Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut, mit einfachen Konstruktionen

Ein Gerätehaus hat viele Vorteile: Hacke, Schaufel und Rasenmäher sind sofort zur Hand. Überlegen Sie wie groß Ihr Gerätehaus werden soll

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut, Sie brauchen nicht erst in den Keller zu steigen und alles mühsam dort hinzutragen, wo Sie es brauchen.

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut, mit einfachen Konstruktionen

Gerätehäuschen gibt es fertig vormontiert in unterschiedlichen Größen aus Holz oder Metall. Die Konstruktionen sind durchweg einfach und ausgereift; die Arbeit beschränkt sich lediglich auf die Anlage des Fundaments und die Montage der vorgefertigten Einheiten. Überlegen Sie vorher, wie groß Ihr Gerätehaus werden soll und wo Sie es aufstellen wollen.

Egal, ob es sich um eine Holz- oder Metallkonstruktion handelt: Das Häuschen sollte nicht direkt unter einem Baum stehen: Algen und Pilze gedeihen in diesem Schattenbereich prächtig und können dem Material in kurzer Zeit kräftig zusetzen. Schädlinge wie der Holzwurm erreichen die Stätte ihres Wirkens bequem, indem sie sich einfach von einem Ast auf das Gerätehaus herabfallen lassen. Der ideale Platz ist zwischen Zier-und Nutzgarten so haben Sie alle Geräte oder auch die Gartenmöbel immer griffbereit.

 

Das wird gemacht

  • Größe festlegen
  • Fundament legen
  • Fußboden legen
  • Seitenwände aufrichten
  • Dach auflegen
  • Dach wetterfest machen
  • Tür einsetzen
  • Fensterrahmen einsetzen
  • Fenster verglasen
  • Innenausbau
  • Holzschutz auftragen
  • Was Sie brauchen

 

Material

  • Holzhaus-Bausatz
  • Gehwegplatten
  • Sand
  • Zement
  • Kies (für das Fundament)
  • Bitumenfilzstreifen (Bodenisolierung)
  • Verzinkte Dachpappennägel
  • Verzinkte Holznägel
  • Glasstifte

Werkzeug

  • Schraubenschlüssel
  • Hammer
  • Schraubendreher
  • Spaten
  • Maurerkelle
  • Bohrmaschine
  • Wasserwaage

Tipp Beachten Sie die Vorschriften

Bevor Sie das Gerätehaus kaufen, erkundigen Sie sich nach Ihren örtlichen Bauvorschriften. Jede Gemeinde hat für sich festgelegt, bis zu welcher Größe keine Baugenehmigung erforderlich ist.

 

Bausatz

Suchen Sie das für Ihre Zwecke passende Gerätehaus aus. Die Größe richtet sich nach den Dingen, die Sie unterbringen wollen. Sollen es nur die Gartengeräte sein, oder wollen Sie z. B. auch die Fahrräder darin unterbringen? Der Standort sollte so gewählt werden, dass das Haus eben steht und bei Regen nicht leicht unterspült werden kann.

Speziell an Böschungen oder in der Nähe von Mauern bzw. Wällen kann es hier Probleme geben. Solide Schlösser an Türen und Fenster schützen vor Einbrechern. Prüfen Sie deshalb, ob die mitgelieferten Beschläge Ihren Anforderungen entsprechen. Legen Sie alle Werkzeuge und Materialien für Aufbau und Fertigstellung des Gerätehauses bereit und machen Sie eine Liste von dem, was Sie noch brauchen.

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus. Vormontierte Wände und Giebel erleichtern die Montage. Prüfen Sie, ob nichts fehlt.

Tipp bevor Sie Beginnen

Bei unebenem Gelände: Ebnen Sie die Fläche und sorgen Sie dafür, dass der Regen gut abfließen kann. Wenn das Holz unbehandelt ist, alle Teile vor dem Zusammenbau mit Holzschutzmittel behandeln. Schwache Beschläge wie z. B. Türriegel gleich von vornherein austauschen.

 

Haustypen

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus. Satteldachhäuser haben die Tür normalerweise in der Giebelseite, Fenster auch zum Öffnen gibt es oft in beiden Längswänden.

Gerätehäuser gibt es in vielen Größen mit Sattel- oder Pultdach. Satteldachhäuser bieten generell mehr „Kopffreiheit“; Pultdachhäuser haben oft nur zu der höheren Fenster Seite hin Standhöhe, die Rückseite ist nur als Lagerfläche nutzbar.

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Ein Gerätehaus. Pultdachhäuser haben die Tür in der höheren Vorderfront, Fenster in der Rückfront sind unüblich.

