Rosenschnitt, Auslichten und den Rückschnitt

Die wichtigste Zeit für den Rosenschnitt ist das Frühjahr, jetzt erledigt man größere Schnittarbeiten wie das Auslichten und den Rückschnitt

Rosen reagieren auf einen Rosenschnitt besonders stark. Richtig geschnitten, entwickeln sie sich prächtig und blühen reich. Die gängigen Rosen Sorten blühen meist öfter während eines Sommers.

Rosenschnitt, Auslichten und den Rückschnitt

Rosenschnitt, Auslichten und den Rückschnitt

Sie brauchen einen regelmäßigen Schnitt, um mehr Blüten zu bilden. Einmal blühende Sorten schneidet man nur ab und zu, da sie an den im Vorjahr gebildeten Trieben blühen. Werden sie zu groß, lichtet man nach der Blüte nur etwas aus.

 

Der richtige Zeitpunkt

Die wichtigste Zeit für den Rosenschnitt ist das Frühjahr: Jetzt erledigt man größere Schnitt arbeiten wie das Auslichten und den Rückschnitt. Im Sommer schneidet man nur Wildtriebe, eingetrocknete Triebstücke und verblühte Blüten aus. Beginnen Sie mit den Pflegeschnitten, sobald Sie sehen, dass die Knospen an den Trieben dicker werden und auszutreiben beginnen.

 

Die richtige Technik

Schneiden Sie immer leicht schräg etwa 5 bis 10 mm über einer nach außen zeigenden Knospe oder einem schlafenden Auge, damit der neue Trieb nach außen wächst. Die Blattknospen bzw. Augen sind bei Rosen an ihrer roten Farbe sehr leicht zu erkennen.

 

Der richtige Schnitt

Die vielen verschiedenen Rosen Arten und Rosen Sorten werden nach ihrer Wuchsform in Gruppen eingeteilt.

Rosenschnitt

Beet Rosen

Im Frühjahr entfernt man abgestorbene Zweige und Ast Stummel ganz, die verbliebenen Triebe werden auf ca. 20 cm zurück geschnitten

Rosenschnitt

Strauchrosen

Am wichtigsten bei Strauchrosen: das Auslichten. Schneiden Sie alte, stark verholzte Triebe heraus. Jüngere Triebe kürzt man um ein Drittel

Rosenschnitt

Kletterrosen

Lange Triebe führt man mit ausreichend Abstand am Klettergerüst entlang. Quer wachsende und dünne Langtriebe werden regelmäßig entfernt

 

Auslichtungsschnitt

Der Auslichtungsschnitt ist bei allen Rosen nötig und bei allen in etwa gleich. Entfernen Sie zunächst alle abgestorbenen oder kranken Triebe an der nächstliegenden Verzweigungsstelle. Danach entfernen Sie alle Zweige, die über Kreuz wachsen.

 

 

Rückschnitt

Der Rückschnitt ist bei den einzelnen Rosen Gruppen dagegen verschieden

 

Beet Rosen

Beet Rosen gehören zu den häufigsten Gartenrosen. Sie wachsen buschig und werden 40 bis 100 cm hoch. Im Vergleich zu allen anderen Rosen Gruppen werden sie am stärksten zurück geschnitten, weil sie vor allem an den jungen Trieben reichlich blühen. Schneiden Sie nach dem Auslichten alle Triebe auf etwa 15 – 20 cm über dem Boden zurück. Während der Blütezeit ist es wichtig, dass Sie welke Blüten regelmäßig herausschneiden.

 

Strauchrosen

Strauchrosen werden zwei bis drei Meter hoch. Regelmäßig geschnitten werden nur die öfter blühenden Sorten, da sie an den neuen, diesjährigen Trieben blühen. Kürzen Sie nach dem Auslichten die Triebe um ca. ein Drittel ihrer Länge ein. Lassen Sie die Triebe in der Mitte des Strauchs etwas länger, damit die schöne, leicht runde Form der Strauchrose erhalten bleibt.

 

Kletterrosen

Bei den Kletterrosen unterscheidet man zwei Gruppen, Rambler und Climber.

 

Rambler

Rambler haben kleine Blüten und lange, biegsame Triebe. Sie blühen meistens nur einmal an den vorjährigen Trieben und brauchen fast keinen Schnitt. Man schneidet lediglich quer wachsende, zu lang gewordene oder zu alte Triebe nach der Blüte ab.

 

Climber

Climber haben steife, starke Triebe mit großen Blüten. Einmal blühende Climber blühen an den vorjährigen Trieben. Sie werden nicht im Frühjahr, sondern erst nach der Blüte zurück geschnitten, indem man die Seitenzweige um die Hälfte kürzt. Hier bilden sich neue Triebe, die im nächsten Jahr blühen. Öfter blühende Climber blühen an den neuen Trieben. Sie werden deshalb im Frühjahr geschnitten, indem man die Seitentriebe auf zwei bis vier Augen zurückschneidet

Rosenschnitt

Über dem nächsten fünfzähligen Blatt

Welke Blüten schneidet man über dem nächsten fünfzähligen Blatt ab

 

Rosenschnitt auf einen Blick

  • Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere, damit die Triebe nicht gequetscht werden.
  • Schneiden Sie knapp über einer Knospe oder einem schlafenden Auge.
  • Entfernen Sie verholzte, tote und quer wachsende Triebe.
  • Erhalten Sie beim Schnitt die Wuchsform der Rose (Strauch, Busch).
  • Binden Sie bei Kletterrosen die langen Triebe am Klettergerüst an.
  • Einmal blühende Rosen brauchen keinen regelmäßigen Schnitt.

 

Quelle: Verlag Gräfe und Unzer

Illustrationen: Brandstetter u. Janicek

Verfasser/Redakteur: Anja Flehmig

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