Muschelblumen sehen aus wie kleine Glocken

Im Sommer wachsen Muschelblumen draußen auf dem Gartenbeet, Sie vertragen aber keinen Frost, deshalb werden sie im Haus vorgezogen

Muschelblumen, wie Muscheln sehen die Blütenhüllen dieser Pflanze aus. Solange sie grün und frisch sind, nimmt man sie für Blumensträuße und Blumenarrangements; getrocknet haben sie einen ganz besonderen Reiz.

Muschelblumen sehen aus wie kleine Glocken

Muschelblumen sehen aus wie kleine Glocken

Ursprünglich sind die Muschelblumen in Indien beheimatet. In Europa hat sie vor allem in England Verbreitung gefunden. Dort kennt man sie auch unter der Bezeichnung „Irische Glocke“. Sie gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler, der Labiatae. Das bezieht sich auf die zweilippigen Blüten, die allerdings ganz klein und unauffällig sind.

Und natürlich sind es auch nicht die bescheidenen Blüten, derentwegen man die Muschelblumen in den Garten setzen oder gar abschneiden sollte. Auffallend sind die glocken – oder trichterförmig geöffneten Blütenhüllen.

Die hellgrünen Hüllen sitzen dicht an dicht in Kränzen um die langen Blütenstiele herum. Wenn die Pflanze getrocknet wird, verliert sie zwar frische grüne Farbe, die hübsche Form der Glocken oder Trichter bleibt aber natürlich erhalten.

 

Gelegentlich gibt es auch Samen

Früher fand man Muschelblumen nur beim Gärtner, der sie dann als Schnittblumen verkaufte. Seit einiger Zeit werden im Fachhandel auch Samentütchen angeboten. Bekommen Sie in normalen Geschäften keinen Samen, fragen Sie in Samenhandlungen.

 

Tipp

Muschelblumen müssen Sie ganz vorsichtig anfassen und abschneiden. Leider fallen die Glocken sehr leicht ab.

Muschelblumen

Muschelblume

Die Muschelblume passt sehr gut zu anderen Trockenblumen, zum Beispiel zum Silberpfennig und zur Lampionblume

 

Muss im Haus ausgesät werden

Die Muschelblume ist kälteempfindlich. Nur in sehr warmen Gegenden, in sogenannten Weinbaugebieten, kann man sie im April direkt aufs Gartenbeet säen.

In den anderen Klimazonen muss sie, wie viele einjährige Sommerblumen, im Haus vorkultiviert werden. Die richtige Zeit dazu ist der März/ April.

Ausgepflanzt wird sie sechs Wochen später, wenn es langsam wärmer wird und keine Nachtfröste mehr drohen. Halten Sie einen Abstand von Pflanze zu Pflanze von etwa 25 cm ein.

 

Früh schneiden

Zum Trocknen müssen die Stiele geschnitten werden, bevor die ersten Glocken gelb werden. Entfernen Sie alle grünen Blätter, am Stiel und unter den Blütentrichtern. Dann kommen die Glocken sehr viel besser zur Geltung.

 

Glyzerin tut gut

Damit die Blütenstiele auch im getrockneten Zustand möglichst lange haltbar bleiben, stellt man sie zuerst einige Tage in normales Wasser mit einer gleichen Menge Glyzerin. Wenn Sie die Blumen darin einige Zeit stehenlassen, wird die Pflanze etwas weicher und dunkler. Nach einer Woche zum Trocknen aufhängen. Durch diese Behandlung behalten sie die frische Farbe länger. Außerdem werden sie elastischer.

 

Ratschläge Gesundheit

Da die Muschelblume eine Gartenpflanze ist, kommen viele Schädlinge, die Topfpflanzen zu schaffen machen, natürlich gar nicht erst vor.

Spinnmilben können an den vorgezogenen Pflanzen auftreten, so lange diese noch im Haus stehen. Sorgen Sie deshalb für feuchte Luft; sprühen Sie die Sämlinge fleißig an. Haben sich erst einmal Spinnmilben eingenistet, wird bei den empfindlichen kleinen Pflänzchen eine Bekämpfung fast unmöglich.

Blattläuse treten vor allem im Sommer auf, wenn die Pflanzen draußen auf dem Beet wachsen. Bekämpfen Sie die Blattläuse möglichst schon beim ersten Auftreten. Meist hilft dann schon kräftiges Abspülen mit Wasser. Stellen sich im Sommer Marienkäfer ein, können Sie auf die chemische Behandlung verzichten.

 

 

Tipp Einkaufen

Die Muschelblume bekommt man nicht überall. Wenn Sie einen Gärtner darum bitten, wird er sie Ihnen sicher besorgen. Verkauft wird sie als Schnittblume im August und September.

 

Lebensdauer:

Getrocknet hält sie jahrelang.

Saison:

Spätsommer und der frühe Herbst.

Schwierigkeitsgrad:

Einfach, jedoch mit Vorkultur im Freien.

Andere Namen:

Irische Glocke.

Muschelblumen

Muschelblume

In dem grünen Kelch sitzen die kleinen Blüten

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Etwa 50-60 cm werden die einzelnen Stiele hoch. Daran sitzen die grünen Trichter mit den Blüten.

Blüte und Duft

Die Blüten selbst sind winzig klein und weiß. Auffallend dagegen ist der große, grüne Blütentrichter, an dessen Grund sie sitzen. Blütezeit ist ab August.

Licht und Temperatur

Im Sommer wächst die Muschelblume draußen auf dem Gartenbeet. Sie verträgt aber keinen Frost. Deshalb wird sie im Haus vorgezogen und erst Mitte Mai ausgepflanzt.

Erde und Umpflanzen

Säen Sie in spezielle Aussaaterde; dann wird die Pflanze in normale Blumenerde, später in gute, lockere Gartenerde umgesetzt.

Gießen und Düngen

Setzen Sie die Muschelblume in guten, nährstoffreichen Boden. Zusätzlichen Dünger braucht sie nicht; Wasser nur in sehr trockenen Sommern.

Schneiden

Schneiden Sie ruhig viele Blumen für die Vase oder auch als Trocken Vorrat für den Winter.

Vermehren

Die übliche Art der Vermehrung ist die durch Samen. Die Anzucht muss im Haus stattfinden. Ab Mitte Mai wird dann ausgepflanzt.

Umgebung

Die Muschelblume ist eine ungewöhnliche Pflanze und bis heute ein seltener Anblick, auch als Dekoration in der Wohnung. Frisch sieht sie hübsch mit bunten Blumen, mit zartem Schleierkraut oder auch als Solo-Strauß aus. Wird so ein Muschelblumenstrauß getrocknet, ist er viele Monate lang ein wunderschöner Anblick auf dem Tisch oder in einem Regal.

 

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