Orchideenzucht, Orchideen kann man gut im Keller ziehen

Wollen Sie sich an die Orchideenzucht wagen, sollten Sie die richtige Auswahl treffen, fangen Sie mit denen an, die man überall kaufen kann

Viele haben mit nur einer Orchidee die Orchideenzucht begonnen. Dann wurde ihr Interesse immer größer, und sie haben sich später ein richtiges Orchideenfenster gebaut, um kompliziertere Arten zu ziehen.

Orchideenzucht, muss nicht immer teuer sein

Orchideenzucht, muss nicht immer teuer sein

Manchmal muss man jahrelang auf die ersten Orchideenblüten warten. Die Freude ist dann um so größer, wenn einzelne Arten zwei bis drei Monate blühen. Glauben Sie aber nicht, dass nur die Blüte eine Orchidee interessant macht – sie ist auch sonst eine hübsche, grüne Topfpflanze.

Wollen Sie sich als Anfänger an die Orchideenzucht wagen, sollten Sie die richtige Auswahl treffen. Fangen Sie mit denen an, die man überall kaufen kann und die unter Bedingungen wachsen, die man mehr oder weniger auf jeder Fensterbank nachahmen kann.

 

Große Auswahl

In der Natur gibt es etwa 25.000 wildwachsende Orchideenarten. Die Züchter haben mit viel Liebe und Geduld noch einmal etwa 50.000 Hybriden entstehen lassen. Die meisten wildwachsenden Orchideen findet man in den tropischen Gebieten Asiens, Amerikas und Afrikas. Einige aber gibt es auch bei uns in Europa.

 

Viele Orchideen wachsen auf anderen Pflanzen

Die meisten Orchideen sind Epiphyten. Das heißt, sie wachsen auf anderen Pflanzen, meist auf Bäumen. Sie sind aber keine Schmarotzer. Kohlendioxyd nehmen sie aus der Luft auf; die nötige Nahrung erhalten sie durch Regenwasser und verfaulte Pflanzenteile.

Orchideenzucht

Orchideen

Bei sorgfältiger Pflege sind Krankheiten kein Problem.

 

Licht bei der Orchideenzucht

Orchideen bevorzugen einen Platz mit sehr viel Licht, jedoch nicht an einem Südfenster ohne jeden Schatten und ohne Möglichkeit der Belüftung. Ost – oder Westfenster sind im Normalfall am besten geeignet. Aber selbst hier kann es manchmal nötig sein, in der Mittagszeit für ein bisschen Schatten zu sorgen.

 

Ein Blick auf die Blätter

Pflanzen mit kräftigen, fleischigen, lederartigen Blättern wie die Cattleya vertragen wesentlich mehr Licht und Wärme als solche mit dünnen Blättern wie der Frauenschuh.

Orchideenzucht

Orchideen

Oncidium sphacelatum.

 

Orchideenzucht im Kellerraum

Orchideen kann man ausgezeichnet im Keller ziehen, wenn man für künstliche Beleuchtung, Wärme und gute Belüftung sorgt.

 

 

Luft und Temperatur bei der Orchideenzucht

Orchideen gedeihen, genau wie wir Menschen, am besten, wenn die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 70 Prozent liegt. In zentralbeheizten Zimmern muss man stets Wasser verdampfende Schalen in der Nähe der Pflanzen aufstellen und für gute Belüftung sorgen. Zugluft jedoch vertragen Orchideen nicht.

Orchideenzucht

Orchideenzucht

Phragmipedium klotzichianum.

 

Hinaus in den Garten

Die meisten Orchideen vertragen einen Sommeraufenthalt im Garten. Aber auch dort dürfen sie während der Mittagshitze nicht in der prallen Sonne stehen. Zieht man Orchideen auf der Fensterbank, ist eine Temperatur um 20°C die beste. Experimentiert man mit vielen schwierigen Arten, sollte man sich ein spezielles Orchideenhaus einrichten, wo Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Licht genau auf die Wachstums Verhältnisse abgestimmt werden können.

 

Gießen

Nehmen Sie immer entkalktes Wasser. Wenn Sie nur wenige Pflanzen besitzen können Sie das Wasser durch Kochen entkalken. Sie können zum Entkalken auch einen Teelöffel Salmiakspiritus in etwa 10 Liter Wasser geben. Dieses Wasser dürfen Sie aber erst nach 24 Stunden benutzen. Wasser zum Überduschen muss ebenfalls entkalkt sein.

 

Nehmen Sie warmes Wasser

Das Gießwasser muss immer Zimmertemperatur haben. Gießen Sie nie immer nur ein wenig. Am besten ist es, wenn Sie einmal in der Woche den ganzen Topf für eine Stunde in einen Eimer mit Wasser stellen.

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Cattleya mossaie

Düngen

Gedüngt wird nur in der Wachstumsperiode, nie in der Ruhezeit. Normaler Blumen-Flüssigdünger ist ausgezeichnet. Für Epiphyten Orchideen allerdings sollte man ihn nur in der halben Konzentration benutzen. Denn diese Orchideen haben auf den Bäumen keine Erdpartikel, die Dünge Stoffe binden.

 

Kompost für Baumorchideen

Die Mischung, in der Baumorchideen wachsen, nennt man auch Kompost. Das Material soll leicht sein und die Feuchtigkeit gut halten, so dass die Wurzeln der Pflanze immer Wasser und Nahrung aufnehmen können. Früher benutzte man die Wurzeln des Osmundafarns dazu, aber das ist heute einfach zu teuer. Ein guter Kompost kann zum Beispiel bestehen aus: 1 Teil Weiß Moos, 1 Teil Holzkohle, 3 Teile Fichtenborke.

Diese Zutaten werden gut vermischt und um die Wurzeln herum verteilt. Auf den Boden des Topfes legen Sie vorher Tonscherben oder Lecasteine als Drainage. Weiß Moos hat die gute Eigenschaft, dass es bis zu einem gewissen Grad den Kalk im Wasser neutralisiert. Fichtenborke, in kleine Stücke geschnitten, hält die Schnecken fern.

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Cymbidium pouwelsii

 

Erdmischungen für Erdorchideen

Erdorchideen werden im großen und ganzen wie die Epiphyten gezogen. Sie wachsen aber in einem anderen Substrat, zum Beispiel in einer Mischung aus: 1 Teil Torfmull, 1 Teil Kiessand, 1 Teil verfaulte Buchenblätter, dazu gewöhnliche Einheitserde. Letztere sollte vorm Mischen ein wenig vorgewärmt werden. Dadurch werden Krankheitskeime getötet.

 

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