Vermehrung von Orchideen, verschiedene Möglichkeiten

Vermehrung von Orchideen, es gibt verschiedene Vermehrungsmöglichkeiten für Orchideen, am einfachsten ist es, durch Teilung zu vermehren

Vermehrung von Orchideen, jeder richtige Orchideenliebhaber verspürt irgendwann einmal den Wunsch, seine Orchideen auch zu vermehren. Zwar ist das etwas schwieriger als bei anderen Pflanzen.

Vermehrung von Orchideen, verschiedene Möglichkeiten

Vermehrung von Orchideen, verschiedene Möglichkeiten

Aber nicht unmöglich. Es gibt verschiedene Vermehrungsmöglichkeiten für Orchideen. Am einfachsten ist es, ausgewachsene Pflanzen durch Teilung zu vermehren. Bei Hobbygärtnern ist das auch üblich, bei Berufsgärtnern dauert es allerdings zu lange, bis der Bestand sich merklich vergrößert. Eine Teilung nimmt man zweckmäßigerweise beim Umtopfen vor.

Manche Orchideen fallen schon von selbst auseinander, wenn der Pflanzstoff völlig entfernt wird. Sonst werden sie mit einer desinfizierten Schere getrennt. Die Schnittstellen antrocknen lassen und vorbeugend mit Holzkohlepulver bestreuen. Dann werden die einzelnen Orchideenteile jedes für sich wieder eingepflanzt.

 

Vermehrung von Orchideen durch Samen

Ein echter Hobbygärtner wird versuchen, den Samen selbst zu gewinnen. Dazu muss er die OrchideenVermehrung von Orchideen bestäuben. Die beste Zeit dazu ist einige Tage nach dem Öffnen der Blüte. Zum Bestäuben kann man einen abgeflachten Holzstab oder ein ähnliches Instrument benutzen. Bestäuben können Sie innerhalb einer Art (das garantiert den größten Erfolg), aber auch Kreuzungen sind möglich.

Allerdings muss man manchmal, vor allem bei Kreuzungen, dutzende von Versuchen machen, bis es mit der Bestäubung endlich klappt. Nach einiger Zeit beginnt der Fruchtknoten zu schwellen. Aber bis die reife Samenkapsel platzt, kann es Monate dauern.

Vermehrung von Orchideen

Teilung beim Umpflanzen

Die einfachste Möglichkeit, Orchideen zu vermehren, ist die Teilung beim Umpflanzen. Dann ist man hundertprozentig sicher, genau artgleiche Pflanzen zu besitzen.

Zum Keimen sind Pilze notwendig

Bis zur Samengewinnung ist der Vorgang noch relativ einfach. Dann aber wird es etwas problematisch. Denn in der Natur leben die Orchideen in Symbiose mit verschiedenen Pilzen. Zwar können die meisten ausgewachsenen Orchideen auch ohne diese Pilze auskommen, die Keimung allerdings funktioniert ohne sie nicht. Deshalb kann man zum Beispiel Orchideensamen nicht einfach in spezielle Saatschalen aussäen.

Die größte Chance, in die Nähe dieser Pilze zu gelangen und dadurch vielleicht befruchtet zu werden, haben solche Samen, die direkt in den Topf der Mutterpflanze, in deren Substrat ausgesät werden. Bis allerdings aus dem Sämling eine richtige Orchidee wird, können drei bis sechs Jahre vergehen.

Vermehrung von Orchideen

Orchideenblüten

Die Orchideenblüten sind das prachtvolle Ergebnis der Bemühungen. Allerdings dauert es viele Jahre.

 

Künstliche Nährstoffe

Profizüchter allerdings können heute die Aufgabe der Pilze durch künstliche Stoffe ersetzen. Für den Amateur jedoch ist diese Methode schon schwieriger nachzumachen. Dazu braucht man einen speziellen Nährboden mit einem Spezialextrakt (Agar-Agar), der in einen Glaskolben gefüllt wird wie man ihn in Laboratorien benutzt.

Die Aussaat im Kolben muss unter ganz sterilen Verhältnissen vorgenommen werden, damit nicht zu viele Mikroorganismen der Luft in den Kolben gelangen. Selbst der Samen sollte möglichst keimfrei sein. Nach der Aussaat wird der Kolben mit einem Pfropfen verschlossen und warm und hell aufgestellt. Solche „Instant-Nährböden“ bekommt man übrigens bei Fachhändlern, die sich auf Orchideen spezialisiert haben.

Das Umstellen vom sterilen Substrat auf normales Orchideensubstrat ist etwas kritisch. Nehmen Sie nur solche Pflänzchen aus dem Kolben, die 2 oder 3 Blätter und erste Wurzeln besitzen. Das Nährmedium muss vorsichtig entfernt werden, dann kommen sie in flache Töpfe.

 

 

Vegetative Vermehrung von Orchideen

Viele Orchideen besitzen sogenannte Pseudobulben. Das sind Verdickungen am Stengel, die als Nährstoffspeicher dienen. Beim Umpflanzen oder Teilen fallen oft sogenannte Rückbulben ab. Das sind Bulben, die noch nicht ausgetrieben haben. Wenn der Topf nach einigen Monaten durchwurzelt ist (er sollte zuerst recht klein sein), muss umgetopft werden.

Gehen Sie dabei vorsichtig zu Werke, damit die empfindlichen Würzelchen nicht beschädigt werden. Cattleya und Cymbidien kann man auf diese Art besonders gut vermehren. Bei einigen monopodialwachsenden (etwa Vanda und Phalaenopsis) bilden sich neue Pflanzen an der Spitze eines Blütenstiels.

Vermehrung von Orchideen

Vermehrung von Orchideen aus Samen

Bei der Vermehrung aus Samen können Abweichungen von der Mutterpflanze auftreten, auch bei kontrollierter Bestäubung.

 

Vermehrung von Orchideen, Meristem Vermehrung

Die Meristem – oder Gewebe Vermehrung von Orchideen ist eine Methode, die von berufsmäßigen Züchtern in Laboratorien angewandt wird. Andererseits trifft man diesen Ausdruck öfter in Katalogen und Beschreibungen an. In diesem Fall kann ein Käufer sicher sein, dass er eine exakte Kopie der Mutterpflanze bekommt – anders als bei der Samenvermehrung, bei der immer Abweichungen, z. B. Farbveränderungen vorkommen können.

Bei der Meristemvermehrung entnimmt man aus den Triebspitzen der Pflanze Gewebeteilchen, die, wenn sie richtig behandelt werden, unbegrenzt teilungsfähig sind. Aus einem winzigen Teil einer Pflanze kann man zahlreiche Nachkommen ziehen.

Diese Gewebeteilchen werden so lange in Gläsern gehalten, bis sie sich zu kleinen Pflanzen entwickelt haben. Danach werden sie wie normale Sämlinge weiter behandelt. Bei dieser Art der Vermehrung können Mutationen auftreten. Wenn das Gewebe durch chemische oder manuelle Einflüsse beschädigt wurde. Normalerweise wird man beim Kauf solcher Pflanzen nie enttäuscht.

 

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