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Pellefarn oder auch Rundblattfarn, robuster Zimmerfarn

Pellefarn oder auch Rundblattfarn, robuster Zimmerfarn

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Farne

Der Pellefarn wird in der Regel ca. 20 bis 25 cm hoch und breitet sich mit Hilfe von Wurzeltrieben aus, er sieht einem gewöhnlichen Farn nicht sehr ähnlich

Der niedrigwachsende, robuste Pellefarn eignet sich gut als Bodendecker. Er braucht viel Platz, weil seine Wedel mit den zahlreichen kleinen Blättern in die Breite wachsen.

 

Pellefarn oder auch Rundblattfarn



Der Pellefarn kommt aus Neuseeland und Südafrika, gedeiht aber auch bei uns recht gut. Er ist nicht besonders anspruchsvoll, will bei mäßiger Zimmertemperatur (im Winter kann sie bis auf 12°C absinken) gehalten und regelmäßig mit Leitungswasser gegossen werden. Der Wurzelballen darf niemals ganz austrocknen. Er wird auch Rundblattfarn genannt wegen seiner kleinen, lederartigen runden Blätter. Sie wachsen an rostbraunen Stengeln. Die hübschen, dunkelgrünen Blätter sind die ganze Pracht des Farns, denn er blüht nicht, sondern bildet Sporen. Die einzelnen Wedel werden je nach Art 30 bis 70 Zentimeter lang.

 

Eine Urzeit-Pflanze

Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde. Sie waren bereits Millionen Jahre vor den Menschen da.

 

Tipp

Der Pellefarn braucht im Gegensatz zu vielen anderen Farnen einen trockenen Standort. An einem hellen Platz (aber keine direkte Sonne) hat er gute Entwicklungschancen.

 

Bodendeckende Eigenschaften

Der Pellefarn ist sehr gut für Zusammenpflanzungen geeignet. Als graziös wirkender Bodendecker, der in die Breite wächst, mit seiner Blattfülle und den ausladenden Wedeln passt er gut zu höherwachsenden Pflanzen mit gleichen Lebensbedingungen. Blumenkästen oder Zylinderförmige Töpfe sind dafür besonders geeignet.

 

Besonderheiten der Züchtung

Gießen Sie den Pellefam mäßig, aber regelmäßig, im Sommer einmal pro Woche, im Winter in größeren Abständen. Er verträgt normales Leitungswasser. Der Pellefarn liebt trockene Luft, muss also nicht übersprüht werden. Der Wurzelballen darf niemals austrocknen, das wäre das Todesurteil für die Pflanze.

 

PellefarnPellefarn

 

 

 

 

 

 

 

Vermehrung durch Teilung

Der Pellefam hat einen kriechenden Wurzelstock und kann deshalb beim Umtopfen in mehrere Pflanzen geteilt werden.

 

Sporenvermehrung

Das ist sehr viel komplizierter und zeitraubender, auch wenn es interessant zu beobachten ist, wie die Triebe aus den Sporen kommen. Um festzustellen, wann die Sporen reif sind, schütteln Sie die Blätter älterer Pflanzen hin und wieder über einem weißen Papier:. Die Sporen sind reif wenn sie wie feiner Staub herunterfallen.

 

Benutzen Sie eine Plastikwanne und einen Ziegelstein

Füllen Sie zwei bis drei Zentimeter Wasser in die Wanne, legen Sie den (in kochendem Wasser steril gemachten) Stein hinein und darauf eine etwa einen Zentimeter hohe Torfschicht Streuen Sie die Sporen auf den Torf. Legen Sie eine Glasplatte darüber als Abdeckung. Wenn der Stein sich grün überzogen hat, können Sie die jungen Triebe ausstechen und in kleine Töpfe pflanzen, am Anfang mit einer Plastiktüte darüber zum Schutz der zarten Pflänzchen.

 

Ein kleiner Farngarten

Der Pellefarn passt am besten mit Rippen- und Nest Farn zusammen. Stellen Sie die Pflanzen weit genug auseinander, dass jede einzelne sich entwickeln und ausbreiten kann.

 


Ratschläge Gesundheit

 

Schlaffe Blattstengel

Schlaffe Blattstengel: Die Topferde ist zu trocken, oder die Pflanze bekommt zu wenig Luft

 

Helle oder blasse Blätter

Helle oder blasse Blätter kommen von zuviel Sonnenbestrahlung oder Mangel an Dünger.

 

Schildläuse

Schildläuse können die meisten Farne befallen. Die Insekten werden mit einem in Alkohol angefeuchteten Wattebausch entfernt oder mit einem spitzen Messer vorsichtig abgeschabt.

 

Pellefarn

Pellefarn

Der Pellefam eignet sich gut für Gruppenpflanzungen in großen Flaschen.

 

 

 

 

 

 

Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Der Pellefarn wird in der Regel ca. 20 bis 25 cm hoch und breitet sich mit Hilfe von Wurzeltrieben aus. Er sieht einem gewöhnlichen Farn nicht sehr ähnlich, wirkt eher wie ein Minibusch.

 

Blüte und Duft

Der Pellefarn blüht nicht, sondern vermehrt sich durch Sporen, die er an den Blattunterseiten bildet.

 

Licht und Temperatur

Die Pflanze gedeiht gut im Halbschatten. Vermeiden Sie direkte Sonne und halten Sie den Farn das ganze Jahr über bei mäßiger Wärme.

 

Gießen und Düngen

Der Wurzelstock darf nicht austrocknen. Mäßig aber regelmäßig gießen, im Sommer einmal pro Woche. Zur Düngung reicht die halbe Menge der empfohlenen Dosis. Düngen Sie während der Wachstumsperiode alle 14 Tage, später nur, wenn die Blattspitzen gelb werden.

 

Erde und Umpflanzen

Gute Farnerde besteht aus einer Mischung von Erde, torfhaltigem Kompost, ein wenig Holzkohle und Moos. Sie können aber auch normale, torfhaltige Blumenerde benutzen. Topfen Sie regelmäßig im Frühling um.

 

Schneiden

Es werden nur die welken Blätter entfernt.

 

Vermehren

Am besten durch Teilung größerer Pflanzen. Es geht auch durch Sporen, das ist aber kompliziert und zeitraubend.

 

Umgebung

Normale Zimmerverhältnisse. Entweder einzeln stehend oder zusammen mit anderen Farnen.

 

Tipp Einkaufen

Fragen Sie in größeren Gärtnereien oder Blumenläden nach dem Pellefarn. Achten Sie auf üppige, frische dunkelgrüne Blätter.

 

Lebensdauer:

Bei günstigem Standort kann der Pellefarn alt werden.

 

Saison:

Kaufen Sie den Pellefarn am besten im Frühling.

 

Schwierigkeitsgrad:

Der Pellefarn ist einfach zu pflegen. Er schätzt keine hohe Luftfeuchtigkeit.