Wüstenrose, wunderschöne Trichterblüten, weißlich-rosa mit gelbem Schlund

Wüstenrose, wunderschöne Trichterblüten, weißlich-rosa mit gelbem Schlund

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Sukkulenten

Im Winter sieht die Wüstenrose recht kahl aus, im Frühjahr aber-und mit etwas Glück ein zweites Mal im Herbst- bekommt diese Sukkulente wunderschöne, Blüten

Was bei uns meist als Wüstenrose verkauft wird, ist eine Art Zwitter: eine Adeniumpflanze, die auf einen Oleanderstamm gepfropft wurde. Der Grund dieser Kombination: Der Oleander läßt die Wüstenrose schneller wachsen und sorgt für mehr Blüten.

 

Wüstenrose, wunderschöne Trichterblüten



Die „echte“ Wüstenrose gehört zu den Sukkulenten. Sie stammt ursprünglich aus Ostafrika. Und zwar aus Gebieten, in denen es im Sommer reichlich regnet, im Winter jedoch sehr trocken ist. Diesem Klima hat sie sich ideal angepasst. Die Pflanze wächst im Frühjahr, Sommer und Herbst. Im Winter legt sie eine Ruhepause ein, bei der sie den größten Teil der Blätter abwirft. Dann lebt sie hauptsächlich von der in dem dicken Stamm und in den Wurzeln gespeicherten Nahrung.

 

Neues Leben im Frühjahr

Wenn die Tage dann wieder heller werden, erwacht auch die Wüstenrose zu neuem Leben. In Afrika zeigen sich die ersten Knospen schon sehr früh, wenn die Pflanze noch recht kahl aussieht. Da bei uns das Licht nicht so gut ist, müssen Sie meist bis zum April zur ersten Blüte warten.

Von Juli bis September legt sie dann eine kurze Sommerpause ein – um Mitte September noch ein zweites Mal zu blühen.

Wenn Sie wirklich viele Blüten sehen wollen, dann müssen Sie unbedingt einen ganz sonnigen Platz aussuchen. Schon ein Baum vor dem Fenster oder ein vorstehendes Dach kann zuviel Licht wegnehmen. Schließlich ist noch eines wichtig: Oleander und Wüstenrose sind beide giftig – deshalb Vorsicht bei Tieren und Kindern.

 

Wüstenrose

Bauchiger Stamm

Von Natur aus hat die Wüstenrose einen kurzen, bauchigen Stamm.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pflege ist nicht immer gleich

Je nachdem, ob Sie eine wurzelechte oder eine gepfropfte Wüstenrose haben, unterscheidet sich die Pflege. Gepfropfte Pflanzen erkennen Sie am dünnen Stamm mit dem dicken Knubbel. Die wurzelechten haben eine knollenförmig verdickte Stammbasis.

Gepfropfte Wüstenrosen kann man im Winter im Zimmer stehenlassen. Die echten sollten auf jeden Fall kühler stehen. Sie sind auch empfindlicher, was das Gießen angeht. Bei ihnen sollte die Erde zwischendurch immer wieder abtrocknen. Deshalb sind Tontöpfe, die Wasser verdunsten, auch besser geeignet als Plastiktöpfe. Ebenfalls wichtig bei den wurzelechten: Mischen Sie der Erde, wie bei anderen Sukkulenten, etwas Sand oder Ziegelsplitt bei. Auch sollten die Töpfe nicht zu groß sein. Am schönsten sehen die dicken, kurzen Stämmchen in flachen Schalen aus. Auch bei Nährstoffen gibt es Unterschiede. Gepfropfte Pflanzen bekommen alle 14 Tage normalen Blumen-Flüssigdünger. Für die echten Sukkulenten nehmen Sie besser Kakteendünger.

 

Wüstenrose

Gepfropfte Pflanzen

Wüstenrose gepfropft

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vermehrung

Wüstenrosen kann man entweder aus Samen anziehen oder durch Stecklinge vermehren. Für beide Vermehrungsarten ist das zeitige Frühjahr der beste Termin.

 


Aussaat

Wer Wert auf den bizarren Wuchs legt, muß die Pflanzen aussäen. Denn nur solche Jungpflanzen bekommen den dicken Stamm. Samen müssen Sie wahrscheinlich in Spezialsämereien bestellen. Er wird in ein Erde-Sand- Gemisch gestreut. Die Samen keimen leicht, und die Sämlinge wachsen problemlos.

 

Stecklinge

Die Vermehrung durch Stecklinge ist ebenfalls einfach. Aber: Die Pflanzen besitzen eine andere Wuchsform. Wichtig: Sie müssen die fleischigen Triebspitzen erst ein bis zwei Tage abtrocknen lassen, bevor sie in die Erde gesteckt werden. Die Erde darf nicht zu feucht gehalten werden. Sorgen Sie aber für eine etwas höhere Bodenwärme. Am besten steht der Topf über einem Heizkörper.

 

 

Ratschläge Gesundheit

 

Wenig Blüten

Wenig Blüten sind fast immer eine Folge von zu wenig Licht. Stellen Sie die Pflanze sehr sonnig. Wenn im späten Herbst die Blätter fallen, ist das keine Krankheit, sondern der normale Beginn der Ruhezeit. Dann dürfen Sie nur noch wenig gießen.

 

Läuse

Läuse, vor allem Woll – oder Schmierläuse, können auftreten. Betupfen Sie die Stellen mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen. Hinterher mit klarem Wasser nachwischen.

 

Wurzelfäulnis

Wurzelfäulnis entsteht bei wurzelechten Pflanzen durch zu reichliches Gießen. Trockener halten.

 

Wüstenrose

Wüstenrose

Die einzelnen Blüten halten über zwei Wochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Im Topf wird die Wüstenrose selten höher als 50 cm. Meist wird sie auf einen Oleanderstamm gepfropft verkauft.

 

Blüte und Duft

Die Blüten sind weißlich-rosa mit gelbem Schlund. Sie duften kaum. Blütezeit ist April bis Juli und September bis Oktober.

 

Licht und Temperatur

Das ganze Jahr über muß die Pflanze sonnig stehen. Sie verträgt im Winter Zimmertemperaturen. Besser aber ist eine Ruhezeit bei 12 bis 15°C.

 

Gießen und Düngen

Während der Wachstumszeit müssen Sie reichlich, bei einem kühlen Stand im Winter weniger gießen. Gedüngt wird von März bis Oktober alle 14 Tage.

 

Erde und Umpflanzen

Zwischen Juli und September sollten Sie umtopfen, in normale Einheitserde.

 

Schneiden

Zu große Pflanzen kann man im Juli bis zur Hälfte zurückschneiden.

 

Vermehren

Durch Aussaat oder Stecklinge. Der beste Termin: im Frühjahr.

 

Umgebung

Die Wüstenrose gehört immer an ein Südfenster. Damit sie richtig wirkt, sollten wenig andere Pflanzen daneben stehen.

 

Einkaufstipps

Eine Wüstenrose im Laden zu finden, ist nicht ganz einfach. Die meisten Chancen haben Sie im Frühjahr.

 

Lebensdauer:

Wie viele Sukkulenten kann auch diese alt werden.

 

Saison:

Am schönsten ist die Wüstenrose während der Blüte im Frühjahr und Herbst.

 

Schwierigkeitsgrad:

Die Pflanze ist nicht sehr schwierig, hat aber Sonderwünsche.