Hartes Wasser weicher machen, Wasserenthärtungsmittel

Hartes Wasser weicher machen, Um das Gießwasser zu präparieren, empfehlen sich verschiedene Maßnahmen, z.B. Wasserenthärtungsmittel

Hartes Wasser weicher machen, alle Blumenfreunde wissen, dass vor allem das richtige Gießen über das Wohlbefinden der Pflanzen entscheidet. Aber auch die Beschaffenheit des Gießwassers spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Wasser für die Versorgung der Zimmerpflanzen kommt aus der Leitung.

Hartes Wasser weicher machen, Wasserenthärtungsmittel

Hartes Wasser weicher machen, Wasserenthärtungsmittel

Jedenfalls in der Mehrzahl der Fälle, denn wer hat schon einen quicklebendigen und sauberen Bach in der Nähe, aus dem er naturbelassenes Wasser schöpfen kann. Denn auch das Wasser unserer Bäche und Flüsse ist krank und für die Zimmerpflanzen meist weniger geeignet als das, was aus der Leitung kommt.

 

Regenwasser: ja oder nein?

Auch das Regenwasser ist nicht mehr das, was es früher war. Die zunehmende Verunreinigung der Luft, vor allem in Großstädten und Industriegebieten, hat dafür gesorgt, dass es für die Gießwasserverwendung zumindest als bedenklich gilt.

In ländlichen Gemeinden ohne starken Autoverkehr darf es dagegen noch weiter verwendet werden. Wer nicht darauf verzichten will, sollte nicht alles Regenwasser auffangen, sondern die dafür vorgesehenen Behälter erst nach einer halben Stunde aufstellen. Dann nämlich ist die verschmutzte Luft und somit das Regenwasser wieder sauberer und weicher geworden.

Blumenfreunde mit vielen Kübelpflanzen in großen Gefäßen sollten auf Regenwasser nicht verzichten, da mögliche Schadstoffe in den weiträumigen Kübeln weniger Probleme machen als in den kleinen Blumentöpfen, in denen die Zimmerpflanzen wachsen. Im Garten richtet das Regenwasser ja auch keinen Schaden an.

Hartes Wasser weicher machen

Hartes Wasser weicher machen. Kalkhaltiges Wasser

Kalkhaltiges Wasser verunstaltet dieses Fensterblatt

 

Wie Kalk den Pflanzen schadet

Die Verwendung von Leitungswasser, das Menschen und Tieren bekommt, ist für Pflanzen in vielen Gegenden zu „hart“, das heißt in der Mehrzahl der Fälle zu kalkhaltig. Dadurch kommt es zur Verkalkung der Erde und als Folge zu Krankheitserscheinungen, wie das Abfallen der Blätter bei Azaleen und Kamelien, das Abstoßen der Blüten beim Weihnachtsstern oder vergilbte Blätter bei Alpenveilchen.

Gelegentlich sind auch die Blätter von Gummibäumen, Philodendren und anderen Blattpflanzen voller Kalkflecken. Sie entstehen, wenn beim wachstumsfördernden Abspritzen der Blätter kalkhaltiges Wasser verwendet wurde. Was zuerst wie ein Schönheitsfehler aussieht, kann zu Schäden führen, da bei einigen Pflanzen diese Flecken nur schwer von den Blättern zu entfernen sind.

Hartes Wasser weicher machen

Hartes Wasser weicher machen. Enthärtetes Wasser

Enthärtetes Wasser dagegen erhält den Glanz der Blätter

 

Wenn die Erde „sauer“ riecht

Ersichtlich ist Kalk im Gießwasser bei Tontöpfen, die manchmal von einem weißen Kalküberzug fast völlig bedeckt sind. Das überrascht nicht, weil etwa 50 Prozent des Gießwassers durch den porösen Ton nach außen dringt.

Bei Kunststofftöpfen kann man einen zu hohen Kalkgehalt der Erde durch die „Nasenprobe“ feststellen.

Die Erde riecht dann nämlich „sauer“, obwohl der muffige Geruch nicht auf eine Übersäuerung, sondern auf eine Verkalkung der Erde zurückgeführt werden muss. Um Schäden zu vermeiden, sollte man den Härtegrad des Wassers genau kennen, der in direkter Beziehung zum pH-Wert des Bodens steht.

Die meisten Zimmerpflanzen kommen mit pH-Werten zwischen 5.5 und 6,5 aus.

