Graptopetalum, Crassulaceae, Dickblattgewächse

Graptopetalum kann mehrere Jahre alt werden, einfach zu halten, die Pflanze soll immer so hell wie möglich stehen, aber nie in der sengenden Sonne

Die Graptopetalum aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) erinnert mit den prächtigen weißen Blüten mit roten Streifen und Flecken an die Fetthenne (Sedum) und Echeveria. Die Graptopetalum ist eine Sukkulente: Blätter und Stengel sind so dick und fleischig, dass sie Wasser aufnehmen und speichern können. Der etwas mühsam auszusprechende Name kommt aus dem Griechischen: graptos bedeutet gemalt, petalon heißt Kronenblatt. „Gemaltes Kronenblatt“ beschreibt das Aussehen dieser wunderschönen Pflanze sehr einprägsam.

Graptopetalum, Crassulaceae, Dickblattgewächse

Kleine Bergpflanze

Die Graptopetalum wächst in der Natur an schattigen Stellen der steilen, feuchten und zerklüfteten Bergwelt in Mexiko und Arizona. Diese kleine Rosettenpflanze wirkt durch ihren herunter – oder überhängenden Wuchs sehr ausgefallen. Der Blütenstand ist eine Art Schirm.

Die Pflanze ähnelt den bei uns bekannteren Familienmitgliedern Sedum und Echeveria. Mit letzterer ist sie so nahe verwandt, dass die bei den bereits miteinander gekreuzt wurden. Das Ergebnis heißt Graptoveria – mit bläulichen Blättern der Echeveria und roten Blüten-Pünktchen der Graptopetalum.

Die Graptopetalum amethystinum hat amethystfarbige, sehr dicke Blätter in einer ebenfalls sehr dicken Rosette. Die Blüten zeigen rote Querbänder.

Die Graptopetalum paraguayense ist hingegen sehr verzweigt und buschig. Die Blätter sind elfenbeinfarbig, schimmern aber rosa. Sie sitzen wie Rosetten an der Spitze der Triebe. Die weißen Blüten haben vereinzelte Flecken.

 

Ratschläge Gesundheit

Wird diese Sukkulente an der Basis schwarz und faulig, ist zuviel Wasser daran schuld.

Schrumpfende Triebe hingegen bedeuten Wassermangel. Die Erde besser durchfeuchten. Weiße

Wollbüschel der Wolllaus mit einer Pinzette entfernen. Betroffene Stellen dann mit einem alkoholgetränkten Wattebausch betupfen.

Ändern die Pflanzen ihre Farbe, werden schlaff und welk, können Wurzelläuse der Grund sein. Umtopfen.

Graptopetalum

Graptopetalum

 

Licht, Wasser und die richtige Temperatur

Ebenso wie andere Sukkulenten stellt die Graptopetalum zwar keine ausgefallenen, aber einige spezielle Ansprüche an Licht, Wasser und Temperatur.

Sengende Sonne unbedingt vermeiden

Diese Pflanze muss immer möglichst hell stehen: geeignet sind ein Ostfenster oder Westfenster. Nie jedoch darf sie der sengenden Sonne ausgesetzt sein.

 

Kühl im Winter

Von November bis April wird die Graptopetalum in einen Raum mit einer Temperatur um 10°C gestellt In den anderen Monaten gedeiht sie gut bei den jeweils herrschenden Temperaturen. In den wärmsten Sommermonaten kann sie übrigens auch im Freien stehen. Dann aber an einem überdachten Platz.

 

Wasser im Sommer und Winter

In den Wintermonaten wird sparsam gegossen, im Sommer kann die Ration erhöht werden. Keinesfalls jedoch darf die Erde nass-durchtränkt sein. Außerdem verträgt die Pflanze kein Wasser in der Rosette, Es muss immer in den Untersatz gegossen werden. Zuviel Wasser wird nach einiger Zeit weggeschüttet.

 

 

Vermehrung

Die Graptopetalum wird durch Stecklinge vermehrt Das kann zwar das ganze Jahr über geschehen, besonders empfehlenswert ist aber das Frühjahr. Zupfen, schneiden Sie eine Rosette von der Pflanze ab, und entfernen Sie die untersten Blätter. Die Zupfstelle in Hormonpuder tauchen, das beschleunigt die Wurzelbildung. Diesen Steckling in einen drainierten Topf mit einer ausgewogenen Mischung aus Torf und Kies stecken.

 

Tipp Einkaufen

Die fleischigen Blätter müssen saftig sein. Die Pflanze sollte erst mit Beginn der Blüte gekauft werden.

 

Lebensdauer:

Graptopetalum kann mehrere Jahre alt werden.

Saison:

Die Blütezeit fällt in die Monate Juli und August.

Schwierigkeitsgrad:

Grundsätzlich sehr einfach zu halten.

Graptopetalum

Sehr attraktiv: der buschige Wuchs mit den Rosetten am Ende der Triebe.

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Die Graptopetalum hat dicht sitzende Rosetten entweder direkt über der Erde oder an der Spitze der Triebe. Eine eher flach wachsende Pflanze.

Blüte und Duft

Im Juli/August blüht dieses Dickblattgewächs mit großen weißen Blüten und roten Rändern, Streifen, Flecken. Die Blüten sitzen schirmartig an grünen Stielen, die sich aus der Mitte der Rosette heraus entwickeln.

Licht und Temperatur

Die Pflanze soll immer so hell wie möglich stehen, aber nie in der sengenden Sonne. Im Winter kommt sie mit Temperaturen um 10 °C aus.

Gießen und Düngen

Eher sparsam als großzügig gießen; grundsätzlich in den Untersatz. Nicht aufgenommenes Wasser wegschütten. Zweimal im Frühling dem Gießwasser speziellen Kakteendünger beigeben.

Erde und Umpflanzen

Humusreiche Erde oder eine Mischung aus Kies und Torf sind ideal. Eine Drainage ist wichtig. Umgepflanzt wird nur dann, wenn die Wurzeln den Topf ganz ausfüllen.

Schneiden

Graptopetalum wird nicht geschnitten.

Vermehren

Besonders einfach ist es, wenn Sie eine ausgezupfte, abgeschnittene Rosette zur Vermehrung verwenden. Auch Blattstecklinge eignen sich. Das jedoch dauert lange.

Umgebung

Die Graptopetalum ist (ähnlich wie die Sedum und auch die Echeveria) eine Topfpflanze, die gleichermaßen gut allein oder in Gesellschaft gehalten werden kann: etwa in einem Wintergarten. In Anlehnung an Form und Wuchs macht sie sich aber auch sehr gut in einem Steingarten.

 

Weitere Sukkulenten

1 Sternschnuppe, kann mehrere Meter hoch werden

2 Speckbaum oder Pfennigbaum, erinnert an den Geldbaum

3 Talerbaum oder Geldbaum, eine weitverbreitete Sukkulente

4 Medusenhaupt ist eine sukkulenten Euphorbien-Art