Zimmerpflanzen als Bäumchen erziehen und pflegen

Zimmerpflanzen als Bäumchen, viele Zimmerpflanzen, die von Natur aus buschig und verzweigt wachsen, kann man mit etwas Mühe zum Bäumchen erziehen

Zimmerpflanzen als Bäumchen, so mancher träumt von einem Wald im Zimmer. Von riesigen Pflanzen, die ein Möbelstück ersetzen oder einer kahlen Ecke einen grünen Pfiff geben. Das muss kein Traum bleiben.

Zimmerpflanzen als Bäumchen erziehen

Zimmerpflanzen als Bäumchen erziehen

Es muss ja nicht gleich ein ganzer Urwald sein, wenn man von einem Baum im Zimmer träumt. Auch eine einzelne Pflanze ist ein Anfang.

 

Ein teurer Spaß

Wer mit einer Riesenpflanze liebäugelt und sich auf den Weg in den nächsten Blumenladen macht, erlebt dort meist eine unangenehme Überraschung: Die Riesen haben stolze Preise. Mehrere hundert Euro für ein Gewächs sind keine Seltenheit. Für solche Fälle gibt es aber Auswege. Zunächst einmal können Sie Kleinanzeigen studieren. Dort treffen Sie dann andere Pflanzenbesitzer, denen ihre Pflanze über den Kopf gewachsen ist. Vielleicht findet sie in Ihrer Wohnung noch Platz. Und solche Privatkäufe sind meist günstiger als die im Laden.

Zweite Möglichkeit: Sie kaufen von vornherein solche Gewächse, die etwas preiswerter sind. Also nicht die teure Palme, sondern lieber die ebenfalls große, aber etwas billigere Zimmerlinde. Nicht den exotischen Flaschenbaum, sondern lieber den bekannten, in Massen produzierten und deshalb preisgünstigen Gummibaum. Der letzte Ausweg ist etwas für Geduldige: Selbst anziehen. Das dauert allerdings seine Zeit – wenn man nicht gerade eine schnellwachsende Banane nimmt.

Zimmerpflanzen als Bäumchen

Zimmerpflanzen als Bäumchen, Birkenfeige

Eine Birkenfeige (Ficus benjamina) von solchen Ausmaßen ist gar nicht selten. Meist allerdings wächst sie buschig, verzweigter. Seltener ist sie als Bäumchen zu sehen.

 

Wichtig: Der Platz

Damit der Riese auch ein Riese wird und bleibt, müssen Sie für optimale Standortverhältnisse und Pflege sorgen. Denn schließlich wäre es schade, wenn so ein Prachtexemplar plötzlich die Blätter fallen lässt, nur weil es im Zug gestanden hat. Oder wenn eine Pflanze gar stirbt, weil sie falsch – zu viel oder zu wenig – gegossen wurde. Gärtner haben übrigens die Erfahrung gemacht, dass junge Pflanzen Pflegefehler wesentlich übler nehmen als ältere. Wer also seinem grünen Daumen misstraut, sollte gleich groß einsteigen. Oft sollen solche Riesengewächse etwas weiter weg vom Fenster stehen, irgendwo in einer Ecke. In solchen Fällen müssen Sie häufig mit Pflanzenleuchten für zusätzliches Licht sorgen.

Zimmerpflanzen als Bäumchen

Zimmerpflanzen als Bäumchen, Glücksbaum

Wer einen Glücksbaum (Brachychiton) so groß bekommt wie diesen, kann sogar erleben, wie sich im Alter die Blattform der Pflanze völlig verändert.

 

Etwas neue Erde

Pflanzen von Baumgröße werden nicht mehr, wie die jungen Gewächse, in jedem Jahr umgetopft. Trotzdem sollten Sie ihnen in jedem Frühjahr etwas frische Erde geben. Das tut ihnen gut. Wechseln Sie vorsichtig etwa die obersten fünf Zentimeter der Erde aus. Denn darin sammeln sich die schädlichen Bestandteile des Gießwassers und die Reste des Düngers.

