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Medusenhaupt ist eine sukkulenten Euphorbien-Art

Medusenhaupt ist eine sukkulenten Euphorbien-Art

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Sukkulenten

Das Medusenhaupt (Euphorbia caput-medusae) ist eine ganz ausgefallene, aber sehr interessante Vertreterin der Euphorbiengewächse

Medusenhaupt, eine griechische Sagengestalt, Medusa mit dem Schlangenhaupt, stand Pate bei dieser sukkulenten Euphorbien-Art.

 

Medusenhaupt, eine sukkulenten Euphorbien-Art



Tatsächlich sieht sie aus, als ob sich lauter Schlangen aus dem Kopf winden.

Das Medusenhaupt (Euphorbia caput-medusae) ist eine ganz ausgefallene, aber sehr interessante Vertreterin der Euphorbiengewächse (zu denen auch der bekannte Weihnachtsstern und der Christusdorn gehören). Der lateinische Beiname „caput-medusae“ stammt aus der Welt der griechischen Sagen. Dort gab es Medusa, eine Frau mit Haaren, die aus lebenden Schlangen bestanden. Das allein aber reichte noch nicht: Sie hatte auch noch so entsetzliche Augen, dass jeder, der sie ansah vor Schreck erstarrte.

 

Eine hübsche Pflanze

Diese Sukkulente ist trotz des Vergleiches mit Medusa eine sehr hübsche Pflanze, die den Namen deshalb erhielt, weil ihre graugrünen Triebe mit etwas Fantasie an Würmer oder Schlangen erinnern. Die Sprossen können bis zu 50 cm lang werden. Sie entspringen einer rübenartigen Wurzel mit einem kurzen, dicken Stamm. An den Trieben bilden sich zahlreiche gelbe Blüten.

Das Medusenhaupt ist nicht besonders schwierig zu pflegen. Sogar „grüne Anfänger“ kommen gut damit zurecht – wenn sie nicht den Fehler machen und zu viel gießen.

 

Tipp

Wenn Jungpflanzen exakt wie die Mutterpflanze aussehen sollen, dann muss die Vermehrung statt durch Stecklinge durch Samen erfolgen.

 

MedusenhauptMedusenhaupt

 

 

 

 

 

 

 

Euphorbien – eine riesengroße Pflanzenfamilie

Das Medusenhaupt gehört zur Familie der Euphorbiengewächse. Das ist eine der größten Pflanzenfamilien, die wir kennen, mit unendlich vielen verschiedenen Arten. Da findet man sukkulente genauso wie verholzte kleine Sträucher und wie ein – oder zweijährige Pflanzen. Der Formenreichtum ist so groß, daß wirklich für jeden Zimmergärtner etwas dabei ist. Aber: Fast alle Euphorbiengewächse sind giftige Schönheiten. Sie enthalten in ihren Trieben einen giftigen Milchsaft, auf den sich auch der deutsche Name „Wolfsmilchgewächse“ bezieht. Kommt die Haut damit in Berührung (etwa wenn Sie Stecklinge schneiden), kann es zu Reizungen und Entzündungen kommen. Gerät er gar in offene Wunden oder auf Schleimhäute, ist er gefährlich und schmerzerregend. Die bekanntesten Zimmer-Euphorbien sind folgende:

 

Wolfsmilch oder Korallenranke

(Euphorbia fulgens), wächst in der Natur als hoher Strauch. Keine ganz einfache Pflanze, sie braucht zum Blühen eine Kurztagsbehandlung.

 

Weihnachtsstern

(E. pulcherrima), braucht auch einen kurzen Tag, damit sich die auffallenden Hochblätter färben.

 

Christusdorn

(E milii) kann in der Natur recht hoch werden.

 

Kaktuseuphorbie

(E. pseudocactus) ist ein verzweigter Strauch, mit gewellten Rippen, grauen Dornen.

 

Ratschläge Gesundheit

Das Medusenhaupt ist eine sehr robuste Pflanze, die bei richtiger Pflege so gut wie nie krank wird. Manchmal leiden Pflanzen unter Bakterienkrebs, dann muss man sie wegwerfen.

 


Wollläuse können manchmal auftreten. Und zwar sitzen sie hauptsächlich an den Ansätzen der langen Triebe, an der Basis der Pflanze also und bilden dort dichte weiße Büschel. Sie sind etwas schlecht zu bekämpfen, da die Stellen unzugänglich sind. Aber ein Wattestäbchen, in Alkohol getränkt, wirkt oft Wunder.

 

Lange rankende Triebe, die sehr dünn sind, bilden sich immer dann, wenn die Pflanze zu dunkel steht. Stellen Sie sie an einen sehr hellen Platz.

 

Tipp Einkaufen

Wenn Sie eine Pflanze kaufen, dann achten Sie darauf, daß der Körper saftig ist und die Triebe nicht schlapp hängen oder gar geschrumpft sind. Hat die Pflanze Blüten, dürfen diese beim Berühren nicht abfallen.

 

Lebensdauer:

Bei richtiger Pflege wird die Pflanze sehr alt.

 

Saison:

Das ganze Jahr.

 

Schwierigkeitsgrad:

Das Medusenhaupt wird ähnlich wie ein Kaktus gepflegt

 

Medusenhaupt

Medusenhaupt

Dies ist ein recht altes Medusenhaupt, das durch radikales Zuruckschneiden verjüngt wurde

 

 

 

 

 

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Das Medusenhaupt gehört zu den kleinen Pflanzen. Es braucht zwischen anderen nicht viel Platz, darf aber auch nicht völlig verdeckt werden. Es wächst sehr langsam.

 

Blüte und Duft

Die Blüten sind klein und meist schwefelgelb. Sie sitzen in Büschen zusammen an den Pflanzenspitzen. Den Duft bemerkt man nur dann, wenn viele Blüten gleichzeitig aufgegangen sind.

 

Licht und Temperatur

Die Pflanze braucht einen sehr hellen Platz, verträgt aber hinter der Fensterscheibe keine sengende Sonne. Ein Südfenster ist also ungeeignet. Im Sommer sollte die Temperatur zwischen 20 und 24°C liegen, im Winter nicht unter 15°C.

 

Gießen und Düngen

Wie die meisten Kakteen und Sukkulenten muß man auch das Medusenhaupt vorsichtig gießen: während der Wachstumszeit etwa einmal wöchentlich, im Winter seltener. Im Sommer wird einige Male gedüngt.

 

Erde und Umpflanzen

Umgesetzt wird die Pflanze nur, wenn der alte Topf zu klein ist. Das kommt aber nur selten vor. Nehmen Sie am besten spezielle Kakteenerde. Füllen Sie zuerst Kies als Drainageschicht ein, damit überschüssiges Wasser schnell abläuft.

 

Schneiden

Kein Schnitt.

 

Vermehren

Die einfachste Vermehrung ist die durch Stecklinge. Nehmen Sie einen Seitentrieb ab, und stecken Sie ihn in Anzuchterde. Er bildet schnell Wurzeln.

 

Umgebung

Das Medusenhaupt sieht sehr gut aus, wenn es in einem SäulentopfMedusenhaupt steht.