Zwetschge, die saftige Frucht im Spätsommer
Bereits zwei Jahre nach der Pflanzung können Sie die vitaminreichen Früchte ernten. Über die Bezeichnung dieses beliebten Steinobstes ist man sich nicht ganz einig. Gängig ist der Begriff Zwetschge, in manchen Gegenden sagt man Zwetsche, einige Sorten nennt man Pflaumen. Nicht alle Sorten sind selbstfruchtbar. Erkundigen Sie sich unbedingt beim Kauf des Baums, ob die gewählte Sorte einen sogenannten Befruchter, also einen zweiten Zwetschgenbaum, benötigt. Bewährt hat sich die Deutsche Hauszwetschge, die meist selbstfruchtbar ist. Von ihr gibt es viele regionale Sorten, die an das jeweils herrschende Klima angepaßt sind und daher problemlos eine reiche Ernte bringen. Frühe Sorten können Sie im August ernten, bei mittelfrühen und späten Sorten beginnt die Ernte im September und reicht oft bis tief in den Oktober hinein.
Einpflanzen und Pflegen
Das brauchen Sie:
Zwetschgenbaum, Spaten, Haltestab, Steinmehl, Eimer, Kompost, Pflanzenband
Graben Sie das Pflanzloch
Graben Sie das Pflanzloch so groß, daß der Wurzelballen darin gut
Platz hat. Schlagen Sie den Haltestab fest in den Boden
Steinmehl
Streuen Sie zwei Handvoll Steinmehl in das Loch. Kompost dazugeben. Den Baum
einsetzen, mit Erde auffüllen und festtreten
Stamm befestigen
Befestigen Sie den Stamm mit einer Achterschlinge am Haltestab. Die Baumscheibe
anlegen und mit einer Mulchschicht bedecken
Beschneiden
Schneiden Sie nach innen wachsende, zu dicht stehende, verkahlte und
hängende Zweige ab, damit die Krone nicht zu dicht wird
Leimanstrich
Mit einem Leimanstrich verhindern Sie, daß die Rinde im Winter
schorfig wird und sich Schädlinge in den Rissen ansiedeln
Tipp
Am Baum verbliebene Früchte trocknen meist völlig ein. Solche Fruchtmumien müssen Sie im
Herbst entfernen, um Krankheiten vorzubeugen
Einkaufstip
Kaufen Sie in einer guten Baumschule einen jungen Zwetschgenbaum mit vielen kräftigen Trieben. Den
notwendigen Pflanzschnitt dort gleich ausführen lassen. Kaufen Sie keinen Baum mit vertrockneten
und sparrigen Trieben.
Tipp
Einige Baumpflegemaßnahmen sind für den Ertrag wichtig: Zwetschgen hängen oft sehr dicht, so daß eine angefaulte Frucht schnell die Nachbarfrüchte
ansteckt. Entfernen Sie deshalb regelmäßig alle nicht einwandfreien Zwetschgen. Sie verhindern so manche erntemindernde Krankheit. Schneiden Sie
auch sofort kranke Zweige ab. Alle kranken Pflanzenteile vernichten! Bei der 'Victoriapflaume' nach der Blüte die Fruchtansätze ausdünnen. Dann
werden die Früchte größer, und das Fruchtfleisch bekommt einen süßeren Geschmack.
Licht und Boden
Volle Sonne. Wirklich gut gedeihen viele Zwetschgensorten nur in milden Lagen. Die Sorten der Hauszwetschge
bringen auch in rauhen Gegenden eine reiche Ernte. Humos und nährstoffreich sollte der Boden sein. Bei
Trockenheit gut wässern!
Tipp
Wenn Ihr Zwetschgenbaum eine überreiche Ernte trägt, müssen Sie die schweren Zweige abstützen,
damit sie nicht brechen. Wenn Sie Zwetschgen sofort nach dem Pflücken einfrieren, schmecken
sie aufgetaut frisch und saftig.
Pflege über die Jahreszeiten
Herbst
Pflanzen
Pflanzen Sie den Zwetschgenbaum ein, solange der Boden noch frostfrei ist.Frühjahr
Pflegen
Gießen Sie kurz vor der Blüte (April) die Baumscheibe mit Brennessel- oder Beinwellbrühe. Danach wässern.Sommer
Gießen
Den jungen Zwetschgenbaum müssen Sie regelmäßig und durchdringend wässernNächster Herbst
Pflanzenschutz
Tipp
Verursacher der Narren oder Taschenkrankheit ist ein Pilz. Er bewirkt eine Mißbildung der Früchte, die sich
zudem bräunlich verfärben und wie mehlig bepudert aussehen. Zur Bekämpfung muß man die Früchte absammeln
und vernichten.
Sorten und Beschreibung
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