Chysis gehört nicht zu den häufigsten Orchideen, mag keine grelle Sonne

Chysis gehört nicht zu den häufigsten Orchideen, mag keine grelle Sonne

Artikel von Gartenschlumpf in der Kategorie Orchideen

Im Sommer muß die Chysis vor greller Sonne geschützt stehen, im Winter braucht sie einen hellen Platz, der nicht zu kühl sein darf

Chysis, zu den häufigsten Orchideen gehören sie nicht. Obwohl sie sich relativ problemlos auch im Zimmer halten lassen. Im Frühling und Frühsommer bekommen sie sehr hübsche, hängende Blütenrispen.

 

Chysis gehört nicht zu den häufigsten Orchideen



Früher wurde die Chysis häufiger als Zimmerpflanze kultiviert. Aus Gründen unbekannter Art sieht man sie jetzt immer seltener. In Amerika findet man etwa sechs verschiedene Chysis-Arten, vor allem in Kolumbien, Venezuela und Guatemala. Die Zimmerorchideen stammen alle von einer Art ab: Chysis aurea. Davon allerdings gibt es zwei Varietäten: Chysis aurea var. aurea, die im Mai und Juni blüht. Und Chysis aurea var. bractescens, die bereits ab März Blüten bekommt. Die Blüten der ersten Sorte sind goldgelb (= aurea) mit einer braunen Zeichnung. Die hellgelbe Lippe ist braunrot gestreift. Die zweite Sorte hat besonders große, weiße Blüten, mit einer von innen leicht gelblich getönten Lippe, die rote Streifen zieren.

 

Lange Bulben

Eine Chysis hat im Vergleich zu anderen Orchideen sehr lange Bulben. Die Blütenrispen hängen leicht nach unten. Deshalb sehen die Pflanzen am schönsten aus, wenn sie hängend, in Holzkörbchen, oder auf einem Rindebrettchen kultiviert werden. Beides, Körbchen als auch Brettchen, bekommen Sie im Pflanzenhandel. Auf dem Brettchen werden die Pflanzen am besten, eingewickelt in Orchideen substrat, mit Blumendraht festgebunden. Wichtig ist, daß Sie für genügend Wasser sorgen und natürlich auch häufig mit entkalktem Wasser sprühen.

 

Chysis

Chysis

Manchmal können bis zu zehn Blüten in einer Rispe zusammensitzen.

 

 

 

 

 

Ratschläge Gesundheit

 

Viruserkrankungen

Viruserkrankungen sind der Schrecken jedes Orchideenbesitzers. Meist werden sie durch unsauberes Werkzeug übertragen. Ist eine Pflanze daran erkrankt, muß sie vernichtet werden. Eine Heilung ist nicht möglich.

 

Spinnmilben

Spinnmilben sind bei Orchideen besonders häufig anzutreffen. Im Anfangsstadium hilft oft ein mehrmaliges Abduschen der Pflanze über der Badewanne. Später müssen Sie wohl oder übel chemische Mittel anwenden.

 

Wenn Wurzeln faulen

Wenn Wurzeln faulen, das erkennt man am besten beim Umtopfen, werden alle braunen Teile abgeschnitten. Damit durch die frischen Wunden keine Krankheitskeime eindringen können, werden sie mit Holzkohle oder einem Pilzbekämpfungsmittel bepudert. Danach die Pflanze wieder ganz normal eintopfen.

 

 

Bei dieser Orchidee kommt es auf die richtige Erdmischung an

Die Chysis schätzt, wie die meisten epiphytisch wachsenden Orchideen, einen Pflanzstoff, der mit normaler Erde nicht mehr viel Ähnlichkeit aufweist. Er muß locker sein, nährstoffarm und frei von Schädlingen, aber muß das Wasser halten können. Zu den klassischen Wuchsstoffen gehört eine Mischung mit einem großen Anteil an Farnwurzeln. Da diese aber heute sehr teuer und kaum mehr zu beschaffen sind, bestehen die modernen Substrate zu erheblichen Teilen aus Torf, Rinde oder Borke, denen bestimmte Mineralien untergemischt werden.

 

Glücklicherweise brauchen Sie sich keine großen Gedanken zu machen, wie Sie was am besten vermischen. Denn fertige Orchideensubstrate kann man heute überall im Fachhandel kaufen. Als Pflanzgefäße für Epiphyten sind die hellen Holzkörbchen nicht nur dekorativ, sondern vor allem auch zweckmäßig. Etwas schwierig allerdings gestaltet sich bei den Körbchen das Gießen. Zum einen müssen Sie öfter zur Kanne greifen als bei anderen Gefäßen. Dann aber muß das durchlaufende Wasser so ablaufen können, daß es auf dem Boden keinen Schaden anrichtet.

 

Chysis

Chysis

Chysis liscombia ist eine seltene Art. Sie hat besonders schöne, sehr große, weiße Blüten.

 

 

 

 

 

 

Tipp Einkaufen

 

Eine Chysis kaufen Sie am besten in speziellen Orchideengärtnereien.

 

Lebensdauer:

Die Orchidee kann einige Jahre alt werden.

 

Saison:

Zur Blütezeit im Frühjahr.

 

Schwierigkeitsgrad:

Als Orchidee nicht zu kompliziert.

 


Kurze Hinweise

 

Größe und Wuchs

Diese Orchidee hat außerordentlich lange Pseudobulben, die in der oberen Hälfte drei bis fünf Blätter tragen. In der Natur wächst sie als Epiphyt.

 

Blüte und Duft

Zwischen vier und zehn Blüten sitzen in überhängenden Rispen zusammen. Blütezeit ist, je nach Art, zwischen März und Juni. Einen besonderen Duft besitzen die Blüten nicht.

 

Licht und Temperatur

Im Sommer muss die Orchidee vor greller Sonne geschützt stehen. Im Winter braucht sie einen hellen Platz, der nicht zu kühl sein darf: etwa 17°C am Tag, etwa 15°C in der Nacht.

 

Gießen und Düngen

In der Wachstumszeit müssen Sie reichlich gießen. Ab Herbstanfang werden die Pflanzen trockener gehalten. Gedüngt wird nur ganz schwach.

 

Erde und Umpflanzen

Die Pflanzen wachsen am besten in speziellem Orchideensubstrat (erhältlich im Fachhandel) und in Holzkörbchen.

 

Schneiden

Ein Schnitt im herkömmlichen Sinn ist nicht notwendig.

 

Vermehren

Durch Aussaat – ist aber für Laien schwierig.

 

Umgebung

Die Orchidee kann am normalen Fenster wachsen, wenn man für feuchtere Luft sorgt.

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