Die Grundflächen variieren stark unser Haus bietet Ihnen 3 m² (2 m x 1,5 m). Auch in der Höhe unterscheiden sich die Bausätze. Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Behörde: Jede Gemeinde hat ihre eigenen Vorschriften nicht nur für die Bauhöhe. Auch die Entfernung zum Haus und zur Grundstücksgrenze muss Verordnungen entsprechen schon aus Feuerschutzgründen.

 

Fundament

Am schnellsten und einfachsten anzulegen ist ein Fundament, das aus einer Kiesschüttung und Gehwegplatten besteht. Größe und Tiefe des Fundaments hängen wesentlich von der Bodenbeschaffenheit ab. In weichen Böden sollte die Grundfläche der Kiesschüttung etwa doppelt so groß wie die Bodenfläche des Hauses sein, damit der Untergrund auch richtig verfestigt ist. Beim Gehwegplattenfundament genügt eine Tiefe des Kiesbettes von 10 bis 20 cm, für ein gegossenes Fundament sollte das Kiesbett in stark frostgefährdeten Gebieten bis zu 80 cm tief sein. So kann Regenwasser gut versickern.

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus. Grober Kies mit ein wenig Sand vermischt reicht völlig aus für ein frostsicheres Fundament und als Dränage

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus. Prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob die Bodenplatten wirklich eben liegen sonst wird das Häuschen windschief.

 

Fußboden

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Ein Gerätehaus. Bitumenstreifen unter den Auflagehölzern verhindern, dass Feuchtigkeit vom Boden her hochzieht und in das Holz eindringt.

Zunächst müssen Sie Holzschutz auftragen, falls dies nicht schon vom Hersteller gemacht wurde. Wählen Sie dazu eine PCP-freie Lasur die Industrie hat auf diesem Gebiet in den letzten Jahren viele neue, umweltfreundliche Produkte entwickelt. Schließlich steht das Haus im Garten, und die Beete sollen unbelastet bleiben. Das Holz wird nicht nur gegen Schädlingsbefall, sondern auch gegen Witterungseinflüsse und UV-Strahlung geschützt es vergraut nicht mehr. Holzschutz sollte immer vor dem Zusammenbau aufgetragen werden.

 

Für Durchlüftung sorgen

Die Fußbodenbretter werden mit einer offenen Fuge auf die Trägerhölzer genagelt. So ist eine gute Durchlüftung gewährleistet. Den Fußboden bauen Sie am besten direkt an Ort und Stelle auf dem Fundament. Zeichnen Sie die genauen Umrisse mit Leiste, Winkel und Kreide auf das Fundament dann kann nichts schiefgehen. Die Nägel schlagen Sie schräg zueinander ein.

Jetzt zunächst die Querträger auslegen und die Fußbodenbretter darauf ausbreiten. Eine kleine Leiste zwischen den Brettern garantiert immer gleichen Fugenabstand. Fixieren Sie zunächst die beiden Randbretter, und arbeiten Sie dann von einer Seite zur anderen durch. Unter den Querträgern werden Bitumenstreifen befestigt so kann keine Feuchtigkeit einziehen.

 

Aufstellen der Wände

Für den Aufbau der Wände brauchen Sie auf jeden Fall einen Helfer. Denn hier müssen Sie genau arbeiten. Nur wenn alle Teile im rechten Winkel zueinanderstehen, wird das Häuschen nicht zur windschiefen „Bude“. Der Aufbau beginnt mit einer Seite und einer Giebelfront, die L-förmig zueinander gestellt werden. Beide Teile sollten Sie oben mit einer Schraubzwinge sichern.

Während Sie dann die Eckhölzer zusammennageln, sollte ein Helfer von außen ein Holz gegenhalten. So wird der Schlag aufgefangen, und die Verbindung hält. In unserem Falle sitzen die Eckleisten am Giebel bündig und sind an den Seitenteilen um die Dicke der Leisten nach innen versetzt. Durch diesen konstruktiven Trick entsteht ein offener Falz, der beide Teile verwindungsfrei zusammenhält.

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Ein Gerätehaus. Eine Wand und ein Giebelelement L-förmig aufstellen, dann die zweite Wand anbringen und mit dem gegenüberliegenden Giebel schließen.

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Ein Gerätehaus. Bei unserem Bausatz gibt eine Schlussleiste von außen Festigkeit. Abwechselnd in Seiten- und Giebelbretter nageln.

 

Die Wände ausrichten

Erst wenn alle vier Wände verbunden sind, schlagen Sie die Fußleisten auf dem Boden an. So können die Wände in den Ecken noch mit dem rechten Winkel genau ausgerichtet werden. Die letzte Kontrolle machen Sie mit dem Maßband. Messen Sie diagonal über Eck von links hinten nach rechts vorn und umgekehrt beide Maße müssen exakt übereinstimmen, sonst steht das Haus nicht gerade.

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus. Die Fußleisten werden angeschlagen, wenn Wand und Giebel schon verbunden sind. Beide Elemente mit dem Winkel exakt ausrichten.

