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Pilea Kanonierblume, Pflegehinweise, Schwierigkeitsgrad

Pilea Kanonierblume, Pflegehinweise, Schwierigkeitsgrad

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Kletterpflanzen

Pilea mag hell stehen, aber nicht direkt in der Sonne, sie gedeiht bei normaler Zimmertemperatur, im Winter kann es etwas kühler sein, nie unter 13-14°C

Die Pilea Kanonierblume hat sehr viele Verwandte. Es gibt genaugenommen mehr als 200 Arten, und alle sind krautig. Zahlreiche Kanonierblumen kann man als Topfpflanzen bekommen.

 

Pilea Kanonierblume, Pflegehinweise, Schwierigkeitsgrad



Da es mehr als 200 Arten in dieser Pflanzenfamilie gibt, könnte man viel über die Pilea erzählen. Alle Arten sind krautig und stammen aus tropischen Regionen. Viele gibt es als Topfzüchtungen, und ständig kommen neue dazu wie die Pilea peperomioidis.

 

Kleine Explosionen

Wenn die kleinen, unscheinbaren Blüten sich kraftvoll öffnen, werden die Pollen in den Raum geschleudert – daher der Name Kanonierblume.

 

Zu einer besonders überraschenden „Explosion“ kommt es bei der Pilea spruceana, die deswegen auch „Kleiner Artillerist“ genannt wird. Ihre kriechenden Stengel sind mit kleinen, runden Blättern dicht besetzt. Sie eignet sich gut als Hängepflanze, als Bodendecker in größeren Töpfen oder zum Zusammanpflanzen. Das gilt auch für die Pilea microphylla. Ihre kleinen, fein geteilten Blätter lassen die Pflanze einem Häufchen Moos ähneln.

 

Die bekannteste Kreuzung ist die „Gläuubige Hanne“ mit kleinen, runden Blättern und langen Ranken.

 

Tipp

Die Pflanze wird buschiger, wenn Sie die obersten Triebspitzen regelmäßig abkneifen.

 

Pilea

Kanonierblume

 

 

 

 



Schöne Wanddekoration

Die hängende Pilea nummularifolia hat gezackte, hellgrüne Blätter mit rauher Oberseite. Sie eignet sich als Wanddekoration. Die Pilea involucrata hat kleine, weiße Blüten. Pilea spruceana hat blanke, dunkelgrüne Blätter mit Silberzeichnung. Außerdem gibt es Pilea repens und Pilea depressa.

 

Ratschläge Gesundheit

Die Kanonierblume ist nicht sehr anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Sie verträgt aber keine direkte Sonne, Kälte, kalte Zugluft oder zuviel Feuchtigkeit. Temperaturen unter 13-14°C können ihr schaden. Steht sie zu dicht an einer kalten Fensterscheibe, kann sie braune oder schwarze Blätter bekommen.

 

Blattläuse können die Kanonierblume befallen. Kräftig abduschen.

 

Wollläuse sind schwieriger loszuwerden. Die Büschel sitzen an der Blattunterseite und an den Zweigen. Leichten Befall mit alkoholgetränkten Wattestäbchen bekämpfen, schweren Befall mit Spray.

 

Grauschimmel ist ein braun-grauer, staubiger Belag, verursacht durch große Feuchtigkeit. Wird mit einem Pilzmittel bekämpft. Die Pflanze nie so spät am Tag abduschen, daß sie vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr trocknen kann.

 

Der Jahresablauf

 

März-April

Jetzt fängt man an, etwas mehr als im Winter zu gießen. Die Erde im Topf darf gern feucht sein, aber nicht richtig naß. Es ist sinnvoll, die Oberfläche der Erde zu kontrollieren, bevor man erneut gießt. Im Frühjahr kann die Pflanze beschnitten werden, wenn sie im Winter zu stark gewachsen ist. Auch eine Umpflanzung ist möglich. Gut geeignet ist Erde auf Torfmullbasis. Abgeschnittene Spitzen ergeben die besten Stecklinge. 4-5 in feuchte Erde gesetzt und eine Plastiktüte mit Luftlöchern über den Topf mit den Stecklingen, dann gedeihen sie gut.

 

Mai-Oktober

Der Sommer ist die eigentliche Wachstumsperiode. Dann muß beim Gießen einmal wöchentlich Flüssigdünger gegeben werden. Die Pflanze braucht jetzt sehr viel Nährstoffe. Werden einzelne Ranken zu lang, schneidet man sie oben ab. Dann bekommt die Pflanze einen dichteren Wuchs. Die Temperatur sollte bei 20-22°C liegen.

 


November-Februar

Jetzt wird sparsamer gegossen. Die Temperatur sollte niedriger sein, aber nicht unter 15°C. Eine richtige Ruheperiode hat die Kanonierblume nicht. Denken Sie daran, daß die Pflanze Zugluft und Kälte, die eine Fensterscheibe abstrahlt, nicht mag.

 

Tipp Einkaufen

Kauft man Pflanzen im Frühjahr, kann man sie sofort beschneiden und Stecklinge setzen. Die Pflanze muß einen dichten, niedrigen Wuchs haben.

 

Lebensdauer:

Viele Jahre, wenn man sie durch Stecklinge verjüngt.

 

Saison:

Ganzjährig.

 

Schwierigkeitsgrad:

Leicht zu halten.

 

Andere Namen:

Kleiner Artillerist, Nesselpilea, Hängepilea, Kriechpilea, Glanzpilea und Aluminiumpflanze (P. cadierei).

 

Pilea 3

Die Pilea involucrata hat eiförmige Blätter mit tiefliegenden Adern, die interessante Muster bilden

 

 

 

 



Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Die verschiedenen Kanonierblumen werden selten höher als 20-30 cm, viele haben einen hängenden Wuchs.

 

Blüte und Duft

Die Blüten sind unscheinbar, weiß-grün oder blaßrosa. Normalerweise kommen sie im Frühjahr oder Frühsommer. Wenn die Stempel sich schnell und mit großer Kraft aufrichten, senden sie eine kleine Pollenwolke aus. Die Blüten duften nicht.

 

Licht und Temperatur

Die Pflanze mag hell stehen, aber nicht direkt in der Sonne. Sie gedeiht bei normaler Zimmertemperatur. Im Winter kann es etwas kühler sein, jedoch nie unter 13-14°C.

 

Gießen und Düngen

Die Erde soll feucht gehalten werden, aber bevor man erneut gießt, muß die Erdoberfläche trocken sein. Im Winter gießt man weniger als im Sommer. Im Sommer gibt man einmal die Woche Flüssigdünger. Die Kanonierblume kann mit Wasser in Zimmertemperatur geduscht werden, muß aber vor der Nacht trocken sein.

 

Erde und Umpflanzen

Im Fühling in torfhaltige Erde umpflanzen.

 

Schneiden

Lange Ranken kürzen, damit die Pflanze dichter wird. Im zeitigen Frühjahr kann die Pflanze zurückgeschnitten werden.

 

Vermehren

Wird im Frühjahr durch Stecklinge vermehrt.

 

Umgebung

Die Kanonierblume eignet sich als Hängepflanze oder als Bodendecker im Wintergarten oder Blumenzimmer. Die kräftigsten Pflanzen geben eine gute Dekoration für eine kleine Wand im Blumenzimmer ab.