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Lederfarn, verträgt auch trockene Zimmerluft aber keine direkte Sonne

Lederfarn, verträgt auch trockene Zimmerluft aber keine direkte Sonne

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Farne

Der Lederfarn hat, der Name sagt es schon, kleine, lederartige Blättchen, diese sind zwei – bis dreifach gefiedert, die Wedel können bis 70 cm lang werden

Lederfarn; Die meisten Farne sind ein wenig empfindliche Gewächse, mit denen ein Zimmergärtner viel Mühe hat.

 

Lederfarn, verträgt auch trockene Zimmerluft



Und die trotzdem nicht immer gut gedeihen. Nicht so der Lederfarn. Er gehört zu der kleinen Gruppe der robusten Farne, wie zum Beispiel auch der Pellefarn. Gleichzeitig aber bietet er all das, was man von einem Zimmerfarn erwartet: Einen dichten, buschigen Wuchs und zierliche, feingefiederte Wedel. Die aber beachtliche Ausmaße erreichen können. Dazu hat er einen dicken, kriechenden Wurzelstock, der dicht mit rotbraunen, länglichen Schuppen besetzt ist.

 

Ein Weltbürger

In der Gattung Arachniodes findet sich nur ein einziges Mitglied, nämlich besagter Lederfarn, A. adiantiformis. Übersetzt bedeutet das soviel wie „adiantumähnlich“, also eine Pflanze, die dem Frauenhaarfarn (Adiantum) ähnelt. Eine Ähnlichkeit allerdings, die sich weder auf das Aussehen noch auf die Pflege beziehen kann. Verbreitet ist der Lederfarn fast auf der ganzen Welt. In Südafrika findet man ihn genauso wie in Mittel – und Südamerika, in Australien und Polynesien. In der Natur wächst er als Epiphyt, als Baumbewohner. Häufig ist er in Massen auf den Stämmen von Baumfarnen zu sehen.

 

Lederfarn

Lederfarn

Dieser Lederfarn ist noch recht jung, sein Platzbedarf hält sich in Grenzen. Später geht er in die Breite.

 

 

 

 

 

Auch als Gartenbewohner geeignet

Der Lederfarn ist ein idealer, kräftiger Zimmerfarn. Trotzdem schätzt er frische Luft. Setzen Sie ihn also ruhig im Sommer zusammen mit anderen Zimmerpflanzen hinaus auf den Balkon. Wenn Sie in einer Gegend mit einem milden Klima wohnen, etwa in den Weinbaugebieten, können Sie ihn sogar als Gartenfarn versuchen. Allerdings müssen Sie ihn dann im Winter mit trockenem Laub abdecken. Im Zimmer können Sie ihn zwar auch recht gut bei trockener Heizungsluft halten. Dann aber kann es nicht schaden, wenn Sie gelegentlich sprühen.

 

Ratschläge bei Krankheiten

Blasse Blätter

Wenn die Blätter des Farns ganz blass werden, müssen Sie sofort den Standort ändern: Er steht zu sonnig.

 

Braune Blattränder

Braune Blattränder sind beim Lederfarn ein Zeichen für einen zu trockenen Wurzelballen. Tauchen Sie den Farn in einen Eimer mit Wasser. Und gießen Sie in Zukunft häufiger.

 

Braune, faulende Blattränder

Braune, faulende Blattränder dagegen treten auf, wenn die Pflanzen zu nass und vielleicht gleichzeitig zu kühl gehalten wurde. Meist fallen auch die Blättchen ab.

 

Die Vermehrung der Lederfarne

Jeder Farn bildet unter seinen Blättchen viele Sporen aus, die kleinen, braunen, erhabenen Häufchen. Diese Sporen entsprechen in etwa den Samen anderer Pflanzen. Wenn die Sporen braun werden, sollten Sie eine Plastiktüte über einen Wedel binden. Dann fallen sie gleich in die Tüte und sind säbereit. Bewährt hat sich das Aussäen auf einem Ziegelstein: Stein abkochen, in eine Schüssel mit Wasser legen. Steinoberfläche mit Torfmull bedecken, kochendes Wasser darübergießen. Sporen aussäen, mit Glasplatte oder Plastikfolie abdecken. Gut vier Wochen dauert es. bis sich der sogenannte Vorkeim bildet: Eine grüne Schicht auf dem Ziegel. Am besten nehmen Sie mit einer Gabel ganze Stücke der bewachsenen Torfschicht und übertragen sie in Töpfe mit feuchtem Torf. Ziehen Sie wieder eine Plastiktüte über. Wenn die ersten richtigen Pflänzchen zu erkennen sind, werden sie ein zweites Mal in einzelne Töpfchen umgesetzt.

 

Lederfarn

Vermehrung

Plastiktüte über einen Wedel

 

 

 

 



Lederfarn

Vermehrung

Mit Glasplatte oder Plastikfolie abdecken

 

 

 

 

 

 

Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Der Lederfarn hat, der Name sagt es schon, kleine, lederartige Blättchen. Diese sind zwei – bis dreifach gefiedert. Die einzelnen Wedel können bis zu 70 cm lang werden. Der dicke Wurzelstock ist mit rotbraunen Schuppen besetzt.

 

Blüte und Duft

Kein Farn blüht – auch dieser nicht.

 

Licht und Temperatur

Der Lederfarn bevorzugt einen etwas schattigen Platz. Direkte Sonne verträgt er nicht. Im Winter kann er zur Not im Wohnzimmer bleiben; besser aber ist ein kühlerer Platz mit ungefähr 12°C.

 

Gießen und Düngen

Im Sommer sollten Sie die Erde stets mäßig feucht halten; im Winter wird dem Standort entsprechend weniger gegossen. Düngen Sie während der Wachstumszeit etwa alle zwei Wochen, aber nur mit einer schwachen Konzentration.

 

Erde und Umpflanzen

Umgetopft wird im März, in normale BlumenerdeLederfarn oder Torfkultursubstrat.

 

Schneiden

Geschnitten wird nicht.

 

Vermehren

Füllige Pflanzen können Sie teilen. Möglich ist auch die Sporenaussaat

 

Umgebung

Der Lederfarn braucht mit seinen langen Wedeln im Zimmer etwas Freiraum

 

Lederfarn

Beachtliche Ausmaße

Mit relativ wenig Pflege kann der Lederfarn beachtliche Ausmaße erreichen; 70 cm lange Wedel sind ganz normal.

 

 

 

 

 

Tipp Einkaufen

Achten Sie beim Kauf auf einen buschigen Wuchs und auf kräftige, gut ausgefärbte, unbeschädigte Wedel.

 

Lebensdauer:

Dieser Farn kann alt werden.

 

Saison:

Er ist das ganze Jahr über schön.

 

Schwierigkeitsgrad:

Der Lederfarn ist im Zimmer sehr viel einfacher als viele andere Farne, da er eine weniger hohe Luftfeuchtigkeit braucht.

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