Origano gehört zu den mehrjährigen Pflanzen

Origano (Origanum vulgare) macht nicht viel Mühe, das einzelne Kraut wird zwischen 30 und 50 cm hoch, es wächst stark verzweigt, mit vielen Trieben

Origano gehört zu den klassischen Küchengewürzen, die man besonders in Italien schätzt. Zu Hause ist er rund ums Mittelmeer, doch findet man ihn inzwischen wildwachsend auch in Europa.

Origano gehört zu den mehrjährigen Pflanzen

Gehört zu den mehrjährigen Pflanzen

Er ist eng verwandt mit dem Majoran, wird auch oft als „Wilder Majoran“ bezeichnet. Zwei Dinge allerdings unterscheiden ihn: Er schmeckt etwas feiner und er ist weniger frostempfindlich. Ganz frosthart allerdings ist auch der Origano nicht: Wenn er draußen im Kräuter Garten wächst, dann sollten Sie ihn im Winter mit Zweigen abdecken.

 

Eine Pflanze reicht

Natürlich kann man Origano, wie die meisten Küchenkräuter, selbst aussäen. Da aber schon eine Pflanze für den Hausgebrauch meist völlig ausreicht, kaufen Sie diese besser im Mai als vorgezogene Jungpflanze auf dem Wochenmarkt. Das ist die bequemste Methode, an die Pflanze zu kommen.

 

Ein Duft wie Pizza

Wenn man die Pflanze anfasst und eines der kleinen Blätter zwischen den Fingern zerreibt, entströmt dem Grün ein kräftiger und aromatischer Duft. Ein geheimnisvoller Duft, volle Spannung – und doch bekannt und vertraut.

Es duftet nach italienischer Küche – nach Pizza. Übrigens kommt es beim Aroma darauf an, in welchem Klimabereich der Origano wächst. Je weiter im Süden er wächst, desto intensiver wird sein Aroma – geprägt durch Boden, Wärme und Sonne.

 

Uralte Geschichte

Origano hat in seiner Geschichte schon allerlei Verwendungsmöglichkeiten erfahren: als Liebeszauber und Talisman gegen böse Zauberer, als Schädlingsbekämpfer und Heilkraut und, auf Gräber gepflanzt, als Wegweiser in ein besseres Leben.

Origano

Küchengewürz

Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern sollte man Origano zur Haupt Blütezeit ernten.

 

Tipp

Nimmt man Origano im späten Herbst ins Haus, müssen Sie den Topf an einen hellen, luftigen Platz stellen, mit Temperaturen möglichst nicht über 15 °C.

 

Verwendung von Origano

Für das Küchengewürz kennt man heute noch verschiedene Einsatzbereiche: frisch oder getrocknet in der Küche, aber auch als Mittel der Modernen Naturheilkunde.

 

Als Küchenkraut

Zum Würzen in der Küche benutzt man die jungen Trieb Spitzen und einzelne Blättchen. Ernten kann man den ganzen Sommer über bis zum späten Herbst. Die höchste Würz Kraft hat Origano genau zur Haupt Blütezeit.

Wenn Sie die Pflanze als Wintervorrat trocknen wollen, dann müssen Sie die Triebe etwa 5 cm über der Erde abschneiden. Vorsicht, dass sie keine Wurzeln mit ausreißen. Bündeln Sie die Zweige und hängen Sie sie an einen schattigen, luftigen Platz zum Trocknen.

Sind sie nach einiger Zeit ganz dürr, werden die Blättchen abgestreift und in ein gut schließbares Glas gefüllt. Dort behält er noch lange sein Aroma.

Als typisch italienisches Gewürz ist Origano natürlich hervorragend für alle südländischen Gerichte geeignet. Dazu zählen Pizza und Lasagne, Nudel Soßen und Tomaten Gerichte. Er verbessert aber auch Salate und Suppen, Fisch- und Fleischspeisen, Ragouts und Hackfleischgerichte. Auch zu Käse Speisen und Schmalz passt Origano. Vor allem fette Speisen hilft er besser verdauen.

 

In der Medizin

In der Naturheilkunde wird Origano als Verdauungsmittel sowie als Appetitanreger verwendet.

Origano

Origano Pflanzen

Bereit zum Würzen: ein grünes Beet, dicht besetzt mit saftigen Origano Pflanzen. Sie lieben sehr viel Wärme.

 

Ratschläge Gesundheit

Wer einen Kräuter Garten besitzt, der weiß es zu schätzen, dass die meisten Kräuter nur wenig Probleme machen. Auch Origano ist relativ robust.

In einem kühlen, nassen Sommer allerdings kann es vorkommen, dass die Pflanzen plötzlich vor sich hin kümmern und auf den Trieben und Blättern ein weißlicher Puder Belag zu sehen ist. Es handelt sich dabei um Mehltau, eine Pilzerkrankung.

Schneiden Sie befallene Pflanzen tief herunter und lockern Sie die Erde. Chemische Spraymittel sollten Sie bei Küchenkräuter nicht benutzen.

 

 

Tipp Einkaufen

Origano kann man in Form von Samen kaufen und selbst aussäen. Einfacher ist es, im Mai auf dem Wochenmarkt einige vorgezogene Pflanzen zu erstehen.

 

Lebensdauer:

Das Kraut gehört zu den mehrjährigen Pflanzen.

Saison:

Für die Küche kann man vom späten Frühjahr bis zum Herbst ernten.

Schwierigkeitsgrad:

Origano macht nicht viel Mühe.

Andere Namen:

Dost, Wilder Majoran, Wohlgemut, S. Hopfen.

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Das einzelne Kraut wird zwischen 30 und 50 cm hoch. Es wächst stark verzweigt, mit vielen Trieben. Die Stiele sind vierkantig und rötlich gefärbt. Die ovalen fein behaarten Blättchen sind mit Öl Drüsen bedeckt.

Blüte und Duft

Die Blüten sind klein und rot violett oder weiß. Sie sitzen in Büscheln am Ende der Zweige, sie haben einen schwachen Duft. Blütezeit ist von Juli bis September. Die Blütezeit entspricht der Haupterntezeit.

Licht und Temperatur

Origano mag einen warmen, sonnigen Platz. Bleibt er im Winter im Freien, braucht er etwas Frostschutz.

Gießen und Düngen

Wächst Origano im Blumentopf oder im Balkonkasten, dann muss er natürlich regelmäßig gegossen werden. Im Garten ist das nur bei langen Trockenperioden notwendig. Bei Topf Kultur sollten Sie im Sommer monatlich düngen.

Erde und Umpflanzen

Große Ansprüche an den Boden stellt Origano nicht. Er gedeiht sogar am besten auf einem trockenen, etwas kargen Boden. Topfpflanzen werden im Frühjahr umgesetzt.

Schneiden

Schneiden, in diesem Fall ernten, kann man den ganzen Sommer über bis zum Herbst. Und dann auch noch zum Trocknen! Wichtig: etwa 5 cm über der Erde schneiden.

Vermehren

Am einfachsten lassen sich diese Kräuter durch Teilung großer Pflanzen vermehren. Möglich ist auch Aussaat und Stecklings Vermehrung.

Umgebung

Wächst im Garten genauso gut wie im Blumentopf.

 

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