Mutterkraut, gehört zu den einjährigen Sommerchrysanthemen

Das Mutterkraut gehört zu den einjährigen Sommerchrysanthemen, ein heller bis halbschattiger Platz, dazu die üblichen Sommertemperaturen

Das einjährige Mutterkraut (Chrysanthemum coronarium) war früher eine ganz normale Zierpflanze in unseren Gärten.

Mutterkraut, gehört zu den einjährigen Sommerchrysanthemen

Mutterkraut, gehört zu den einjährigen Sommerchrysanthemen

Heute wird es in großem Stil gezüchtet, Um die Samen zur Gewürz Anzucht nach Japan zu exportieren.

Das Mutterkraut, Chrysanthemum coronarium, war in den Gärten unserer Großeltern eine häufige und gern gesehene Sommerblume. Wenn man einmal Pflanzen gesetzt hatte, säten sich diese in jedem Jahr von selbst wieder aus, so dass man immer einen reichlichen Vorrat an schönen Schnittblumen für die Vase hatte.

 

Eine Pflanze für Japan

Dann verschwand die Pflanze plötzlich – um nach vielen Jahren genauso schnell wieder aufzutauchen. Aber nicht mehr als Gartenzierde, sondern als Exportartikel. Große Samenfirmen, vor allem in Dänemark, bepflanzen im Sommer ganze Felder mit Mutterkraut, um den Samen der Pflanzen zu gewinnen. Dieser wird nach der Ernte nach Japan exportiert.

Denn die Japaner haben bei ihren klimatischen Verhältnissen kein Glück mit eigenen Samen Produktionen. Andererseits herrscht bei ihnen ein großer Bedarf an Kräutern dieser Art. Speziell die frischen Triebe des Mutterkrautes verleihen dem japanischen Essen Würze, vor allem dem Seetang und diversen Fischgerichten.

 

Hübsche glatte Blätter

Das Mutterkraut hat schöne glatte Blätter, die federartig geteilt sind. Die untersten Blattabschnitte richten sich glatt nach vorn, die obersten liegen dicht am Stängel an. Die Blütenkörbchen sitzen an einem langen Stängel – manchmal sind es auch mehrere Blüten pro Stängel -, und sie haben einen Durchmesser von etwa 4 cm. Die Randblättchen sitzen in mehreren Reihen dicht übereinander und sind von einem hellen Gelb.

Mutterkraut

Mutterkraut

Wildwachsende Mutterkrautpflanzen auf Kreta

 

So zieht man das Mutterkraut

Das Mutterkraut ist nicht nur eine hübsche, sondern auch eine recht robuste Sommerchrysantheme. Sie ist mit jedem nicht zu feuchtem Gartenboden und mit einem hellen bis halbschattigen Platz vollauf zufrieden. Ausgesät werden die Pflanzen etwa im April, und zwar gleich an Ort und Stelle. Achten Sie möglichst schon beim Säen auf den richtigen Abstand.

Er sollte für höhere Typen von Pflanze zu Pflanze 25 bis 30 cm betragen. Die niedrigen Nana-Typen kommen mit 10-15 cm Abstand aus. Die Pflanzen eignen sich übrigens auch ausgezeichnet, um sie in großen Töpfen und Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse zu halten.

In trockenen Zeiten müssen Sie auch Pflanzen auf dem Gartenbeet gießen. Gedüngt dagegen werden nur Topfpflanzen. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Danach bilden die Pflanzen Samen aus, den man für die Anzucht im nächsten Jahr ernten kann.

Nimmt man die Samen nicht ab, werden sie von den Mutterpflanzen überall verstreut. Im nächsten Jahr hat man vielleicht mehr Mutterkräuter als einem lieb ist. Man kann die Pflanzen aber sehr leicht jäten.