Nur kalkempfindliche Gewächse wie Azaleen, Eriken, Kamelien, Anthurien, Myrten, Orchideen, Zimmertannen und Hortensien wachsen zufriedenstellend bei pH-Werten von 4,5 bis 4; hier spricht man von saurer Bodenreaktion. Das bedeutet: Für diese Gewächse muss das Wasser unbedingt „entkalkt“ werden, sonst kommt es zu hässlichen Blattaufhellungen und anderen Schäden mehr.

Für pH-Messungen der Erde gibt es im Fachhandel praktische und preiswerte Teststreifen.

Hartes Wasser weicher machen

Hartes Wasser weicher machen. Torf

Ein kleines Säckchen Torf macht das Gießwasser weicher

 

Hartes Wasser weicher machen. Pflanzen, die Kalk vertragen

Einige Pflanzen vertragen eine leicht alkalische Bodenreaktion. Sie werden kalkliebende und kalkvertragende Gewächse genannt. Dazu gehören Grünlilien (Chlorophytum), Schusterpalme (Aspidistra), Glockenblumen (Campanula), Zypergras (Cyperus), Wachsblume (Hoya carnosa) und Palmlilien (Yucca). Um den Härtegrad des Leitungswassers zu erfahren, muss man sich an das Wasserwerk wenden, beziehungsweise an die zuständige Behörde.

Denn der Härtegrad des Wassers (Kalkgehalt) ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig und deshalb oft unterschiedlich. Um das Gießwasserproblem nicht zu komplizieren, ist allgemein festzustellen, dass das angestrebte „weiche“ Wasser sowohl einen niedrigen Härtegrad als auch niedrigen Kalkgehalt aufweist. Dem Idealzustand der Bodenreaktion von pH 5,5 bis 6,5 entspricht ein genauso idealer Härtegrad von DH 8° bis 9°. – DH Deutsche Härtegrade; 1 DH bedeutet 1 g Kalk (plus andere Mineralien) auf 100 l Wasser. Die DH-Werte schwanken zwischen 5 und 55 DH.

 

 

Hartes Wasser weicher machen, mit einem einfachen Mittel

Alle diese mehr oder weniger umständlichen Prozeduren werden überflüssig bei der Anwendung eines leicht zu handhabenden Wasserenthärtungsmittels. Bei dem flüssigen Wasserenthärtungsmittel, in kleinen Fläschchen erhältlich, ist die Anwendung problemlos. Außerdem kann es dabei nicht zu Über – oder Unterdosierungen kommen.

Dafür sorgt ein einfaches Farbsystem: Es wird nur soviel von dem Mittel in das zu enthärtende Wasser gegeben, bis eine Gelbfärbung eintritt. Anschließend lässt man das Wassergefäß einige Stunden stehen, so dass sich der Kalk am Boden absetzen kann.

Dann wird das kalkfreie Wasser vorsichtig in die Gießkanne umgefüllt. Manchmal gibt es einen blauen Farbumschlag, der für den Vorgang der Wasserenthärtung ohne Bedeutung ist. Dieses Präparat ist mit, wenn auch geringen, Nährstoffen angereichert, so dass bei regelmäßigem Gebrauch die Düngergaben reduziert werden können.

Hartes Wasser weicher machen

Hartes Wasser weicher machen, Wasserenthärtungsmittel

Problemlos ist ein flüssiges Wasserenthärtungsmittel

 

Hartes Wasser weicher machen. Wie Gießwasser weicher wird

Um das Gießwasser zu präparieren, empfehlen sich verschiedene Maßnahmen. Das beginnt beim einfachen Stehenlassen des Wassers von zwölf bis 14 Stunden, eine Methode, die bei stark kalkhaltigem Wasser allerdings nicht ausreicht. Auch das Abkochen des Wassers ist nicht der Weisheit letzter Schluss, auch deshalb, weil die im Wasser in feinster Verteilung vorhandene Luft verlorengeht, was zur Verdichtung von Blumenerde führen kann.

Bessere Erfahrungen wurden mit Torf gemacht: In einen Eimer Wasser ein Säckchen mit fein zerkleinertem Torf (20 g auf 1L Wasser) einhängen und über Nacht, etwa zwölf bis 15 Stunden. stehenlassen. Manche Blumenfreunde verhindern den hohen Kalkgehalt durch Zugabe einiger Spritzer Essig.

 

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