Phönixpalme, eine anspruchslose Palme, einfache Pflege

Die Phönixpalme gehört zu den Palmen mit gefiederten Wedeln, sie wird als 40 cm hohe Pflanze gekauft, im Zimmer wird sie nicht höher als 1 Meter

Die Phönixpalme (Phoenix canariensis) ist die anspruchsloseste unter allen Palmen. Sie braucht nur wenig Licht, wächst gut im Zimmer, kann aber auch im Sommer an einem schattigen Platz auf der Terrasse stehen.

Phönixpalme, eine anspruchslose Palme, einfache Pflege

Phönixpalme, eine anspruchslose Palme, einfache Pflege

Phoenix canariensis stammt von den Kanarischen Inseln, wo sie über 20 Meter hoch wird. Dort steht die Palme auf Marktplätzen, in Parkanlagen und sogar am Straßenrand. Oft trägt sie Samen, die von Urlaubern abgekniffen und mit nach Hause genommen werden.

 

Einfach zu pflegen

In unserem Klima wird die Palme selten mehr als 1 Meter hoch. Die Pflege ist relativ einfach. Steht die Palme kühl, braucht sie nur wenig Wasser. Steht sie aber wärmer und hell, muss sie gut gegossen und im Sommer auch regelmäßig gedüngt werden.

 

Andere Phönix-Arten

Etwa 13 verschiedene Phönix-Arten gibt es. Zwei von ihnen sind noch als Zimmerpflanze interessant. Einmal ist es die Echte Dattelpalme (Phoenix dactylifera), die etwas wärmer überwintert als die Kanarische. Die Sumpf-Dattelpalme, Phoenix roebelenii, aus Indochina ist feiner und zarter im Wuchs, braucht das ganze Jahr über viel Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Phönixpalme

Palme

Phönixpalme

 

So vermehrt man Phönixpalmen

Man kann selbst säen …

Zwar kann man die Phönixpalme preiswert kaufen – es macht aber auch Spaß, sie selbst auszusäen. Besonders, wenn man sich den Samen selbst aus dem Urlaub mitgebracht hat. Lassen Sie ihn nicht zu lange liegen, dann keimt er nicht mehr so gut.

Die Samen werden in leichte Erde gesät, in eine Mischung aus Sand, Torfstreu und gewöhnlicher BlumenerdePhönixpalme. Stellen Sie das Keimgefäß 20-24°C warm, und halten Sie die Erde gut feucht. Nach vier bis sechs Wochen zeigen sich die ersten Blätter. Dann wird es bald Zeit, die Pälmchen einzeln einzutopfen. Achten Sie darauf, dass dabei der Samen nicht entfernt wird. Nach einigen Monaten wird noch einmal in kräftigere Erde und größere Töpfe umgesetzt.

Manchmal bilden ältere Phönixpalmen Wurzelschößlinge aus. Diese kann man vorsichtig abnehmen und für sich einpflanzen.

 

Umtopfen und Wurzelschnitt

Wenn man eine Phönixpalme in neue Erde setzt, dann schießt sie anschließend meist ordentlich in die Höhe. Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr, der April, wenn es schon hell und warm ist. Aber wenn eine Pflanze am Ende des Sommers aus ihrem Topf heraus gewachsen ist, kann sie auch dann noch umgesetzt werden.

Nehmen Sie immer recht hohe Töpfe. Dringend Zeit zum Umtopfen ist es, wenn die Wurzeln schon unten durch das Topf loch wachsen oder die Pflanze oben richtig aus dem Topf herausdrücken. Bei älteren Palmen kann man beim Umtopfen gleichzeitig die Wurzeln beschneiden. Das begrenzt das Wachstum.

 

Ratschläge Gesundheit

Blattpaar teilt sich nicht

Das unterste Blattpaar teilt sich nicht. Dabei handelt es sich um die Keimblätter junger Palmen, die sich nicht teilen.

Welke Blattränder

Welke Blattränder und braune Blätter entstehen durch Überdüngung, Überwässerung oder zu starke Austrocknung.

 

 

Neue Blätter

Neue Blätter, die sich noch nicht entfaltet haben, sehen oft verwelkt und hässlich aus, weil sie von einem braunen Bastbelag bedeckt sind. Das ist aber normal und keine Krankheit.

Braune Flecken

Braune, runde Flecken an den Blattspitzen deuten auf eine Pilzerkrankung hin. Spritzen Sie im Abstand von acht Tagen mehrmals mit einem Pilzmittel.

Läuse

Läuse können die widerstandsfähigste Phönixpalme befallen. Schild – und Wollläuse können Sie mit einem Messer abnehmen. Danach die Blätter mit einem spiritusgetränkten Wattebausch abreiben. Weiße Fliegen und Blattläuse werden mit Insektenmitteln bekämpft.

Phönixpalme

Junge Phönixpalme

Eine junge Phönixpalme sollte niedrig und kompakt sein. Wenn es ihr an Licht fehlt, wird sie lang und dünn. Dann tut ihr ein Sommeraufenthalt auf dem Balkon gut

 

Tipp Einkaufen

Kaufen Sie nur schöne kompakte Palmen mit steifen Blättern. Dünne, hochgeschossene Pflanzen werden auch so weiterwachsen.

 

Lebensdauer:

Phönixpalmen können sehr alt werden, besonders wenn sie in großen Kübeln im Wintergarten stehen.

Saison:

Man kauft sie das ganze Jahr über.

Andere Namen:

Kanarische Dattelpalme.

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Die Phönixpalme gehört zu den Palmen mit gefiederten Wedeln. Sie wird meist als etwa 40 cm hohe Pflanze gekauft. Im Zimmer wird sie selten höher als einen Meter.

Blüte und Duft

In ihrer Heimat bekommt die Palme Blütentrauben in den Blattecken, bei uns allerdings kaum. Die Blüten duften nicht; die Früchte sind klein und ungenießbar.

Licht und Temperatur

Junge Pflanzen sollten stets im Schatten stehen; ältere wachsen im Schatten, aber auch in der vollen Sonne. Die Phönix verträgt hohe Sommertemperaturen; im Winter genügen ihr 4 bis 8°C. Zu warme Überwinterung macht sie anfällig für Schildläuse. Palmen, die im Freien stehen, müssen hereingenommen werden, wenn es nachts 2-3°C kalt wird.

Gießen und Düngen

Gießen Sie mehrmals in der Woche mit temperiertem und enthärtetem Wasser. Im Winter wird weniger gegossen. Das ganze Jahr über häufig sprühen. Von April bis September alle zwei Wochen düngen.

Erde und Umpflanzen

Etwa alle drei Jahre wird im Frühjahr umgetopft. Größere Palmen kann man dabei an den Wurzeln beschneiden. Schneiden
Bei selbst gezogenen Pflanzen wird das erste Blattpaar, die Keimblätter, nach einiger Zeit abgeschnitten. Welke Blätter und Blattspitzen abschneiden.

Vermehren

Die Vermehrung durch Samen ist üblich und einfach. Manchmal kommen auch Wurzelschösslinge vor.

Umgebung

Die Phönixpalme macht sich gut im Sommer auf der Terrasse. Drinnen im Wohnzimmer kann sie sowohl allein als auch mit anderen Pflanzen zusammen stehen.

 

Weitere Palmen

1 Die Bergpalme, gehört mit zu den kleinsten Palmen

2 Betelpalme, hohe, schlanke, zuerst grüne, dann graue Stämme

3 Kokospalme, braucht Wärme, viel Licht und feuchte Luft