Japanmispel, gehört von Natur aus zu den Obstgehölzen

Die Japanmispel wächst relativ rasch, vor allem, wenn man mit einem Kern beginnt, im Laufe der Jahre kann sie mehrere Meter hoch werden

Die Japanmispel (Eriobotrya japonica) gehört von Natur aus zu den Obstgehölzen. Bei uns wird sie hauptsächlich als grüne, schnell wachsende Kübelpflanze betrachtet.

Japanmispel, gehört von Natur aus zu den Obstgehölzen

Japanmispel, gehört von Natur aus zu den Obstgehölzen

Ernten kann man sie in unseren Breiten kaum.

Die eigentliche Heimat der Japanmispel ist das mittelöstliche China. Da sie aber vor allem in Japan in großem Umfang als Obstgehölz angebaut wird, bekam sie den deutschen Namen Japanmispel. In allen englischsprachigen Ländern dagegen wird sie als Loquat bezeichnet, nach ihren Früchten. Im Mittelmeergebiet findet man den Strauch überall in den Gärten. Und die saftigen Früchte sind als Obst sehr beliebt.

Als Kübelpflanze wird sie in unseren Breitengraden hauptsächlich wegen der schönen Belaubung wegen gehalten. Der lateinische Name Eriobotrya weist auf die weißfilzigen Zweige hin, die traubenständige Blüten tragen. Eine junge Pflanze bildet zuerst einen etwa meter hohen Stamm, darüber entwickelt sich dann die reich verzweigte Krone, die dicht mit langen, von oben lederartigen, von unten filzartigen Blättern besetzt ist.

 

Blüte und Frucht

Dort, wo Zitrusgewächse blühen und Früchte tragen, dort wird man denselben Erfolg auch bei der Japanmispel haben. Das heißt, dass bei uns normalerweise ein temperiertes Gewächshaus notwendig ist. Die Blüten sitzen zwischen den Blättern und kommen aus einem rostfarbenen, Blütenstand. Sie duften kräftig und gut. Die Früchte werden roh oder gekocht gegessen.

 

Drinnen und draußen

Die Japanmispel ist eine ideale Kübelpflanze. Allerdings sollte man sie erst dann hinaussetzen, wenn keine Gefahr für Nachtfröste mehr droht, also Mitte Mai. Mitte September kommt sie zum Überwintern wieder ins Haus.

 

Tipp

In den Mittelmeerländern finden Sie die Loquat-Früchte unter dem Namen Nespole oder Misparus auf fast jedem Wochenmarkt. Die Kerne keimen im warmen Zimmer schnell und problemlos.

Japanmispel

Japanmispelsträucher

Auf Reisen in den Süden kann man riesige Japanmispelsträucher sehen

 

Die richtige Pflege

Junge Pflanzen

Kleine, selbst gezogene Pflanzen setzen Sie am besten in einen ganz normalen Blumentopf mit Untersatz. Topfen Sie jedes Jahr in einen etwas größeren Topf um. Benutzen Sie eine Erde mit hohem Lehm Anteil.

Ältere Pflanzen

Mit den Jahren brauchen die Wurzeln mehr Platz. Dann wird es langsam notwendig, den Tontopf gegen einen soliden Holzkübel oder eine größere Keramik Wanne auszutauschen. Die Erdmischung bleibt allerdings auch dann die gleiche wie bei jungen Pflanzen.

Sommersaison

Zwischen Mitte Mai und Mitte September kann die Pflanze gut draußen stehen. Da es dort aber oft wärmer als drinnen ist, braucht die Pflanze auch mehr Wasser. Der große Strauch braucht viel Nahrung. Düngen Sie in dieser Zeit jede Woche.

Wintersaison

Frost verträgt die Japanmispel nicht. Deshalb kommt sie im September, wenn die Nächte kühl werden, wieder ins Haus. Stellen Sie sie hell, aber kühl: zwischen 5-10°C. In dieser Zeit wird weniger gegossen, die Erde darf darin jedoch nie austrocknen.

 

 

Vermehrung

Die einfachste Art ist die durch Samen. Stecken Sie die Kerne in ein Erde-Sand-Gemisch. Die Stecklinge bilden nur schlecht Wurzeln. Die beste Zeit: Juli/August.

 

Ratschläge Gesundheit

Die Japanmispel gehört zu den Pflanzen, die nur selten von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Pflanzen, die draußen stehen, leiden manchmal unter der Sonne. Vielleicht bekommen sie Zuwenig Wasser.

Blätter, die am Rand vertrocknen oder sogar abfallen, sind ein Zeichen für schlechte Wasserversorgung. Lockern Sie die Erde etwas auf. Auch Zeiten mit kalten Nächten schaden.

 

Tipp Einkaufen

Eine eingetopfte Japanmispel im Blumenladen zu finden ist ein Zufall. Am besten bringen Sie sich beim nächsten Urlaub aus dem Süden einige Kerne mit.

 

Lebensdauer:

Die Pflanze wird sehr alt.

Saison:

Als Grünpflanze ist sie das ganze Jahr über hübsch anzusehen, im Sommer draußen, im Winter drinnen.

Schwierigkeitsgrad:

Die Pflanze ist sehr leicht zu pflegen.

Japanmispel

Die Frucht der Japanmispel

Die Frucht der Japanmispel, die Loquat kann man auch bei uns in guten Obstgeschäften finden. Sie hat einen leicht säuerlichen, pflaumenähnlichen Geschmack

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Die Japanmispel wächst relativ rasch, vor allem, wenn man mit einem Kern beginnt. Im Laufe der Jahre kann sie mehrere Meter hoch werden ein Problem für die Überwinterung.

Blüte und Duft

Die duftenden weißen Blüten sind zwischen den Blättern versteckt und fallen nicht weiter auf. Die Früchte sind in reifem Zustand gelb bis orange und enthalten mehrere Samen.

Licht und Temperatur

Geben Sie der Pflanze einen hellen, luftigen Platz, im Sommer ruhig auf der Terrasse, im Winter in einem kühlen Raum, möglichst unter 10°C.

Gießen und Düngen

Im Sommer müssen Sie reichlich gießen und von März bis August einmal wöchentlich düngen. Im Winter braucht die Pflanze weniger Wasser.

Erde und Umpflanzen

Setzen Sie die Japanmispel in kleine Kübel mit lehmig-humoser Erde. Junge Pflanzen werden jährlich, ältere seltener umgepflanzt.

Schneiden

Sie sollten die Pflanze ungestört wachsen lassen; sie verzweigt sich von selbst.

Vermehren

Einfach durch Aussaat.

Umgebung

Die Japanmispel ist eine sehr dekorative Kübelpflanze. Sie sieht im Wintergarten genauso gut aus wie im Wohnzimmer oder draußen auf der Terrasse oder dem Balkon.

 

Weitere Kübelpflanzen

1 Erdbeerbaum, eine schön anzusehende Kübelpflanze

2 Goldorange, eine einfache Pflanze, ideal ist Halbschatten

3 Zwerggranatäpfel können bei richtiger Pflege sehr alt werden

4 Die Inkalilie ist eine üppige Pflanze mit vielen Blüten