Edelweiß die kleine, berühmte, sagenumwobene Alpenpflanze

Das Edelweiß braucht einen sonnigen Platz auf dem Beet oder im Blumentopf, im Garten ist es winterfest, die Pflanze wird nur 15 bis 30 cm hoch

Wussten Sie schon, dass man Edelweiß recht problemlos auch im Garten heranziehen kann? Im Hochsommer zeigen sich die charakteristischen Blüten, hübsch für Sträuße und Trockendekorationen.

Edelweiß die kleine, berühmte Pflanze

Die kleine, berühmte Pflanze

Das Edelweiß ist eine sagenumwobene, berühmte kleine Pflanze, die leider trotz strenger Naturschutzvorschriften immer wieder von Touristen ausgegraben und in den heimischen Garten versetzt wird. Die Folge: im Garten geht die Alpenpflanze bald ein, und in den Alpen läuft sie Gefahr auszusterben.

Wildwachsend findet man sie noch an kalkhaltigen Felshängen, vor allem in den höheren Lagen der Alpen, Pyrenäen und Karpaten, wo Touristen seltener auftreten. Grundsätzlich gedeiht Edelweiß in allen Höhen zwischen 500 und 5000 m. Manchmal allerdings findet man es auch auf dem flachen Land, nämlich in den Steppen Ostasiens.

 

Auch als Gartenpflanze geeignet

Zum Glück kann man Edelweiß auch im Garten selbst heranziehen, braucht sich also nicht als räuberischer Andenkensammler zu betätigen. Nur: Das Alpenedelweiß bringt im Garten weniger Blüten zutage als in der Natur. Meist macht es eher einen gräulichen Eindruck. Von einem strahlenderen Weiß und auch nicht so empfindlich wie Leontopodium alpinum sind die verschiedenen asiatischen Arten wie L. calocephalum, L. himalayanum und L. souliei.

 

Blüht ab Juli

Die Blüte beginnt im Juli und dauert den ganzen Sommer über – vorausgesetzt, das Edelweiß steht an einem Sonnenplatz. Die Blüten halten sich lange. Die ganze Pflanze kann man trocknen. Schön ist Edelweiß im Strauß zusammen mit anderen kleinen Trockenblumen. Noch schöner aber ist es, wenn man die Pflanzen einzeln für Dekorationen benutzt.

Edelweiß die kleine, berühmte Alpenpflanze

Besonderer Standort

Edelweiß verlangt einen ganz besonderen Standort: einen gut durchlässigen, nährstoffarmen, kalkhaltigen bis sauren Boden.

 

Ratschläge Gesundheit

Entscheidend für ein gutes Gedeihen dieser kleinen und interessanten Gebirgspflanze ist der richtige Platz: Der Boden muss recht kalkhaltig sein, der Standort sehr hell, am besten in voller Sonne. Im Schatten anderer Pflanzen geht Edelweiß ein.

Ein bescheidener Wuchs

Ein bescheidener Wuchs im Vorsommer kann an zu feuchter Erde im Winter liegen. Lassen Sie die Erde austrocknen, um Fäulnisbildung zu vermeiden.

Blattläuse

Blattläuse lassen die Pflanzen zwar sehr hässlich aussehen, richten jedoch kaum Schaden an. Man bekämpft sie am einfachsten mit einem kräftigen Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch. Wenn Blüten noch in der Entwicklung den Kopf hängen lassen, ist meistens Wassermangel daran schuld. Gießen Sie vorsichtig – aber nicht zu viel.

 

Züchtung des Edelweiß

Das Edelweiß ist relativ einfach aufzuziehen und – wenn Pflege wie Umgebung stimmen – auch nicht allzu schwierig zu halten. Am einfachsten zieht man es aus Samen heran, den man im zeitigen Frühjahr überall im Fachhandel kaufen kann. Ausgesät wird im März, spätestens im April in kleine Saatkisten.

Ab Mitte Mai können die kleinen Pflänzchen an ihren endgültigen Standort im Garten oder Topf umgesetzt werden. Oft ist die Pflanzenfarbe einer Aussaat sehr unterschiedlich. Einige Pflanzen sind sehr weiß, viele sehen aus wie mit grauem Filz überzogen, einige sind fast grünlich. Wenn man nur weiße Pflanzen will, sollte man diese nach ein oder zwei Jahren durch Teilung erneut vermehren. Die beste Zeit zum Teilen ist der späte Sommer.

Edelweiß die kleine, berühmte Alpenpflanze

Durch Teilung vermehren

 

Trocknen

Will man die Pflanzen trocknen, sollten sie geerntet werden, wenn die Blüten am schönsten aussehen. Die beste Zeit ist mittags, bei voller Sonne, weil die Pflanzen dann trocken sind. Binden Sie kleine Sträuße und hängen Sie diese mit den Köpfen nach unten an einen luftigen, warmen, aber schattigen Ort, zum Beispiel auf einen überdachten Balkon.

 

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Die Pflanze wird nur 15 bis 30 cm hoch. Sie ist von bescheidenem, aber hübschem Wuchs. Leider wird sie leicht von größeren Nachbarn verdrängt.

Blüte und Duft

Im Hochsommer bekommt die Pflanze seine bekannten grauweißen Blütenstände. Die Blüten duften nicht.

Licht und Temperatur

Das Edelweiß braucht einen hellen, sonnigen Platz auf dem Beet oder im Blumentopf. Im Garten ist es winterfest.

Gießen und Düngen

Topfpflanzen müssen Sie natürlich regelmäßig gießen und auch gelegentlich düngen. Gartenpflanzen nur in ausgesprochenen Trockenperioden zusätzliches Wasser geben, aber keinen extra Dünger. Wichtiger ist die richtige Erde.

Erde und Umpflanzen

In der Natur kommt Edelweiß nur auf sehr kalkhaltigen Böden vor. Auch im Garten müssen Sie Ihren Boden ähnlich herrichten, damit Sie viel Freude an der Pflanze haben. Nicht umpflanzen.

Schneiden

Kein Schnitt.

Vermehren

Am einfachsten vermehrt man Edelweiß durch Aussaat.

Umgebung

Am schönsten ist sie zusammen mit anderen Alpenpflanzen oder niedrigen Steingartenpflanzen. Große Pflanzen in der Umgebung erdrücken das Edelweiß. Wenn Sie Blüten trocknen wollen, sollten Sie möglichst viele Edelweiß aussäen, damit Sie einen reichen Vorrat haben.

Edelweiß die kleine, berühmte Alpenpflanze

Edelweißarten

Es gibt verschiedene Edelweißarten. Alle sind gut geeignet für ein Alpinum oder eine Steingarten-Anlage.

 

Einkaufstipps

Meist wird man Edelweiß als Samen kaufen und selbst aussäen. Gelegentlich findet man auch vorgezogene Pflanzen. Diese müssen gut im Wuchs sein, gesund aussehen, mit gräulich blauer Farbe.

Lebensdauer:

Mit Glück hält es viele Jahre. Es kann eingehen, wenn ihm die Umgebung und/oder Pflege nicht zusagen.

Saison:

Die Blütezeit beginnt im Juli. Getrocknet kann man sie auch im Winter halten.

Schwierigkeitsgrad:

Die Umgebung ist sehr wichtig.

 

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