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Kokospälmchen, wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit

Kokospälmchen, wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Palmen

Das Kokospälmchen ist die kleinste bekannte Palme, aber sie hat einen eleganten, graziösen, fast bizarren Wuchs mit hübsch gebogenen, federähnlichen Zweigen

Kokospälmchen, diese kleine Palme, die aus Brasilien stammt, gehört ohne Zweifel zu den elegantesten Zimmerpflanzen.

 

Kokospälmchen, die kleinste bekannte Palme



Sie hat einen zarten Stamm mit langen, gebogenen, federähnlichen Blättern, an denen wiederum kleine dünne Blätter sitzen. Um ihre Durchschnittshöhe von einem Meter zu erreichen, benötigt diese Palme nicht selten 20 bis 30 Jahre. Wäre sie einfacher zu halten, würde sie mit Sicherheit populärer sein, als sie es tatsächlich ist. Sie benötigt eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Steht sie in einem normalen (Wohn-Zimmer), muss sie im Sommer mehrere Male am Tag abgeduscht oder angesprüht werden und zwar mit entkalktem, handwarmem Wasser. Gleichzeitig darf sie keine sengende Sonne abbekommen: Die Wassertröpfchcn auf den Blättern würden wie Brenngläser wirken. Natürlich darf auch die Erde im Topf nie austrocknen.

 

Am besten ist ein Wintergarten

Ideale Standorte sind GewächshäuserKokospälmchen oder Wintergärten. Dort ist die Luftfeuchtigkeit grundsätzlich höher als in Wohnräumen. Dennoch sollte man auch dann nicht vergessen, die Palme im Sommer abzuduschen.

 

Oder wie wäre es mit einem Glasgarten ?

Solange das Kokospälmchen noch sehr klein ist – und das ist zumeist viele Jahre lang – kann man sie, zusammen mit anderen Pflanzen – auch gut in ein Aquarienglas setzen. Wichtig ist dabei, daß auch die Mitbewohner hohe Luftfeuchtigkeit und viel Wasser brauchen, daß ihnen das zumindest nicht schadet.

 

Tipp

Das Kokospälmchen ist die einzige Palme, die es überaus schätzt, wenn im Sommer Wasser im Untersatz stehenbleibt.

 

Kokospälmchen Kokospälmchen

 

 

 

 

 

 

 

So wird ein Kokospälmchen umgepflanzt

Junge Kokospälmchen müssen alle Jahre wieder im März, April umgepflanzt werden. Erst ab einer gewissen Größe, so zwischen 30 und 50 cm, reicht es, wenn jährlich die oberste Erdschicht im Topf gegen frische ausgetauscht wird. Die Erde ist eine mit nahrungsreichem Kompost gemischte Blumenerde. Die Wurzeln des Kokospälmchens sind extrem brüchig. Es sollte nie in einem zu großen Topf stehen, aber in einem hohen. Der Fachhandel bietet spezielle Palmentöpfe an. Vor der Verwendung wird ein Tontopf mindestens einen Tag lang gut gewässert.

Dann ist beim Umpflanzen darauf zu achten, dass der Palmenstamm im neuen Topf nicht tiefer steht als im alten. Drücken Sie die Erde fest an. Und stellen Sie die Pflanze zunächst ein paar Tage in den Schatten. Während dieser Zeit sollte auch nicht gegossen werden, die Palme deckt ihren Feuchtigkeitsbedarf aus dem gewässerten Tontopf. Bei dieser Behandlung gewöhnen sich die Wurzeln am besten an die neue Erde. Alles in allem ist die schöne Pflanze nicht sehr pflegeleicht. Aber die Mühe lohnt sich.

 

Ratschläge bei Krankheiten

 

Schild – und Wollläuse

Schild – und Wollläuse sitzen an den Blattunterseiten. Sie sind erkennbar an kleinen braunen oder weißen Flecken. Zunächst mit dem Messer vorsichtig abkratzen, dann mit einem alkoholgetränkten Wattebausch abtupfen und mit klarem Wasser abwaschen.

 

Thripse

Thripse, ebenfalls an den Blattunterseiten, müssen wohl oder übel mit einem speziellen Mittel bekämpft werden.

 


Trockene Blattspitzen

Trockene Blattspitzen oder welke Blätter lassen auf zu geringe Luftfeuchtigkeit, aber auch auf zu trockene Erde schließen. Duschen Sie die Palme häufiger ab, gießen Sie noch mehr. Und lassen Sie im Sommer immer etwas Wasser im Untersatz stehen. Es kann aber auch sein, daß die Palme zu kalt steht. In diesem Fall müssen Sie den Standort wechseln.

 

Kleine schwarze Flecken

Kleine schwarze Flecken mit gelbem Ring sind auf den Blättern zu sehen. Wahrscheinlich liegt ein Pilzbefall vor, den Sie nur mit einem chemischen Mittel wirkungsvoll bekämpfen können.

 

Kokospälmchen

Kokospälmchen

Zwar klein, aber von sehr attraktivem,fast bizarrem Wuchs: das Kokospälmchen.

 

 

 

 

 

 

Tipp Einkaufen

Achten Sie beim Kauf besonders auf die Blattspitzen: Sie dürfen nicht braun verfärbt und auch nicht angestoßen sein.

 

Lebensdauer:

Bei optimalen Verhältnissen kann diese kleine Palme sehr alt werden.

 

Saison:

Das ganze Jahr.

 

Schwierigkeitsgrad:

Nicht einfach. Sehr wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit.

 

Kurze Hinweise

Größe und Wuchs

Das Kokospälmchen ist die kleinste bekannte Palme. Aber sie hat einen eleganten, graziösen, fast bizarren Wuchs mit hübsch gebogenen, federähnlichen Zweigen. Sie wächst langsam und wird selten über 100 cm, nie über 150 cm groß.

 

Blüte und Duft

Bei Zimmerhaltung blüht diese kleine Palme nicht. Und duftet folglich auch nicht.

 

Licht und Temperatur

Empfehlenswert ist ein heller Standplatz, jedoch ohne sengende Sonne. Im Sommer sollte die Temperatur zwischen 20 und 25°C liegen, im Winter nicht unter 15°C absinken.

 

Gießen und Düngen

Im Sommer wird reichlich gegossen. Dem Gießwasser alle 14 Tage eine Portion Flüssigdünger zufügen. Im Winter sparsamer gießen und gar nicht düngen.

 

Erde und Umpflanzen

Siehe weiter oben. Brechen die Wurzeln ab, geht die Pflanze oft ein.

 

Schneiden

Welke und kranke Blätter sollten nicht nur aus optischen Gründen umgehend entfernt werden.

 

Vermehren

Bei uns bildet das Kokospälmchen keine Früchte. Sie müssen also versuchen, Samen zu kaufen. Legen Sie ihn zunächst 24 Stunden lang in 35°C warmes Wasser, er wird dann in feuchte Blumenerde gesät und auf Unterwärme gestellt. Die Erdtemperatur sollte konstant 28 bis 30°C betragen.

 

Umgebung

In Wintergärten und Gewächshäusern.