Harfenstrauch, Zimmernessel oder Mottenkönig

Der Harfenstrauch wird selten höher als 15-20 cm. Er hat einen kriechenden oder hängenden Wuchs und kantige reich verzweigte Stängel

Der Harfenstrauch, auch Mottenkönig genannt, weil sein Geruch Motten vertreiben soll, ist eine besonders schöne und wegen seiner Anspruchslosigkeit beliebte Zimmerpflanze mit kantigen Stängeln und hübschen Nervenzeichnungen auf den dunkelgrünen Blättern.

Harfenstrauch, Zimmernessel oder Mottenkönig

Stängel und Blattunterseiten sind bei jungen Pflanzen grün, färben sich aber mit der Zeit dunkelrot. Harfenstrauch stammt aus Südafrika. Von den dort verbreiteten etwa 120 Arten aus der Familie der Labiatae (Lippenblüter) sind in Mitteleuropa nur zwei bekannt. Die Pflanze ist widerstandsfähig und der Buntnessel nahe verwandt.

Die Plectranthus-Art oertendahlii mit behaarten Blättern hat ihren Namen von dem Gärtner Örtendahl aus Uppsala bekommen. Häufig wird sie auch nur Oertendahlie genannt. In Skandinavien heißt die Pflanze auch Elisabeth-Blume nach der Heiligen Elisabeth, weil sie am 19. November, deren Gedenktag, in voller Blüte steht.

 

Steht gern hoch

Der kriechende Wuchs sorgt dafür, dass die Stängel schnell über den Topfrand hängen. Sie werden selten recht lang, aber verzweigen sich willig. Auf einem hohen Blumenhocker sieht der Harfenstrauch besonders hübsch aus. Er eignet sich aber auch gut als Ampelpflanze.

 

Tipp

Harfenstrauch ist ein starker Nahrungsverzehrer. Er braucht während des Sommers viel Wasser und pro Woche einen Düngerguß.

 

Ratschläge Gesundheit

Harfenstrauch ist recht widerstandsfähig gegen über Schädlingen.

Aber Blattläuse können gelegentlich die jungen Triebe befallen. Außerdem können natürlich Insekten von in der Nähe stehenden anderen Topfpflanzen auf den Harfenstrauch übergreifen.

Die Pflanze steht gern hell, bekommt aber Brandschäden bei sengender Sonne. Der beste Platz ist ein Ost- oder Westfenster.

Die Blätter werden braun und schrumpfen, wenn die Pflanze zu trocken und in zu warmer Luft steht. Sorgen Sie für ausreichend Wasser und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Winter ist bei kühlem Stand nur mäßig zu gießen.

Harfenstrauch

Harfenstrauch

Voll erblüht ist Harfenstrauch eine ganz bezaubernde kleine Topfpflanze

 

Die Pflege

Die Pflanze ist leicht zu halten. Sie liebt es hell – bei Lichtmangel wächst sie lang und sparrig -, verträgt aber keine direkte Sonne. Stellen Sie den Topf am besten in ein Ost – oder Westfenster. Im Winter ist ein Südfenster geeignet, allerdings nur in einem Raum, der nicht über 18°C beheizt sein darf. Halten Sie die Luftfeuchtigkeit im Herbst und Winter hoch. Das ist einfach, wenn man in Wasser eine Schicht Leca-Kugeln auf den Boden des Übertopfes füllt und regelmäßig Wasser nachgießt.

 

Stecklinge

Nach der Blüte kneift man die Stängel soweit ab, dass nur noch 2-3 Blattpaare übrigbleiben. Das verhilft zu einem schönen Wuchs.

Verwenden Sie die abgekniffenen Teile als Stecklinge. In einem Glas Wasser bilden die Triebe schnell Wurzeln, man kann sie aber auch direkt in feuchte, sandgemischte Erde stecken. Stecklinge, die im Wasser Wurzeln gebildet haben, pflanzt man in normale Blumenerde, und zwar mehrere zusammen, dann wird der Harfenstrauch üppig.

Wenn die Stecklinge gut herangewachsen sind, müssen Sie normal gießen und düngen. Sie können Stecklinge auch später, etwa Anfang Februar, abnehmen und in Wasser oder direkt in Erde stecken. Dann bilden sich schneller Wurzeln. Die Pflanzen werden schön bei Abkneifen oder Schneiden.

 

 

Tipp Einkaufen

Der Harfenstrauch wird nur selten im Pflanzenhandel angeboten. Beschaffen Sie sich Stecklinge von Bekannten!

 

Lebensdauer:

Eine mehrjährige Pflanze, die nach einigen Jahren aber ihr hübsches Aussehen verliert und deshalb häufig durch Stecklinge erneuert werden sollte.

Saison:

Blüte im November-Dezember.

Schwierigkeitsgrad:

Leicht zu halten.

Andere Namen:

Mottenkönig, Zimmernessel.

Harfenstrauch

Harfenstrauch

Die Blütenrispen sind weiß oder von einem hellen Blau über Rosa zu Lila

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Der Harfenstrauch wird selten höher als 15-20 cm. Er hat einen kriechenden oder hängenden Wuchs und kantige, oft rötliche, reich verzweigte Stängel. Die Blätter sind rundlich oder herzförmig und schön gezeichnet.

Blüte und Duft

Meist blüht der Harfenstrauch im November – Dezember. Die kleinen Blüten in Weiß oder Pastell duften nur schwach, aber angenehm.

Licht und Temperatur

Die Pflanze steht gern hell, aber nicht in sengender Sonne. Von Frühjahr bis Herbst gedeiht sie bei Zimmertemperatur, im Winter bei 12-18°C.

Gießen und Düngen

Gießen Sie reichlich, aber mit Abständen, damit die Topferde dazwischen austrocknen kann. Ab Herbst sehr sparsam gießen und nicht düngen, geben Sie im Frühjahr oder Sommer einmal wöchentlich Flüssigdünger.

Erde und Umpflanzen

Normale Blumenerde reicht aus. Umgepflanzt wird im frühen Frühjahr, wenn der Topf zu klein geworden sein sollte.

Schneiden

Nach der Blüte im frühen Frühjahr wird stark zurückgeschnitten. Kneifen Sie die Stängel soweit ab, dass nur 2-3 Blattpaare übrig bleiben, dann verzweigen sie sich besser.

Vermehren

Durch Stecklinge.

Umgebung

Hübsch auch in einer Ampel.

 

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