 

 

Zimmerpflanzen als Bäumchen, ein leichter Schnitt

Die meisten Pflanzen dieser Art, von Bananen und Palmen mal abgesehen, sollte man zu Beginn der Wachstumszeit im Frühjahr ein wenig zurückschneiden. Dann bilden sie zusätzliche neue Triebe aus und verzweigen sich besser. Besonders wichtig ist so ein Schnitt zum Beispiel beim Palisanderbaum. Der kann zwar ungeheuer schnell in die Höhe schießen, bleibt dabei aber – ohne Rückschnitt der Triebspitzen – spindeldürr. Und das ist nicht gerade ein besonders dekorativer Anblick.

Zimmerpflanzen als Bäumchen

Zimmerpflanzen als Bäumchen, Palmenhain

Wer von einem Palmenhain in seiner Wohnung träumt, braucht entweder sehr viel Geduld oder sehr viel Geld. Denn Palmen wachsen sehr langsam – wenigstens die meisten. Und deshalb sind sie auch relativ teuer, wenn man große Exemplare kauft.

 

Zimmerpflanzen als Bäumchen, diese Pflanzen sind schöne Bäume

Sehr gut geeignet für ein hochragendes Leben sind diese Pflanzen:

 

Zimmerpflanzen als Bäumchen, Ficus-Arten.

Ganz egal, ob es der ordinäre Gummibaum, die Birkenfeige, die Echte Feige oder ein anderer Verwandter ist – die meisten Mitglieder dieser Familie zählen zu den pflegeleichten Pflanzen, die auch an einem halbschattigen Platz gut gedeihen.

Eukalyptus.

Er schätzt einen Sonnenplatz und außerdem viel frische Luft. Im Winter müssen Sie ihn umquartieren an einen kühlen Standort.

Zimmerlinde.

Sie ist eine der bekanntesten Zimmerpflanzen. Ihre riesigen Blätter verdunsten viel Wasser – gießen Sie häufig. Wenn sie an die Decke stößt, kann man sie kappen.

Schönmalve.

Sie präsentiert sich nicht nur mit oft schöngefleckten Blättern, sondern, bei ein bisschen guter Pflege, fast das ganze Jahr über mit hübschen Blüten. Voraussetzung allerdings für die Blüte ist ein Winterplatz bei 12 bis 14°C.

Banane.

Ihr kann man beim Wachsen fast zuschauen. Allerdings ist sie problematisch im Winter, da es ihr dann häufig zu dunkel im Zimmer ist.

 

Zimmerpflanzen als Bäumchen, vom Busch zum Bäumchen

Viele Zimmerpflanzen, die von Natur aus buschig und verzweigt wachsen, kann man mit etwas Mühe zum Bäumchen erziehen. Im Prinzip funktioniert das genauso wie bei einem Margeritenbäumchen, einem Fuchsien Hochstämmchen oder anderen Balkonbäumchen, die man seit einiger Zeit häufig sieht. Zunächst einmal lassen Sie Ihre Pflanze wachsen. So hoch, wie Sie sich Ihren zukünftigen Baum vorstellen. Natürlich kann das Jahre dauern.

Wir sagten es bereits: Eine Sache für Leute mit Geduld. Was Sie aber machen müssen: Immer wieder die untersten Seitentriebe abbrechen. Sind Sie irgendwann der Meinung, jetzt reicht es, müssen Sie zur Schere greifen und den Haupttrieb in der Mitte kappen. Dann wächst das Bäumchen nicht mehr weiter in die Höhe, sondern treibt im oberen Bereich mehr Seitenzweige aus.

Es bildet sich eine Art Krone. Ob Sie diese nun auch noch, so wie man es bei Margeritenbäumchen macht, in Form schneiden, sollte man von Fall zu Fall entscheiden. Sie müssen aber auch in Zukunft auf unerwünschte Seitentriebe weiter unten am Stamm achten. Knipsen Sie solche sofort ab, damit Ihr Baum nicht wieder außer Form gerät. Noch eines ist wichtig: Die meisten Hochstämmchen brauchen, zumindest in den ersten Jahren, eine kräftige Stütze.

 

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