Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, Anzeichen

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen können sich auf verschiedene Art zeigen, aus den Anzeichen Können Sie auch die Mängel feststellen

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, zunächst einmal müssen Sie natürlich ganz sicher sein, dass es sich weder um einen Schädlingsbefall noch um eine Bakterien – oder Viruskrankheit handelt. Untersuchen Sie die Pflanze von Kopf bis Fuß, nehmen Sie sie notfalls auch aus dem Topf, und betrachten Sie das Wurzelwerk. Sind keine Läuse oder Milben zu entdecken, überprüfen Sie, wann Sie zuletzt gegossen haben, mit welchem Wasser, wann gedüngt wurde.

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, Kontrolle der Nahrungsstoffe

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen können sich bei Pflanzen auf verschiedene Art zeigen. Glücklicherweise lassen sich aus den Anzeichen oft auch gleich die Mängel feststellen. In den meisten Fällen stimmt etwas mit der Ernährung nicht. Oft ist es nur eine Umstellung, an die eine Pflanze sich vielleicht nach einiger Zeit gewöhnt. Denn in den Gewächshäusern, bei den Züchtern, werden die Nährstoffe regelmäßig kontrolliert. Das heißt, Dünger wird stets im richtigen Verhältnis, zur richtigen Zeit gegeben; Wasser wird fast grundsätzlich entkalkt, also enthärtet. Gekaufte Pflanzen sind meist perfekt ernährt worden.

 

Richtiges Gießwasser

Wenn Gießwasser zu viel Kalk enthält – und das ist bei unserem Leitungswasser fast immer der Fall – , dann verändern sich durch die zusätzliche Kalkentnahme bestimmte Reaktionen der Blumenerde. Das macht sich nicht bei allen Pflanzen bemerkbar. Es gibt aber doch eine ganze Reihe, die dann Schwierigkeiten haben, bestimmte Nahrungsstoffe aufzunehmen.

Sichtbar werden kann diese verminderte Aufnahme bei der Pflanze an den Blättern. Und zwar wird der größte Teil des Blattes gelb, nur die Nerven bleiben deutlich erkennbar grün. Diese Mangelkrankheit wird von den Botanikern Chlorose genannt. Besonders häufig tritt sie bei Gardenien, Hortensien, Usambaraveilchen und einigen anderen empfindlichen Pflanzen auf. Fehlendes Element im Boden ist in diesem Fall Mangan oder Magnesium. Wenn Sie so eine Chlorose wahrnehmen, müssen Sie schon beim ersten Anzeichen auf entkalktes Gießwasser umsteigen.

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen

Kalkgeschädigtes Blatt

Ein typisches Beispiel für ein kalkgeschädigtes Blatt. Der Kalk bindet in der Erde bestimmte Nährstoffe, die dann der Pflanze fehlen.

 

Wichtige Nährstoffe

Bei den Nährstoffen unterscheidet die Pflanze zwei Gruppen. Die eine sind solche, die sie in großen Mengen braucht. Dazu gehören zum Beispiel Stickstoff, Phosphorsäure und Kali, auch Kalk und Magnesium werden dazugerechnet. Dann gibt es noch solche Nährstoffe, die nur in sehr geringen Mengen benötigt werden. Das sind die sogenannten Spurenelemente. Aber auch sie dürfen auf dem Speiseplan nicht fehlen.

Nun ist aber der Nährstoffbedarf einer Pflanze nicht immer gleich. Junge Pflanzen, die noch kräftiger wachsen müssen, brauchen zum Beispiel besonders viel Stickstoff. Solche, die kräftig blühen sollen, brauchen dagegen mehr Phosphor und Kali. Deswegen gibt es auch speziellen Dünger für Grün – , aber auch für Blütenpflanzen. In ihrer Ruhezeit dagegen hat die Pflanze nur einen sehr geringen Bedarf an Nahrung. Wenn Sie das Düngen einstellen, tritt kein Mangel auf.

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen

Sind bei so einer Pflanze keine Schädlinge zu sehen, muss es eine Mangelkrankheit sein.

 

Der richtige Dünger

Obwohl die Pflanze also zu verschiedenen Zeiten verschiedene Nahrungswünsche hat, brauchen Sie nicht immer den Dünger zu wechseln. Solche Stoffe, die zur Zeit nicht benötigt werden, werden eine gewisse Zeit in der Topferde gespeichert. Mit einem guten Volldünger liegen Sie in den meisten Fällen richtig. Es sei denn, es handelt sich um Kakteen und Orchideen, die nun wieder ganz andere Nahrungswünsche haben. Aber auch dafür gibt es im Fachhandel Fertigdünger zu kaufen. Übrigens ist auf jeder Düngerpackung der prozentuale Gehalt an Hauptnährstoffen angegeben.

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen

Blasse, verfärbte Blätter

Blasse, verfärbte Blätter sind Zeichen falscher Ernährung.

 

Stickstoffmangel

Zunächst einmal werden die Blätter gelbgrün; die unteren Blätter fallen ab; die Pflanze wächst nicht mehr. Die Wurzeln sind weiß, lang, aber wenig verzweigt. Kaufen Sie einen stickstoffbetonten Dünger, und geben Sie diesen dem Gießwasser bei. Bei Gartenpflanzen hilft Kalksalpeter.

 

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, Phosphormangel

Die Blätter werden dunkelgrün, später fast violett. Die Pflanze blüht nur wenig; die Wurzeln sind rötlich oder braun und sehr schwach. Kaufen Sie spezielle Dünger für Blütenpflanzen.

 

 

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, Kaliummangel

Zuerst werden die Blattränder und – spitzen braun und trocken (zuerst überprüfen, ob es auch an zu niedriger Luftfeuchtigkeit liegen kann). Nimmt man die Pflanze aus dem Topf, sind die Wurzeln gelblich und schleimig. Die Pflanze wird leicht von Pilzen befallen. Oft hilft es, wenn Sie die Pflanze mit einer schwachen Lösung (0,2%) schwefelsauren Kalis besprühen.

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, Kaliummangel

Kaliummangel erzeugt ähnliche Symptome, wie sie auch bei zu trockener Luft auftreten.

 

Mangelkrankheiten bei Zimmerpflanzen, Eisenmangel

Er zeigt sich als völlige Chlorose an den Blättern. Besonders häufig tritt er bei Brunfelsien und Citrusgewächsen auf. Nur die Adern bleiben noch am Leben. Das Blatt besitzt ein „Fischgrätmuster“. Schnelle Heilung bringt eine Lösung aus Eisenchelat (5g in 1l Wasser auflösen, davon 25 bis 30 ml auf die Erde geben). Etwas länger braucht die Pflanze zum Erholen, wenn Sie 0,5g Eisensulfat in 1l Wasser auflösen und davon 50 ml auf die Erde gießen. Beides öfter wiederholen, immer mit einer frischen Lösung.

 

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