Hasenfussfarn, gehört zu den robusten Farnen

Hasenfussfarn eignet sich gut als Ampelpflanze, wächst aber auch aufrecht im Topf. Die federartigen Blätter sind breit und ca. 25 Zentimeter lang

Hasenfussfarn, seinen Namen verdankt er vielen gelb – oder braun behaarten Wurzelstöcken, sogenannten Rhizomen, die entfernt wie Hasenpfoten aussehen.

Hasenfussfarn, gehört zu den robusten Farnen

Hasenfussfarn, gehört zu den robusten Farnen

In der freien Natur wächst dieser Farn an Felsen. Mauern und sogar auf Bäumen. Seine Wedel sind hell – bis dunkelgrün und fein gefedert. Wenn die Pflanze gut gedeiht, kann sie eine merkwürdige Kugelform entwickeln, die den ganzen Topf umschließt. Der Grund dafür sind die Ausläufer der pelzigen Wurzelstöcke, die sehr bald über den Topf Rand hinaus – und über den ganzen Topf hinunter-wachsen.

Der Hasenfussfarn stammt aus Japan, China und Asien. In der freien Natur kommt er oft als Epiphyt vor, eine Pflanze, die ohne Kontakt mit dem Erdboden auf Ästen anderer Arten wächst, ohne diesen Nährstoffe zu entziehen. Das zeigt, dass sie nicht viel Dünger braucht, aber eine hohe Luftfeuchtigkeit.

 

Hasenfussfarn – Andere Arten

Neben den asiatischen Arten gibt es auch solche, die in Europa heimisch sind. Dazu gehört Davallia canariensis. Sie ist allerdings etwas gröber und nicht ganz so hübsch wie D. bullata. Davallia fejeensis. die Fidschi-Davallie, hat helle, zierliche, dichtere Wedel.

 

Tipp

Einen Hasenfussfarn können Sie auch auf einem Stück Baumrinde ziehen. Sie müssen die Rinde an einer Stelle so tief aushöhlen, dass die Wurzeln des Farns hineinpassen. Decken Sie die Wurzeln mit Sphagnum-Moos ab und binden Sie den Farn mit Blumendraht fest.

Hasenfussfarn

Hasenfussfarn

Hasenfussfarn ist eine dekorative Grünpflanze

 

Hasenfussfarn – Vermehren

Wildwachsende Farne vermehren sich immer durch Sporen. Das sind die Samen, die unter den Wedeln in Gruppen zusammensitzen und dort wie große, dunkle Flecken aussehen. Auch Sie selbst können den Hasenfussfarn mit Hilfe dieser Sporen vermehren.

Dazu werden sie, wenn sie reif sind, von den Wedeln gekratzt und in eine Schale mit feuchtem Torf gelegt. Decken Sie die Schale mit einer Glasplatte ab, und stellen Sie sie an einen dunklen Platz bei einer Temperatur von 20 bis 22°C auf. Es dauert etwa drei Wochen, bis der Samen anfängt zu keimen. Junge Pflanzen sind sehr empfindlich.

Teilung der Wurzeln

Sehr viel einfacher ist es, den Farn durch Teilung der Wurzelstöcke zu vermehren. Die beste Zeit dazu ist das Frühjahr, wenn die Pflanze umgetopft wird. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer etwa 5 bis 10 cm lange Stücke des Wurzelstockes ab, die selbst aber auch schon Wurzeln haben müssen. Auch sie werden unter eine Glasplatte in feuchten Torf gelegt. Die Glasscheibe muss jeden Tag gewendet werden.

Hohe Luftfeuchtigkeit

Bei trockener Luft verdunstet der Farn viel Wasser. Bei steigenden Temperaturen müssen Sie mit abgekochtem, lauwarmem Wasser von unten gießen. Übersprühen Sie den Farn gelegentlich.

Hasenfussfarn

Hohe Luftfeuchtigkeit

Von unten gießen

Ratschläge Gesundheit

Braune Blattspitzen

Braune Blattspitzen, sind ein Zeichen dafür, dass irgendwann einmal die Wasserzufuhr unterbrochen wurde oder die Luft zu trocken ist. Der Farn braucht ständig Flüssigkeit. Gießen Sie am besten von unten, da die Erde um die Wurzeln herum nicht zu nass werden soll. Der Farn neigt sonst dazu, an den Wurzeln zu faulen.

 

 

Schildlausbefall

Schildlausbefall – nicht zu verwechseln mit den ovalen Sporen verstecken unter den Blättern — erkennen Sie an braunen, runden, harten Stellen. Sie können die Läuse mit in Alkohol getauchten Wattestäbchen betupfen oder, bei starkem Befall, mit einem Insektizid besprühen.

Welke, gelbe und braune Blattflecken

Welke, gelbe und braune Blattflecken entstehen durch Zugluft, oder wenn die Pflanze stark schwankenden Temperaturen ausgesetzt ist.

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Hasenfussfarn eignet sich gut als Ampelpflanze, wächst aber auch aufrecht im Topf. Die federartigen Blätter sind breit und ca. 25 Zentimeter lang.

Blüte und Duft

Hasenfussfarn blüht nicht.

Licht und Temperatur

Im Sommer ist die normale Zimmertemperatur gerade richtig. Im Winter sollte es nicht wärmer als 14 Grad sein. Die Pflanze gedeiht im Halbschatten oder sogar im Schatten.

Gießen und Düngen

Während der Wachstumszeit, im Frühjahr und Sommer, sollte der Erdballen stets feucht gehalten werden. Die Pflanze mag auch gelegentliches Duschen. Düngen Sie im Sommer sparsam, im Winter nicht.

Erde und Umpflanzen

Umpflanzen ist nur dann nötig, wenn die Pflanze zu groß für den Topf wird. Da die Rhizome oben auf der Erde wachsen und die Wurzeln nicht tief eindringen, genügen flache Töpfe oder Schalen mit Torf haltiger Erde.

Schneiden

Entfernen Sie nur welke oder schlechte Blätter.

Vermehren

Durch Teilung der Wurzelstöcke.

Umgebung

Hasenfussfarn ist eine üppige AmpelpflanzeHasenfussfarn für Wohnzimmer oder Wintergarten.

Hasenfussfarn

Hasenfussfarn

Hier sieht man deutlich die behaarten „Füsse“ des Farns über den Topfrand hängen.

 

Einkaufstipps

Hasenfussfarn wächst so schnell, dass man eine kleine, billige Pflanze kaufen kann. Sie muss frei von Schädlingen sein und darf keine braunen Flecken auf den Blättern haben (Blattunterseiten beachten!).

Lebensdauer:

Kann sehr alt werden.

Saison:

Das ganze Jahr.

Schwierigkeitsgrad:

Im Zimmer nicht ganz einfach zu halten; hat einige Sonderwünsche.

 

Weitere Farne

1 Geweihfarn, erinnert an eine Skulptur, kann sehr alt werden

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4 Kammfarn, ein kleiner, mehrjähriger Farn, nicht schwierig