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Das Alpenveilchen, eine der hübschesten Zimmerpflanzen

Das Alpenveilchen, eine der hübschesten Zimmerpflanzen

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Blütenpflanzen

Das Alpenveilchen blüht von September bis März, oft so reichhaltig, dass man einige Blüten für die Vase abschneiden kann die Hybriden duften nicht

Das Alpenveilchen ist eine der hübschesten Zimmerpflanzen, die Blätter sind herzförmig. Es ist eine mehrjährige Knollenpflanze, die aus den Mittelmeerländern kommt.

 

Alpenveilchen, eine der hübschesten Zimmerpflanzen



In der freien Natur findet man sie in den Gebirgen griechischer Inseln und der Türkei. In englischen Veröffentlichungen wird die Pflanze schon 1735 erwähnt, allerdings mit dem Hinweis, dass sie erst vier bis fünf Jahre nach der Aussaat blühe. Das weiß man inzwischen besser. Die Kreuzungen und Züchtungen haben diese Zeit auf weit unter ein Jahr gesenkt.

 

Große Pflanzen und Mini Ausgaben

Heute ist das Alpenveilchen eine unserer beliebtesten Topfpflanzen. Man bekommt sie mit Blüten in allen Rot – und Rosaschattierungen, auch weiß oder mehrfarbig. mit glatten oder gekrausten Rändern. Am bekanntesten sind sicher die großen F1-Hybriden. die durch Kreuzungen entstanden sind. Es gibt aber auch Mini-Ausgaben von Alpenveilchen, die genauso stark und reichhaltig blühen wie ihre großen Schwestern.

 

Darf nicht zu warm stehen

Das Alpenveilchen mag es gerne kühl. Der Besitzer aber möchte sich naturgemäß im Wohnzimmer, das ja zu dieser Zeit meist geheizt ist, an den Blüten erfreuen. Schließen Sie einen Kompromiss: Stellen Sie die Pflanze wenigstens nachts kühl, möglichst auch dann, wenn Sie sowieso nicht zu Hause sind. Und gönnen Sie ihr ein schattiges Nordfenster. Gießen Sie gründlich, aber nie auf die Knolle – dann würde die Pflanze bald faulen.

 

Das Alpenveilchen

Die großen Hybriden

Die großen Hybriden sehen hübsch aus neben den Mini Cyclamen. Die Winzlinge sind in den letzten Jahren beliebt geworden

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermehrung der Pflanzen

 

1. Samen und Bestäubung

Samen kann man in kleinen Tüten kaufen – oder mit Glück und Geschick von den eigenen Pflanzen abnehmen. Zuerst müssen sie bestäubt werden. Halten Sie einen großen Pinsel unter eine gutentwickelte Blüte und schütteln diese. Der Staub, der herabfällt, wird wieder auf den Stempel der Blüte getupft. Die Pflanze wird nun nur noch mäßig gegossen und 10 bis 12°C kühl gestellt. Von Mai bis Juni keimt der Samen. Die Samenkapseln werden mit Stiel abgepflückt. Trocken und luftig keimt er 6 bis 8 Wochen weiter.

 

2. Aussäen

Ausgesät wird in spezielle Saat Erde. Benutzen Sie einen länglichen Kasten oder ein kleines TreibhausDas Alpenveilchen, das mit Glas oder Plastik abgedeckt wird. Die Erde muss feucht sein. Nach dem Säen stellen Sie den Behälter kühl (etwa 18°C) und dunkel. Totale Dunkelheit ist ganz wichtig. sonst keimt der Samen nicht. Nach 3 bis 4 Wochen wird er allmählich heller gestellt. Nie die Erde austrocknen lassen.