Mutterkraut

 

 

Im Essen …

Zur Verwendung in der Küche schneidet man die dünnen Blättchen der jungen Pflanzen, sie werden ungefähr so geschnitten, wie man auch Brunnenkresse erntet. Der Geschmack allerdings ist wirklich eine Geschmackssache, Er ist typisch Chrysanthemen artig, recht kräftig, wie parfümiert. Der Duft der Pflanzen allerdings ist erstaunlich gut. So kann zum Beispiel ein kleines Blatt in einem Getränk äußerst raffiniert wirken.

Die verwandte Hundskamille zum Beispiel wird in verschiedenen Ländern zur Herstellung von Likör benutzt. Vielleicht versuchen Sie es auch einmal.

 

Ratschläge Gesundheit

Hält man das Mutterkraut als Gewürzpflanze, darf man auf keinen Fall chemische Mittel verwenden. Meist ist das aber auch nicht notwendig, weil die zarten frischen Blättchen so schnell verbraucht werden, dass die Pflanzen gar keine Zeit haben, ernsthaft zu erkranken.

Rostbraune Flecken unter den Blättern, die nach oben hin durchbrechen, sind ein Zeichen für Rostpilze. Bekämpfen lassen sie sich kaum. Werfen Sie die ganze Pflanze weg, bevor andere angesteckt werden.

Ein weißer, pudriger Belag auf den Blättern und an den Trieb Spitzen ist Mehltau, ebenfalls eine Pilzerkrankung. Erkrankte Pflanzenteile auf jeden Fall abschneiden und vernichten. Wenn Sie die Pflanzen nicht in der Küche verwenden, sollten Sie ein Pilzbekämpfungsmittel anwenden, um den Rest der Pflanze zu schützen.

Grauschimmel überzieht vor allem abgestorbene Pflanzenteile mit graubraunem Schimmelrasen. Lichtmangel und Zuviel Wasser fördern den Befall.

Minierfliegen fressen Gänge in die Blätter. Kranke Blätter abnehmen und vernichten.

 

Tipp Einkaufen

Samen muss man bei speziellen Exportfirmen bestellen, die diese Pflanzen meist für die japanischen Verbraucher ziehen.

Lebensdauer:

Einjährige Sommerblume.

Saison:

Im Sommer.

Schwierigkeitsgrad:

Einfache Pflanze.

Mutterkraut

Nana-Typen

Die niedrigen Nana-Typen können sehr farbenfroh sein. Sie sind eine Zierde für jeden Garten. Oft haben sie auch gefüllte Blüten

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Das Mutterkraut gehört zu den einjährigen Sommerchrysanthemen. Früher fand man es häufig in unseren Gärten. Die hohen Sorten werden zwischen 90-120 cm hoch. Es gibt auch niedrige Nana-Typen, die nur 30-60 cm Höhe erreichen.

Blüte und Duft

Die Stammform hat hellgelbe Chrysanthemen Blüten mit gelblich grünem Grund und Randblättern in 1 bis 4 Reihen. Die Blüten sitzen einzeln oder zu mehreren an einem langen Blütenschaft. Die Nana-Typen sind farbenfroher als die Stammform und können auch gefüllte Blüten haben. Die ganze Pflanze duftet sehr aromatisch, fast wie parfümiert.

Licht und Temperatur

Ein heller bis halb schattiger Platz, dazu die üblichen Sommertemperaturen sind gerade richtig.

Gießen und Düngen

Gartenpflanzen muss man in Trockenzeiten gießen. Pflanzen in Töpfen brauchen mehr Wasser und auch gelegentlich Dünger.

Erde und Umpflanzen

Die übliche, nicht zu feuchte Gartenerde ist gerade richtig. Im Topf können Sie EinheitserdeMutterkraut nehmen. Sorgen Sie für eine gute Drainage.

Schneiden

Geschnitten werden nur Bütenstängel für die Vase oder einzelne Blätter fürs Essen.

Vermehren

Durch Samen, der in jedem Frühjahr neu ausgesät wird.

Umgebung

Das Mutterkraut sieht im Ziergarten genauso gut aus wie auf dem Gemüsebeet oder in großen Kübeln auf der Terrasse. Als Schnittblumen sollten Sie hohe Sorten pflanzen.

 

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