Pimpinella, Pimpinelle, Kleiner Wiesenknopf

Pimpinella, auch kleiner Wiesenknopf, sollte stets einen Sonnenplatz erhalten, da die Würzkraft der Blätter dann höher ist als im Schatten

Die klein blättrige Pimpinella gehört zum festen Bestand eines jeden Gewürzkräuterbeetes oder sollte es wenigstens sein. Die kleinen gezähnten, würzig und dabei ein wenig nach Gurken schmeckenden Blättchen passen feingehackt zu vielerlei Salaten und können frisch verwendet wie auch eingefroren werden. Zu empfehlen ist die Zubereitung von Pimpinellen-Essig, wobei man frisch gepflückte Blätter oder auch ganze Pimpinellen zweige in Essig legt.

Pimpinella, Pimpinelle, Kleiner Wiesenknopf

Pimpinella, Pimpinelle, Kleiner Wiesenknopf

Ein besonders schmackhafter Essig entsteht, wenn eine Handvoll Blätter zusammen mit der gleichen Menge Estragon in eine Flasche guten Weinessigs gegeben werden.

Grundsätzlich sollte Pimpinella den Speisen nur frisch zugefügt werden. Beim Kochen und auch beim Trocknen verliert dieses Gewürzkraut, das in Europa und hier vor allem im Mittelmeergebiet zuhause ist, beträchtlich an Aroma. Besonders gut schmeckt Pimpinelle, wenn man sie dick auf Butterbrot legt oder mit Quark vermischt.

 

So hilft und heilt die Pimpinella

Auch in der Naturheilkunde ist die Pimpinelle nicht unbekannt. Als heilkräftige Pflanzenteile gilt getrocknetes Kraut, das während der Blütezeit (Juni – September) gesammelt wurde. Der Pflanze werden fäulnishemmende und entzündungsheilende Eigenschaften zugeschrieben. So soll bei Dünndarm – oder Zahnfleischentzündung, bei Leber – und Gallenbeschwerden ein Aufguss helfen:

20 g frische Kräuter mit 1 l Wasser über brühen und 5 Minuten ziehen lassen. Tagesdosis: 2 bis 3 Tassen.

Die Blätter der Pimpinelle vertragen sich geschmacklich mit allen anderen frischen Kräutern und können notfalls sogar die Petersilie ersetzen.

Pimpinella

Der Kleine Wiesenkopf (Pimpinella): Als Pflanze unscheinbar, aber als Gewürz große Klasse

 

Ratschläge Gesundheit

Wie die meisten Kräuter bleibt auch die Pimpinella von Schädlingsbefall verschont.

Nur Mehltau stellt sich gelegentlich ein, wobei sich die Frage stellt: Soll man überhaupt etwas gegen diese Schwächeparasiten unternehmen? Auf biologische Art ist der Einsatz von Schachtelhalmbrühe zu empfehlen, die allerdings schon beim ersten Auftreten der Flecken gespritzt werden muss.

Es genügt oft auch, die befallenen Pflanzen bis über den Erdboden abzuschneiden, in den Mülleimer zu werfen und auf „unbefleckte“ neue Triebe zu warten, Zu empfehlen sind vorbeugende Maßnahmen wie Knoblauch zwischen die gefährdeten Pflanzen setzen, das Jugendwachstum mit Algenextrakten oder Brennnesseljauche fördern, saure Böden mit Gesteins- oder Algenmehl verbessern und den Boden gut locker halten.

Pimpinella

Wenn Sie die Pimpinelle als Topfpflanze halten, müssen Sie regelmäßig, aber wenig gießen

 

Tipp

Der Wasserbedarf der Pimpinelle ist so gering, dass man nur in extremen Trockenperioden gießen muss. Übermäßige Feuchtigkeit schadet nur.

Pimpinella

 

 

Tipp Einkaufen

Von Garten-Centern und anderen Fachgeschäften werden Pimpinellen in kleinen Töpfchen angeboten. Sie wachsen schnell und gut an, wenn beim Einsetzen der Wurzelballen geschont wird.

 

Lebensdauer:

Mehrjährig.

Saison:

Gepflanzt oder gesät wird im Frühjahr oder Frühsommer.

Schwierigkeitsgrad:

Wächst nicht sehr stark, deshalb die Nähe wuchernder Pflanzen vermeiden. Mehltauanfällig.

Pimpinella

Ihre zarten Blüten erscheinen von Mai bis Juni

Pimpinella

Am Rand sind die Blätter der Pimpinelle leicht gezahnt

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Die 30-50 cm hohen Pflanzen entwickeln ihre aufrechten Stiele aus langen verzweigten Wurzeln. Die Blätter sind am Rande gezähnt.

Blüte und Duft

Von Mai bis Juni erscheinen runde Blütenköpfchen mit rötlichgrünen Einzelblüten.

Licht und Temperatur

Pimpinella sollte stets einen Sonnenplatz erhalten, da die Würzkraft der Blätter dann höher ist als an einem schattigen Ort. Wenn nicht anders möglich, darf dem Würzkraut auch ein halbschattiger Platz zugewiesen werden. Frosthärte und Hitzebeständigkeit sind die bemerkenswerten Eigenschaften des nicht nur für Feinschmecker unentbehrlichen Krautes.

Gießen und Düngen

Nur junge Pflanzen müssen mit Wasser versorgt werden. Bei ihrer angeborenen Vorliebe für trockene Wiesen und Wegesränder braucht man ältere Exemplare nicht mehr zu gießen. Düngergaben sind nicht erforderlich.

Schneiden

Die Blütenstände regelmäßig ausschneiden, da sie die Pflanzen nur schwächen würden. Auf einen regelmäßigen Schnitt folgt deshalb stets ein besonders reicher Austrieb.

Erde und Umpflanzen

Pimpinelle wächst in jeder Gartenerde. Trockene oder magere Böden werden bevorzugt. Wegen der langen Pfahlwurzeln lässt sich die Pimpinelle nicht gut verpflanzen. Wenn nötig sollte man den ganzen Wurzelballen vorsichtig herausheben.

Vermehren

Vermehrt wird durch Aussaat im März/April oder August/September durch Aussaat an Ort und Stelle auf einen sorgfältig vorbereiteten Platz. Abstand von Pflanze zu Pflanze: 20 cm.

Umgebung

Die nicht ausufernd wachsende Pimpinelle passt gut zu anderen Kräutern, die sie nicht überwuchern, wie Petersilie, Bergbohnenkraut oder Origano.

 

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