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Spinnenpflanze, eignet sich gut als Hintergrundpflanze

Spinnenpflanze, eignet sich gut als Hintergrundpflanze

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Rabatten

Die Spinnenpflanze (Cleome spinosa) braucht keine besondere Pflege, sie muss nur genügend gegossen werden, gelegentlich sollte man Flüssigdünger geben

Diese Einjahresblume, die mit ihren außergewöhnlichen Blüten sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, eignet sich gut als Hintergrundpflanze, die Spinnenpflanze wirkt aber auch in der Vase sehr dekorativ.

 

Spinnenpflanze, eignet sich gut als Hintergrundpflanze



Auch als Kübelpflanze auf der Terrasse kann sie sich voll entfalten, wird allerdings nicht so hoch.

Im Beet kann die Spinnenpflanze allein stehen oder mit kräftig gefärbten Sommerblumen und Stauden eine hübsche Pflanzgemeinschaft bilden.

Als Solitärpflanze sieht sie auch zwischen Bodendeckern bezaubernd aus. Dem Aufbau nach erinnert sie weniger an Sommerblumen, sondern mehr an einen Strauch.

 

Pflanzvorschläge

Sehr dekorativ und auffallend wirkt ein großer Horst von Spinnenpflanzen in den Farben Rosa und Weiß, wenn sie an einen sonnigen Platz vor ein hohes dunkles Nadelgehölz gesetzt werden, da sie sich hier am besten abheben. Vor einer Hausmauer wirken sie blaß und fahl. Mit rotem Mohn, orangefarbenem Türkenbund und blauem Rittersporn können Sie aber ein buntes Feuerwerk in Ihrem Garten erleben.

 

Seltsam geformte Blüten

Die Spinnenpflanze erhielt ihren deutschen Namen durch die seltsam geformten Blüten. Aus den Blüten ragen lange, schlanke Staubblätter heraus, die wie Spinnenbeine aussehen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die dekorativen Samenschoten, die sich aus den Blüten entwickeln. Der Blütenstand an sich besitzt die Form einer Kugel und wächst ständig weiter, so dass die Pflanzen immer längere Blütenstengel bekommen.

 

Tipp

Drei Stengel reichen bereits aus, um tolle Effekte zu erzielen. Denken Sie beim Abschneiden daran, dass die Cleome Dornen an den Blattstielen und Nebenblättern hat. Die beste Zeit zum Schneiden ist der Morgen, wenn sie noch ganz frisch sind. Doch riechen Sie erst an den Pflanzen, bevor Sie sie in die Vase stellen, denn manche Menschen empfinden den Geruch als unangenehm oder reagieren allergisch.

 

Spinnenpflanze

Spinnenpflanze  

Die Sorte ‚Helen Campbell‘

 

 

 

 



Heimat Amerika

Die Spinnenpflanze ist im tropischen Amerika beheimatet. Die Wildarten, die ebenso wie die Zuchtarten viel Wasser benötigen, besitzen lange Pfahlwurzeln, mit denen sie die für sie notwendige Feuchtigkeit tief aus dem Boden ziehen. Die Cleome wächst schnell zu einer Höhe von ein bis eineinhalb Metern heran, je nachdem wie gut das Nahrungsangebot ist.

Sie entwickelt große duftige Blütentrauben, mit einem Durchmesser von zehn bis fünfzehn Zentimeter und bringt laufend neue Blüten hervor. Meist wächst die Pflanze eintriebig, sie kann sich auch wie ein Kandelaber verzweigen. Die tropischen Spinnenpflanzen gibt es in den Farben Weiß, Rosa und Lavendel. Bei einer im Westen Amerikas vorkommenden Spinnenpflanze, Cleome lutea, findet man aber auch leuchtend goldgelbe Blüten.

 


Standort Boden und Pflege

 

Standort

Sonnig und möglichst windgeschützt, damit die Pflanzen nicht umknicken. Setzen Sie sie einzeln zwischen andere SommerblumenSpinnenpflanze oder als dichte Horste in Rabatten.

 

Boden

Der Boden muß sehr humos und nahrhaft und darf weder zu sauer noch zu alkalisch sein. Schwerer Boden, der leicht staunass wird, ist ungünstig.

 

Pflege

Die Spinnenpflanze braucht keine besondere Pflege, sie muß nur genügend gegossen werden. Gelegentlich sollte man Flüssigdünger verabreichen.

 

Kaperngewächs

Die Spinnenpflanze, die zur Familie der Kaperngewächse (Capparaceae) gehört, trägt den Beinamen Dornige Spinnenpflanze, weil sie Nebenblattdornen am Blattgrund entwickelt. Während es in Amerika etwa 200 Arten gibt, ist für die gärtnerische Kultur bei uns nur Cleome spinosa wichtig.

 

Spinnenpflanze

Unterpflanzung  

Fleißige Lieschen eignen sich gut zur Unterpflanzung

 

 

 

 



Anzucht und Pflege

Die Spinnenpflanzensamen werden im März ausgesät. Dabei ist wichtig, daß dies im Haus oder zumindest im Warmen geschieht, da die Pflanzen bei einer Temperatur unter 14°C nicht keimen können. Der Samen, der bis zu drei Jahre keimfähig bleibt, keimt sehr unregelmäßig, so daß man nicht gleich mit Erfolgen rechnen darf, sondern bis zum ersten Grün etwa zwei Wochen warten muß. Die Sämlinge werden in gute Kulturerde pikiert. Wichtig für ein schönes Wachstum ist ein ausreichendes Nahrungsangebot zu jeder Zeit. Düngen Sie jedoch nur sehr vorsichtig mit flüssigem Volldünger.

 

Tipp

Möchten Sie in Ihrem Garten eine reinweiße Spinnenpflanze haben, wählen Sie die Sorte ‚Helen Campbell‘. Sie wird bis zu 120 cm hoch und blüht von Juli bis September. Die Sorte ‚Kirschkönigin‘ blüht in Rosa und wird bis zu 90 cm hoch. Beliebt sind auch ‚Treurosakönigin‘ , ‚Rosakönigin‘ , und die Mischung ‚Colour Fountain‘.

 

Auspflanzen

Wenn die Nachttemperaturen nicht mehr unter 10°C fallen und die Pflänzchen ausreichend abgehärtet worden sind, können die jungen Spinnenpflanzen ins Freie gepflanzt werden. Wem diese Aufzuchtprozedur zu umständlich ist oder wer keine Gelegenheit zur Aufzucht im Haus hat, kann auch Jungpflanzen beim Gärtner kaufen. Auch hier ist es wichtig, auf die nächtlichen Außentemperaturen zu achten.

 

Spinnenpflanze

‚Colour Fountain‘  

Überschäumende Farbenpracht bei der Mischung ‚Colour Fountain‘

 

 

 

 



Ratschläge Gesundheit

Die robusten Pflanzen werden selten von Schädlingen oder Krankheiten beeinträchtigt. In feuchter, schwerer Erde werden die Wurzeln der Spinnenpflanzen jedoch gelegentlich durch Fäulnis in Mitleidenschaft gezogen. Um ein Umknicken zu vermeiden, die hochwachsenden Pflanzen in windgefährdeten Gegenden vorsichtshalber zusammenbinden, oder in Haltern aufwachsen lassen.

 

Pflege übers Jahr

 

Frühling

Anfang März wird in Kistchen auf der Fensterbank, ins beheizte Frühbeet oder ins Gewächshaus ausgesät. Der Samen keimt sehr unregelmäßig, aber nach 2-3 Wochen können die Pflänzchen pikiert werden.

 

Sommer

Ende Mai bis Anfang Juni, wenn wirklich keine Frostgefahr mehr besteht, werden die Pflänzchen nochmals umgetopft und, wenn sie gut abgehärtet sind, an ihren endgültigen Standort gebracht.

 

Herbst

Die Pflanzen blühen nun von Juli bis zum ersten Frost ununterbrochen. Sie benötigen auch im Herbst noch Wasser und hin und wieder eine Düngergabe. Pflanzenstengel halten in der Vase bis zu einer Woche.

 

Winter

Da die Pflanzen einjährig sind, gehen sie im Winter zugrunde. Die durch den Frost vernichteten Pflanzen werden aus den Beeten entfernt und können kompostiert werden.