 

Tipp Praktisches Vornageln

Der Nagel geht erst dann gerade durchs Holz, wenn er etwa 1/2 cm tief eingedrungen ist, nun hat er eine gute Führung. Schlagen Sie deshalb zunächst alle Nägel an Seite und Grundleiste vor dem Zusammenbau um 2/3 der Material-dicke ein. Wenn die Elemente dann aneinandergesetzt werden, können Sie ganz schnell alle Nägel nacheinander einschlagen. Die Hand, die sonst den Nagel halten müsste, kann jetzt das Element stützen.

 

Dachaufbau

Die meisten Dächer sind ebenso wie die Wände fertig vormontiert und brauchen nur aufgelegt zu werden. Beim Pultdach geht das ruck-zuck. Einfach auflegen, nageln oder schrauben fertig. Beim Giebeldach ist der Aufwand kaum größer. Erst eine Hälfte auflegen, dann die andere. Kleine Dächer werden einfach von oben durchgenagelt, es gibt aber auch Konstruktionen, die innen mit Winkeln an Wände und Giebel festgeschraubt werden. Die Dachpappe kann an kalten Tagen oft ein wenig steif werden. Warten Sie also lieber auf einen sonnigen Tag, dann legt sie sich einfacher aus und lässt sich auch leicht um die Ecken schlagen.

Ein Gerätehaus im Nu aufgebaut

Ein Gerätehaus. Dreiecksstücke von innen gegen die Dachsparren nageln so verbinden Sie beide Dachhälften. Legen Sie von hinten ein Schlagholz gegen.

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Ein Gerätehaus. Die Dachpappe soll im First und an allen Seiten überlappen. Dann an allen vier Ecken anheften, herumziehen und endgültig nageln.

 

Türen, Fenster

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Ein Gerätehaus. Vorsicht beim Anschlagen der Glasleisten. Hier wird direkt am Rahmen gearbeitet, weil die Fenster sich nicht öffnen lassen.

Türen und Fensterrahmen sind bei den meisten Bausätzen fertig vormontiert und brauchen nur eingehängt zu werden. Das Fensterglas allerdings müssen Sie in den meisten Fällen selbst besorgen die Bruchgefahr beim Transport wäre für die Hersteller zu groß.

 

Fensterrahmen als Maß

Wenn Sie das Glas beschaffen, nehmen Sie auf jeden Fall den Fensterrahmen mit so wird der Zuschnitt ganz genau. Bei Fenstern, die sich öffnen lassen, ist das kein Problem, bei fest eingebauten Fensterrahmen fertigen Sie sich besser eine Pappschablone an und bringen sie mit zum Glaser. Ganz normales Fensterglas reicht aus je nach Größe kann es 4 oder 6 mm dick sein; Ihr Glaser wird Sie beraten. Die Fensterscheiben können Sie im Gegensatz zu vorgefertigten Isolierglasfenstern noch nach alter Glasersitte mit Kitt und Stiften einsetzen.

Fest eingebaute Fensterrahmen werden nach dem Aufbau des Häuschens verglast. Die Scheiben könnten beim Aufstellen der Wände zu leicht zerspringen, denn die Elemente verwinden sich. Erst das fertige Haus steht fest. Die Türscharniere sollten Sie mit Rundkopfschoßschrauben befestigen. Sie werden von außen aufgesetzt und von innen angezogen so haben ungebetene Besucher es etwas schwerer, wenn sie die Tür unerlaubterweise aushängen wollen.

 

Ein Gerätehaus, Fertigstellung

Die Inneneinrichtung des Geräteschuppens richtet sich ganz nach Ihren Anforderungen und nach den Dingen, die Sie dort unterstellen wollen. Haken, Beschläge und Regalbretter sollten keinesfalls direkt auf die Wandverschalung geschraubt werden, sondern auf die senkrechten Ständerhölzer. Hier ist das Material dick genug und bietet auch kräftigen Schrauben ausreichend Halt.

Das gleiche gilt für das Dach. Ziehen Sie oben Querträger ein und befestigen Sie daran Haken und Ösen. Wenn Sie einen Benzinrasenmäher, den Treibstoff dazu oder Pflanzen- bzw. Holzschutzmittel in Ihr Häuschen stellen wollen, müssen Sie darauf achten, dass nichts ins Grundwasser gelangt. Stellen Sie säurefeste Plastikwannen unter.

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Ein Gerätehaus. Ein Zierstück verbindet die Giebelbretter es hat hauptsächlich dekorative Bedeutung. Die Giebelbretter fixieren die Dachpappe.

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Ein Gerätehaus. Haken und Aufhänger werden nicht direkt auf die Innenwand geschraubt, sondern auf Trägerbretter. Das gilt auch für die Regale.

 

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