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Baumkaktus, nur sehr geringe Ähnlichkeit mit Kakteen

Baumkaktus, nur sehr geringe Ähnlichkeit mit Kakteen

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Kakteen

Der gewöhnliche Baumkaktus bekommt dornige, kletternde Zweige, die bis zu 10 m lang werden können, fürs Zimmer wählt man deshalb besser niedrige Sorten

Die Gattung Baumkaktus ist ohne Zweifel eine Kakteengattung, auch wenn ihre rund 20 Arten nicht sehr viel mit einem „normalen“ Kaktus gemein haben.

 

Baumkaktus, nur sehr geringe Ähnlichkeit mit Kakteen



Sondern mehr mit laubwerfenden Bäumen oder Kletterpflanzen. Baumkakteen sind beheimatet in den Tropen oder Subtropen Amerikas. Die häufigste Art ist Pereskia aculeata mit bis zu 10 m Höhe und langen, dornigen, kletternden Zweigen. In ihrer Heimat wird diese Art auch als Obstbaum gehalten, ihre Früchte sind nämlich essbar.

 

Herbstzeit = Blütezeit

Bei uns gilt die Sorte ‚Godseffiana‘ als Zimmerpflanze. Sie findet auch Verwendung als Pfropfstamm für Weihnachts – oder Novemberkakteen. Die Blätter werden 8 bis 10 cm lang, sie sind oval, an der Oberseite gelblich, an der Unterseite rötlich. Die Blätter fallen im Herbst ab. Bedingt durch einen notwendigen alljährlichen Schnitt werden die mit kleinen gelben und spitzen Dornen versehenen Zweige selten länger als einen Meter. Der Baumkaktus blüht im September/ Oktober. Die Blüten duften häufig unangenehm.

 

Baumkaktus

Die Früchte

Die Früchte des Baumkaktus gelten in vielen Ländern als essbares Obst.

 

 

 

 

 

 

 

Eine Übergangsform

Baumkakteen gelten als Übergangsform zwischen Kakteen und Blattpflanze. Die Dornen der ‚Godseffiana stehen gerade ab.

 

Baumkaktus

Pereskia-Arten

Nicht alle Pereskia-Arten werden so groß, dass sie deshalb für das Zimmer ungeeignet sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Arten und Sorten

 

Pereskia aculeata

Pereskia aculeata bedeutet der dornige Baumkaktus. Diese wohl üblichste Art hat lange, kletternde, dornige Zweige mit 8 bis 10 cm langen ovalen Blättern, oben gelblich, unten rötlich. Nach der Blüte im Herbst gibt es gelbe Früchte, die durchaus eßbar sind. Man nimmt diese Art gern als Pfropfstamm für andere. besonders auffällig hängende Kaktussorten.

 

Godseffiana

`Godseffrana` hingegen ist eine niedrigere Sorte und deshalb besser als Zimmerpflanze geeignet.

 

Pereskia bleo

Pereskia bleo hat kräftigere Zweige und größere Blätter, als die zuvor genannten Arten. Die Blüten sind rosa. Heimatland ist Kolumbien.

 

Pereskia grandifolia

Pereskia grandifolia ist eine relativ niedrige Pflanze. Die Zweige haben viele schwarze Dornen. Die rosafarbenen Blüten erscheinen im August/September.

 

Baumkaktus

Weißgelb oder rosafarben

Baumkakteen blühen weißgelb oder rosafarben im September/Oktober

 

 

 

 

 

 

 


Vermehrung

Fast immer werden Baumkakteen durch Samen vermehrt. Der wird im Frühjahr importiert. Bei einer Idealtemperatur von 22°C wird er in feuchte Erde gesät. Aber auch eine Stecklings Vermehrung während des Sommers ist durchführbar. Die Stecklinge sollten 8 bis 10 cm lang sein, sie kommen in eine mäßig feuchte Mischung aus Sand und Torf, Nehmen Sie eines der handelsüblichen Mini-Treibhäuser, oder bedecken Sie einen normalen Blumentopf mit einer kleinen Plastiktüte (Luftlöcher nicht vergessen!). Während der Wurzelbildung müssen Luftfeuchtigkeit und Temperatur so hoch wie möglich sein. Vorsicht, wenn sich an den Innenseiten des Plastikzeltes Kondenswasser tropfen bilden, kann der zukünftige Baumkaktus schnell von Pilzen befallen werden.

 

Ratschläge Gesundheit

 

Der Kaktus verliert seine Blütenknospen

Der Kaktus verliert seine Blütenknospen: Stickstoffhaltiger Dünger oder meist Zugluft sind die Ursache. Auch zu kaltes Duschwasser schadet den Knospen.

 

Wollläuse

Wollläuse sind an ihren weißen. watteähnlichen Büscheln an den Blattunterseiten zu identifizieren. Tupfen Sie die betroffenen Stellen mit einem alkoholgetränken Wattebausch ab.

 

Wurzelläuse

Wurzelläuse lassen sich wahrscheinlich nur mit einem chemischen Mittel bekämpfen.Fallen die Blätter Fallen die Blätter im Sommer ab, steht der Kaktus zu trocken oder zu kalt.

 

Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Der gewöhnliche Baumkaktus bekommt „in der Natur“ dornige, kletternde Zweige, die bis zu 10 m lang werden können. Fürs Zimmer wählt man deshalb besser niedrige, buschige Sorten.

 

Blüte und Duft

Dieser Kaktus blüht im Herbst häufig mit sehr vielen, großen und rosenähnlichen Blüten. Sie können je nach Art weißgelb oder rosa sein. Der Duft ist manchmal stark und unangenehm.

 

Licht und Temperatur

Viel Helligkeit ist für einen Baumkaktus lebensnotwendig – keineswegs jedoch knallende, direkte Sonne. Die Temperatur kann ruhig tropisch sein. im Winter sollte sie nicht unter 15°C liegen.

 

Gießen und Düngen

Im Frühjahr und Sommer wird reichlich gegossen, ab und zu dem Gießwasser Kakteen-Dünger beigeben. Duschen Sie die Pflanze öfter mal, aber nur mit lauwarmem Wasser. Im Winter dann sparsamer gießen und gar nicht düngen.

 

Erde und Umpflanzen

Pflanzen Sie alle 2 bis 3 Jahre im Frühjahr um, bevor der eigentliche Wuchs eingesetzt hat. Verwenden Sie dabei poröse und humushaltige Erde oder spezielle Kakteenerde.

 

Schneiden

Nach Abschluss der Blüte, im Herbst und wenn die Pflanze die meisten Blätter verloren hat, kann man zurückschneiden.

 

Vermehren

Durch Samen und Stecklinge:

 

Umgebung

Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit gut geeignet für Wintergärten.

 

Baumkaktus

In freier Natur

In der Natur kann dieser Kaktus meterlange Zweige bekommen, die im Herbst Blüten tragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Einkaufstipps

Kaufen Sie möglichst kleine Kakteen, die durch Samen vermehrt sein sollten.

 

Lebensdauer:

Kann viele Jahre alt werden.

 

Saison:

Blütezeit ist der Herbst.

 

Schwierigkeitsgrad:

Braucht Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit.