlechten Böden und im Schatten Pflanzen zu ziehen, könnte man an solchen Stellen den Boden verbessern. In einem nährstoffreichen, Laub Kompost haltigen Boden wachsen viele schöne Gehölz Pflanzen.

 

Gemüseanbau

In schlechten Böden ist der Gemüseanbau äußerst mühselig. Den Boden muss man entweder verbessern oder austauschen. Steinige Böden sind für Wurzelgemüse häufig problematisch. Möhren und Pastinaken verzweigen sich (bilden zwei „Beine“). Dagegen hilft die Bodenbearbeitung mit einem Sauzahn (oder einem Spaten, wenn der Boden nicht zu hart ist). Das Loch wird mit guter Erde gefüllt und das Gemüse ausgesät.

 

 

Verbesserung

Bevor man mit dem Bodenaustausch beginnt, sollte man Steine und Bauschutt vom Gelände entfernen. Auch Abfälle anderer Art gehören auf eine Deponie.

Die ersten Schritte

Als nächstes arbeitet man beim Umgraben durchgerottetes organisches Material ein – je mehr, desto besser. Gartenkompost liefert das ideale Material. Fertigen Sie aus Unkraut, Grasschnitt und ungekochten Gemüseabfällen Ihren eigenen Kompost an.

Anderer Dünger

Stallmist muss mehrere Monate gelagert werden, bevor er als Dünger eingesetzt werden kann. Gebrauchtes Champignon Substrat enthält zwar Kalk, ist aber sonst ein geeignetes Mittel. Beispiele für Industrieabfälle, die für den Garten in Frage kommen, sind Hopfen Reste von der Brauerei oder Kakaobohnen – schalen vom Schokoladenwerk.

Nährstoffarme Böden

Das Grundstück aufräumen.

Bausteine, Beton und größere natürliche Steine abtragen. Das kann mühselig sein, muss aber nur einmal gemacht werden, und die Verbesserung fällt sofort auf. Steine beiseite legen. Sie können sich beim Anlegen von Wegen, Stein – und Geröll Gärten als nützlich erweisen.

Nährstoffarme Böden

Bodenverbesserung

Zur Bodenverbesserung sind kompostierte Holzabfälle ideal. Sägemehl und – späne einige Wochen im Freien liegen lassen und in den Boden einarbeiten. Hecken – , Strauch – und Baumschnitt häckseln, kompostieren und anschließend untergraben. Gehäckselte Baumrinde vom Sägewerk ist auch brauchbar.

 

Der Bodenaustausch, bei sehr schlechtem Boden empfiehlt sich der Austausch.

Sie können den alten Boden mit einem Bagger ausheben und ihn durch guten Mutterboden ersetzen oder diesen als Deckschicht auftragen, ohne den bestehenden Boden ab zutragen. Wenn der Boden Bauschutt und Abfall in großen Mengen enthält, wird er durch den Abtrag soweit abgesenkt, dass zusätzlicher Boden benötigt wird. Da kann man genau so gut den gesamten Mutterboden austauschen.

Wenn sie gerade dabei sind, Erdmassen zu bewegen, sollten Sie sich die Gelegenheit, sich in der Landschaftsgärtnerei zu betätigen, nicht entgehen lassen. Vergewissern Sie sich beim Kauf von Mutterboden, dass er hochwertig ist und Sie sich durch den Austausch nicht noch verschlechtern. Möglichst keinen Boden kaufen, der von einem brachliegenden Grundstück stammt, da Sie sonst Probleme mit Unkraut bekommen.

Nährstoffarme Böden

Garten – Boden

Wer auf den alten Boden frischen aufträgt, schafft entweder einen höher gelegenen Garten oder bildet Hochbeete bzw. Terrassen.

 

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