Pachyveria ist eine Kreuzung aus zwei Dickblattgewächsen

Pachyveria wachsen rosettenförmig, mit dicken spachtelförmigen Blättern, diese sind graubläulich und mit einer wachsartigen Schicht überzogen

Die Pachyveria (x Pachyueria) ist eine Pflanze, die es in der Natur nicht gibt. Entstanden ist sie in den Labors der Züchter, als Kreuzung aus den beiden Dickblattgewächsen Pachyphytum und Echeveria.

Pachyveria ist eine Kreuzung aus zwei Dickblattgewächsen

Pachyveria ist eine Kreuzung aus zwei Dickblattgewächsen

Wenn man sich die Pachyveria anschaut und gleichzeitig ein Foto der Eltern, von Pachyphytum und Echeveria, danebenlegt, dann lässt sich die Verwandtschaft nicht verleugnen. Aber schließlich stehen sich auch die Eltern nahe und stammen aus der gleichen Familie, der Gattung der Dickblattgewächse. Solche Kreuzungen bekommen übrigens in der Botanik immer ein x vor den Namen gesetzt. So erkennt man sofort, dass es sich um keine natürliche Art handelt. Korrekt muss der Name also „x Pachyveria“ lauten.

 

Wichtig: das Wasser

Die Blätter der Pachyveria sind dick und fleischig (auch der Name deutet darauf hin: pachy = dick). Und sie sehen aus wie mit einer feinen Tau- oder Wachsschicht überzogen. Diese Schicht ist ein Schutz für die Pflanze und darf nie abgerieben werden. Auch beim Gießen sollten Sie aufpassen, dass kein Wasser darauf gelangt. Richtiges Gießen ist überhaupt wichtig. Wie alle Sukkulenten braucht auch diese nicht übermäßig viel Wasser. Gießen Sie deshalb immer in kleinen Portionen. Und prüfen Sie immer erst mit dem Finger, ob die Erde schon angetrocknet ist. Im Winter kaum gießen.

Pachyveria

Pachyveria

Fast übereinander gestapelt wachsen die kleinen Pflanzen in dieser Schüssel

 

Im Sommer nach draußen

Wenn es richtig warm wird, ab Mitte Juni, können Sie die Pflanzen auch gut zur Erholung nach draußen stellen. Aber suchen Sie einen regen – und windgeschützten Platz aus. In den dunklen Wintermonaten sollen die Pflanzen zwar hell, aber kühl und trocken stehen. So dass eigentlich nur Frühjahr und Herbst für einen Aufenthalt im Wohnzimmer übrig bleiben.

 

Mehrere Sorten

Aus der Kreuzung sind mehrere Sorten entstanden. x P. scheideckeri hat einen kurzen Stamm mit dichter Blattrosette. Sie bekommt orangefarbene Blüten. x P. ‚Clavifolia‘ besitzt knotige, runde, blaugrüne Blätter und rote Blüten mit Silberbelag. x P. ‚Glauca‘ wächst ohne Stängel.

Pachyveria

Blattsteckling

Ein Blattsteckling, an dem sich schon ein neuer Trieb gebildet hat

 

Leicht zu vermehren

Wer erst eine Pachyveria hat, kann sich problemlos eine ganze Zucht anlegen. Die Sukkulenten sind sehr einfach zu vermehren. Am schnellsten geht es, wenn Sie ganze Rosetten abknipsen. Denn dann haben Sie ja schon fast komplette Pflanzen. Aber auch Blattstecklinge machen keine Probleme. Ganz wichtig bei beiden: Die Schnittflächen müssen vor dem Stecken einige Tage lang trocknen. Dadurch vermeiden Sie, dass sie in der feuchten Erde anfangen zu faulen. An einem warmen Ort ohne sengende Sonne bekommen die Ableger schnell Wurzeln.

 

Die Pflege danach

Die jungen Pflanzen brauchen auch nach der Wurzelbildung zunächst einen eher halb schattigen Platz. Nach einigen Wochen dürfen sie in die Sonne. Im ersten Winter werden sie schon wie die Eltern-Pflanzen behandelt. Sie sollten dann sehr kühl stehen und bekommen dann wenige Tropfen Wasser, wenn die Blättchen anfangen zu schrumpfen.

 

Ratschläge Gesundheit

Die meisten Schädlinge mögen keine Sukkulenten – eine wahre Freude für den Besitzer solcher Pflanzen. Allerdings sind sie, wie andere Pflanzen auch, empfindlich, was falsche Pflege angeht.

 

 

Zuviel Gießen

Wird Zuviel gegossen, beginnt das Wurzelnetz zu faulen und im Endstadium kippt die Pflanze um. Dann kann man nur noch gesunde Triebe und Blätter als Stecklinge verwenden. Die restliche Pflanze müssen Sie wegwerfen.

Blattläuse und Thripse

Blattläuse und Thripse sind, wenn sie auftreten, nur schwer zu bekämpfen, weil der Blatt Belag sowohl von Wasser als auch von Sprüh mitteln angegriffen wird. Versuchen Sie es mit Stäbchen, die in die Erde kommen.

Wollläuse und Schildläuse

Wollläuse und Schildläuse werden mit einem spitzen Messer abgekratzt.

 

Tipp Einkaufen

Pachyverien werden recht häufig angeboten, auch verschiedene Sorten. Achten Sie darauf, dass der Wachsbelag unbeschädigt ist und die Pflanze fest im Topf sitzt.

 

Lebensdauer:

Sie kann alt werden.

Saison:

Ganzjährig. Blütezeit sind Frühling und Sommer.

Schwierigkeitsgrad:

Recht einfach.

Pachyveria

x Pachyveria scheideckeri

Wie eine seltsam verformte Säule, ein kunstvolles Objekt sieht diese Art x Pachyveria scheideckeri aus

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Die Pflanzen wachsen rosettenförmig, mit sehr dicken, etwas spachtel förmigen Blättern. Diese sind grau bläulich und mit einer wachsartigen Schicht überzogen.

Blüte und Duft

Nicht immer, aber doch manchmal, zeigen sich im Frühling und Sommer orangerote Blüten, die jedoch nicht duften. Aber: Die Pflanze wird der Blätter wegen gehalten.

Licht und Temperatur

Die Pflanzen sollen so sonnig wie möglich stehen. Im Sommer kann das gern im Freien sein (windgeschützt), im Winter sollten sie sehr kühl stehen. Dann werden Wuchs und Blattfarbe schöner.

Gießen und Düngen

Viel Wasser braucht die Pflanze nicht. Die Erde sollte zwischendurch ruhig immer wieder antrocknen. Im Winter brauchen Sie nur dann zu gießen, wenn die fleischigen Blätter anfangen zu schrumpfen. Düngen ist nicht notwendig.

Erde und Umpflanzen

Umtopfen am besten im Frühjahr, entweder in Kakteenerde oder in EinheitserdePachyveria T. Die Erde muss durchlässig, aber auch Wasser haltend sein.

Schneiden

Ein Schnitt ist nicht notwendig. Sie sollten aber regelmäßig die Rosette von welken Blättern säubern.

Vermehren

Durch Stecklinge, die leicht Wurzeln schlagen.

Umgebung

Eine dekorative Pflanze, die auf jeder Fensterbank die Blicke auf sich zieht. Hübsch sieht sie in kleinen Bonsaischalen aus.

 

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