Alte Zimmerpflanzen und Probleme, hier finden Sie Lösungen

Obwohl alte Zimmerpflanzen langsamer als junge wachsen, werden die Töpfe mit der Zeit für ihre Wurzeln doch zu klein

Alte Zimmerpflanzen; Wenn eine Pflanze älter wird und ihr Wurzelsystem den Blumentopf immer dichter ausfüllt, wird das Substrat buchstäblich aus dem Topfboden herausgepresst.

Alte Zimmerpflanzen mit ihren Problemen.

Alte Zimmerpflanzen mit ihren Problemen.

So dass immer weniger Substanz zur Versorgung mit Wasser und Nährstoffen übrig bleibt. Das kann selbst bei einer neu gekauften Pflanze der Fall sein, deren Wurzelballen so eingezwängt ist, dass die Wurzeln aus den Drainagelöchern herauswachsen. Nimmt man eine solche Pflanze auf die übliche Weise aus dem Topf, können ihre Wurzeln beim Durchziehen durch die Löcher am Boden des Pflanzgefäßes beschädigt werden.

Statt dessen sollte man lieber den Topf opfern. Plastiktöpfe werden mit einer scharfen Küchen – oder Baumschere aufgeschnitten, Tontöpfe zerschlägt man einfach. Haben die Wurzeln nach dem Umtopfen der Pflanze erst mehr Platz, dann fassen sie schnell Fuß in ihrem neuen Gefäß.

Bei Pflanzen, die sich in ihrem neuen Topf bereits „eingerichtet“ haben, steht die Wachstumsgeschwindigkeit der Wurzeln in direktem Verhältnis zu der der oberirdischen Pflanze. Hat eine Pflanze die gewünschte Größe erreicht, dann hält man das weitere Wachstum durch ein Rückschneiden der Hauptwurzeln in Grenzen. Diese Methode ist bei wenig Platz für einen größeren Topf nützlich.

Alte Zimmerpflanzen

Alte Zimmerpflanzen, Wurzeln am Topfboden

Die Wurzeln dieses Jasmins sind schon durch die Abflusslöcher am Topfboden gewachsen. Sie würden beim Zurückziehen durch die Löcher beschädigt und an den offenen Wundstellen von Fäulnis und Krankheit befallen.

Alte Zimmerpflanzen

Alte Zimmerpflanzen, Wurzeln ohne Beschädigung befreien

Um die Wurzeln ohne Beschädigung zu befreien, schneidet man den Topf vorsichtig mit einer Schere auf. (Der Topf kann, nachdem sein Boden scharfkantig abgetrennt worden ist, im Garten als Schneckenzaun für Einzelpflanzen dienen.

 

Kopfdüngung bei älteren Pflanzen

Selbst kurzzeitiges Herausnehmen aus ihrem Topf kann für eine Pflanze belastend sein. Ältere Gewächse kommen damit schlechter zurecht als jüngere. Statt eine ältere Pflanze mit dem regelmäßigen vollständigen Erneuern der Erde zu stören. Können Sie das Substrat durch Kopfdüngung auffrischen. Im Freien streut man dazu rund um die Pflanzenbasis Dünger aus.

Eine Zimmerpflanze erhält zumindest im oberen Teil des Topfes zusätzlich frische Erde. So kann sie bis zu zwei Jahre lang in ihrem Pflanz Gefäß bleiben, ehe das Substrat vollständig erneuert werden muss. Man entfernt die alte Erde vorsichtig mit einem kleinen Rechen oder einer Gabel und wirft sie weg. Sie wird durch die gleiche Menge neuer Blumenerde ersetzt, die gewöhnlich auch einen Langzeitdünger enthält.

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Obere Erdschicht

Lockern und entfernen Sie die obere Erdschicht bis in etwa zweieinhalb Zentimeter Tiefe.

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Neue Erde

Streuen Sie die mit Langzeitdünger vermischte neue Erde ein und gießen Sie die Pflanze.

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Nach dem Kopfdüngen

Dickblatt (Crassula ovata) nach dem Kopfdüngen.

 

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