Physiologische Pflanzenerkrankungen bei Zimmerpflanzen

Physiologische Pflanzenerkrankungen, stimmt etwas mit einer Pflanze nicht, kann sie an einer „Physiologischen Krankheit“ leiden

Physiologische Pflanzenerkrankungen, bei einer Pflanze ist plötzlich der Herbst angebrochen. Blätter welken und fallen ab, die Pflanze stellt ihr Wachstum ein. Doch auch bei ganz genauem Hinsehen lässt sich kein Schädling erkennen.

Physiologische Pflanzenerkrankungen bei Zimmerpflanzen

Physiologische Pflanzenerkrankungen bei Zimmerpflanzen

Stimmt etwas mit einer Pflanze nicht, kann sie an einer „Physiologischen Krankheit“ leiden. Das bedeutet, daß die Lebensfunktionen der Pflanze aus irgendwelchen Gründen gestört sind.

Diese Ursachen können sehr vielfältig sein: Geben Sie etwa zu viel oder zu wenig Wasser, leidet Ihre Pflanze an Lichtmangel oder etwa an direkter Sonneneinstrahlung? Ist es ihr im Zimmer-zu kalt oder zu warm ?

 

Ursachen-Forschung

Kümmert und welkt unsere Pflanze vor sich hin, wird es höchste Zeit, dass Sie helfend eingreifen. Aber richtig! Und das erfordert zuerst einmal eine Suche nach den Ursachen der Erkrankung. Mit ein bisschen Detektiv-Arbeit stößt man meist darauf.

Ist die Krankheit aus heiterem Himmel von einem Tag auf den anderen ausgebrochen? Dann sollten Sie Ihre Pflanze einmal aus dem Übertopf herausheben und nachschauen, ob Sie nicht beim letzten Gießen eine Überschwemmung angerichtet haben. Wenn die Wurzeln luftabgeschlossen im Wasser stehen, nehmen das viele Pflanzen übel.

Physiologische Pflanzenerkrankungen

Physiologische Pflanzenerkrankungen

„Warme Füße“ sind für alle Pflanzen sehr wichtig

 

Der Topf zieht um

Hat sich in der letzten Zeit etwas an den äußeren Bedingungen für den Patienten geändert? Haben Sie vielleicht den Topf an einen anderen Ort gestellt, hat die Heizperiode begonnen? Oder vielleicht war auch der Anstreicher da – und die flüchtigen Stoffe der frischen Farbe stören die Pflanze?

Viele Ursachen, doch eine Methode ist häufig erfolgversprechend: Tapetenwechsel. Stellen Sie die Pflanze einmal um, und beobachten Sie sorgfältig, ob ihr der neue Platz besser gefällt. Mit kräftigem Grün und vitalen Blättern zeigt Ihre Pflanze meist schon nach wenigen Tagen, dass es wieder aufwärts geht.

 

Nährstoffmangel oder Überfütterung?

Es gibt unter den Zimmerpflanzen auch ausgesprochene Nahrungsspezialisten. Sie brauchen manche Grundstoffe in anderen Dosierungen als jene Pflanzen, die mit dem ganz normalen Dünger zufrieden sind. Brunfelsia und Citrus reagieren zum Beispiel sehr empfindlich auf Eisenmangel. Für solche Spezialisten hält der Fachhandel jeweils die richtigen Dünger- Menüs bereit. Schildern Sie Ihrem Fachhändler auch, welche Probleme Sie mit Ihrer Pflanze haben – er wird Ihnen weiterhelfen können.

 

 

Kalte Füße

Völlig geschwächte Pflanzen stehen oft auf der Fensterbank mit dem Topf in kalter Zugluft. Vielleicht stehen Topf und Erde aber auch unmittelbar auf einer kalten Stein – oder Marmorfensterbank. Sie leiten die Kälte direkt an die Wurzeln. Wenn zugleich der obere Trieb in der warmen Zugluft mit regem Stoffwechsel beschäftigt ist, leisten die kalten Wurzeln nicht genug.

Physiologische Pflanzenerkrankungen

Physiologische Pflanzenerkrankungen

Schneiden Sie regelmäßig die vertrockneten Blätter ab

 

Physiologische Pflanzenerkrankungen, Tipps

Eine Fingerprobe zeigt, ob der Topf erheblich kälter ist als die Raumtemperatur. Hier hilft nur eines: Isolieren Sie den Topf gegen Kälte und Zugluft. Stellen Sie ihn ganz einfach auf ein Holzbrettchen oder eine Schaumunterlage.

Verwenden Sie immer handwarmes Gießwasser!

Helfen alle Maßnahmen nichts, sollten Sie die Pflanze einmal aus Ihrem Topf heben und nachschauen, ob noch genügend Erde darin ist. Oder liegen gar die Wurzeln schon frei? In diesem Fall sollten Sie die Pflanze unbedingt in einen größeren Topf umsetzen und möglichst viel von der alten Blumenerde gegen frische austauschen.

Entfernen Sie alle welken und verdorrten Triebe und Blätter.

Gießen Sie sparsam. Es sind schon erheblich mehr Zimmerpflanzen ertrunken als verdurstet.

 

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