 

3. Ausdünnen

Dann werden die Keimlinge ausgedünnt: Schwache reißen Sie heraus, kräftige bleiben stehen. Wenn sie ein bis zwei Blätter haben, werden sie einzeln eingetopft, und zwar so. dass die winzige Knolle mit Erde bedeckt ist. Sonst könnte sie austrocknen, und die Pflanze würde dann nicht mehr wachsen.4. Auch möglich:

 

Vermehrung durch Knollenteilung

Die so entstandenen Pflanzen werden besonders groß und kräftig. Schneiden Sie während der Ruhezeit die Knolle einfach in der Mitte durch. Tauchen Sie die Schnittstellen in ein Pulver, das Pilzbefall verhindert, dann getrennt einpflanzen.

 


Das Alpenveilchen

Vermehrung

Vermehrung der Pflanzen

 

 

 

 

 

 

 

 

Ratschläge Gesundheit

 

Grauschimmel

Grauschimmel zeigt sich als grauer Schwammbelag. braune Blattflecken und welke Stengel. Sie können gegen diesen Pilz kaum etwas tun.

 

Kleine Blätter und wenig Blüten

Kleine Blätter und wenig Blüten deuten auf Ernährungsmangel hin. Nehmen Sie aber nie eine höhere Konzentration, als auf der Packung steht.

 

Trockene Blattflecken

Trockene Blattflecken und Blattränder entstehen, wenn die Pflanze feucht in die Sonne gesetzt wurde.

 

Blattläuse

Blattläuse sitzen an jungen Trieben und unter den Blättern. Benutzen Sie ein Insektizid als Gegenmittel.

 

Achtung: Das Alpenveilchen verträgt keine Blattglanzmittel. Nehmen Sie zur Reinigung der Blätter einen Pinsel und klares Wasser.

 

Setzen Sie die Pflanze im Sommer hinaus

Nach der Blüte beginnt die Ruhezeit des Alpenveilchens. Es wird weniger gegossen und kaum mehr gedüngt. Wenn es möglich ist, tut der Pflanze ein kurzer Sommeraufenthalt im Garten oder auf dem Balkon gut. aber nur an einem Schattenplatz. Denken Sie daran. sie vor dem Frost wieder hereinzuholen und auch draußen hin und wieder zu gießen und zu düngen.

 

Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Gewöhnliche Alpenveilchen werden 30 bis 40 cm hoch. Es gibt auch Winzlinge von 20 bis 25 cm.

 

Blüte und Duft

Alpenveilchen blühen von September bis März, oft so reichhaltig, dass man einige Blüten für die Vase abschneiden kann. Die Hybriden duften nicht. Die Mini-Typen haben einen feinen Duft.

 

Licht und Temperatur

Sie sollen kühl und halbschattig stehen. Die Temperaturen sollten immer, auch im Zimmer, unter 20°C liegen.

 

Gießen und Düngen

Während der Blüte brauchen sie viel Wasser, die Knolle darf aber von oben nicht nass werden. Gießen Sie ruhig in den Untersatz, aber leeren Sie ihn nach einer halben Stunde. Sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit.

 

Erde und Umpflanzen

Umgetopft wird nach der Blüte im April/Mai, dabei schlechte Wurzeln entfernen. Die Knollenoberfläche muss aus der Erde schauen.

 

Schneiden

Säubern Sie das ganze Jahr über die Pflanze von verwelkten Blättern und Blüten, so dass Platz für den Nachwuchs ist.

 

Vermehren

Alpenveilchen kann man durch Samen, aber auch durch die Teilung alter Knollen vermehren.

 

Das Alpenveilchen

Eine weiße

Eine weiße, dichtblühende F1-Hybride

 

 

 

 

 

 

 

 

Einkaufstipps

Die Pflanzen müssen frisch-grün sein. Blüten und Knospen haben, dürfen nicht beschädigt sein.

 

Lebensdauer:

In einem kühlen Raum halten die Pflanzen viele Jahre und blühen jedes Jahr wieder. Im warmen Wohnzimmer ist das schon schwieriger zu erreichen. Deshalb wird sie oft nach der Blüte weggeworfen.

 

Saison:

Die Auswahl an Alpenveilchen ist im Herbst und vor Weihnachten am größten. Wer sie dann kauft, hat am längsten etwas von der Blütenfülle.

 

Das Alpenveilchen

Eine rote

Eine rote Variante mit weißen Kanten