Exotische Blumen bei Ihnen zu Hause, viele Züchtungen

Wer an exotische Blumen denkt, der hat insgeheim immer solche vor Augen, die zum Träumen einladen, zu Gedanken – Reisen in ferne Länder

Exotische Blumen – dieses Wort bedeutet bei uns nicht nur südländisch (obwohl beide Begriffe leicht miteinander verwechselt werden), sondern vor allem auch fremdländisch, vielleicht sogar ein bisschen ausgefallen.

Exotische Blumen im Zimmer

Exotische Blumen im Zimmer

Wer an exotische Blumen denkt, der hat insgeheim immer solche vor Augen, die zum Träumen einladen, zu Gedanken – Reisen in ferne Länder. Ein Beispiel dafür ist der Hibiskus. Obwohl Hibiskus-Arten in den verschiedensten Ländern zuhause sind, von den USA bis hin nach Asien, bekam er bei uns den Beinamen „Hawaiblume“.

Und dabei denkt man, ganz unabhängig von der wirklichen Herkunft, natürlich an Südsee Strände. Eine wahrhaft exotische Blüte… Und der Beweis dafür, dass die Herkunft der Blüte nicht unbedingt ausschlaggebend ist. So bedeutet denn auch das Wort „exotisch“ nicht mehr als „aus fernen Ländern“ – ohne sich im einzelnen festzulegen. Trotzdem denkt man bei „exotischen Blumen“ im allgemeinen an solche in glühenden, warmen und satten Farben, die sehr gut zu festlichen und dekorativen Blumenarrangements passen.

 

Bekannte Exotische Blumen

Es kann aber auch vorkommen, dass Pflanzen, die wir als „echte Europäer“ betrachten, in Wirklichkeit verkappte Exoten sind. Zum Beispiel die Lilien, die von vielen, wie die meisten Zwiebel – und Knollenpflanzen, als „Hollandblumen“ angesehen werden. Weil sie heute in unserem Nachbarland in großen Mengen angebaut werden.

Ursprünglich aber kommen Lilien, genau wie Tulpen und Hyazinthen, aus dem Land der Märchen, aus dem Orient, wo sie von türkischen und arabischen Herrschern in den Palast Gärten gehalten wurden. Die Dahlie dagegen, heute eine unserer beliebtesten Gartenblumen, wuchs früher einmal in Mittelamerika, in den Gärten der berühmten Azteken. Freesien und Gladiolen zum Beispiel stammen aus den tropischen Gebieten Südafrikas.

 

Lilie

Exotische Blumen

Auch eine schlichte Lilie kann exotisch sein – wenn man die Blüte etwa zusammen mit einem Blatt in eine Schale mit Wasser legt.

 

Exotische Blumen, viele Züchtungen

In den seltensten Fällen haben wir es heute noch mit den ursprünglichen Arten und Formen zu tun. Was bei uns heute in den Blumenläden verkauft wird, ist auch als Exot in den meisten Fällen „europäisiert“ – von den Züchtern mehr oder weniger bearbeitet. Und dabei auch mehr oder weniger umgewandelt. So dass die oft allzu empfindlichen Exoten mit unserem europäischen Klima ein bisschen besser zurechtkommen.

 

 

Pseudobombax ellipticum

Exotische Blumen

Es sieht aus wie eine hellrote Sternschnuppe, ist aber eine Blüte: die von Pseudobombax ellipticum.

 

Exotische Blumen, Mitbringsel von Entdeckungsreisen

Wenn man in einem Pflanzenbuch einmal die Herkunft unserer Zimmerpflanzen nachschlägt, stellt man fest, dass es so gut wie keine europäischen Pflanzen gibt. Exoten – mit mehr oder weniger exotischem Aussehen, sind sie fast alle. Mitgebracht in unsere Breiten wurden diese Blumen und Pflanzen vor allem von jenen Entdeckern, die im 14./15. Jahrhundert als erste ferne Länder erforschten. Zuerst waren es Nutzpflanzen, später auch Zierpflanzen.

 

Paradiesvogelblume

Exotische Blumen

Schönste aller Exotinnen, mit prachtvollen Farben und seltsamer Form, ist wohl die Paradiesvogelblume.

 

Nach Südeuropa

Alle diese unbekannten Gewächse aus Asien, Afrika und Amerika gelangten zunächst nach Italien und nach Spanien. Bis die Pflanzen sich dann über die Alpen langsam ins nördlichere Europa verbreiteten, dauerte es noch einige Jahre. Das erste nördliche Pflanzenhaus wurde 1599 an der Universität Leiden eingerichtet. Im Volk existierten diese Gewächse lange Zeit noch gar nicht.

Nur in den fürstlichen Orangerien waren sie zu Hause. Allmählich wurden die Gärtner immer reiselustiger und brachten immer mehr Pflanzen mit in heimatliche Gefilde. So dass im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Exoten zuerst als Schnittblumen, später auch als Topfpflanzen in unsere Wohnzimmer kamen.

 

Combretum fruticosum

Exotische Blumen

Auffallende, hängende Blüten besitzen auch Combretum fruticosum.

 

Immer noch empfindlich

Wer sich heute eine solche Topfpflanze ins Zimmer holt – sei es eine Paradiesvogelblume, eine Medinilla, ein Hibiskus, – der muss damit rechnen, dass es ein etwas empfindliches Gewächs ist, das viel Pflege und Zuwendung braucht. Und auch an die Umgebung einige Anforderungen stellt. Man sollte also schon einige Grün-Erfahrungen besitzen.

 

Exotische Blumen sind schön in der Vase

Als Schnittblumen sind die Exoten natürlich sehr viel einfacher zu halten. Hier gilt die Regel: lieber Zuwenig als Zuviel. Am schönsten sehen die auffallenden Blüten aus, wenn man nur ganz wenige in eine Vase stellt. Vielleicht sogar nur eine Blüte zusammen mit einem trockenen Zweig. Wobei auch die Vase so schlicht wie möglich sein sollte, um so nicht von der Schönheit der exotischen Blüte abzulenken.

 

Passiflora

Exotische Blumen

Die rote Passiflora racemosa ist noch schöner als die normale P. caerula.

 

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