Die Walnuss, eine schmackhafte Herbstfrucht
Die Walnuß wird ein 6 m bis 30 m hoher, stattlicher Baum mit silbergrauer Rinde. Das Laub treibt spät aus, und wird 20 bis 30 cm lang. Weibliche und männliche Blüten befinden sich getrennt an einem Baum. Die bis zu 10 cm langen, gelbgrünen Kätzchen sind männlich, die weiblichen Blüten sind hingegen unscheinbar. Die Walnuß ist selbstfruchtbar, bei einigen Sorten blühen die Kätzchen jedoch vor den weiblichen Blüten. Hier wird eine geeignete Befruchtersorte gebraucht. Viele neuere Sorten setzen ohne Bestäubung Früchte an. Junge Bäume im zeitigen Frühjahr pflanzen. Veredelte Bäume tragen nach zwei bis drei Jahren. Je nach Sorte sind die Nüsse im September/Oktober erntereif. Vor dem Trocknen die Schalen entfernen, dabei Handschuhe tragen. Getrocknete Nüsse sind über ein Jahr lagerfähig.
Einpflanzen und Pflegen
Das brauchen Sie:
Pflanzzeit
Pflanzzeit: März/April. Heben Sie mit dem Spaten das Pflanzloch aus.
Es sollte dreimal so groß wie der Wurzelballen sein
Pflanzerde mit Kompost
Vermengen Sie die Pflanzerde mit einem Eimer Kompost. Eine Pflanzkelle
mit organisch-mineralischem Volldünger untermischen
Walnußbaum ins Loch stellen
Stellen Sie den Walnußbaum mit Ballentuch so ins Loch, daß
die Veredelungsstelle eine Handbreit über dem Boden liegt
Pfahl einschlagen
Knoten Sie das Ballentuch auf. Schlagen Sie neben dem Wurzelballen
den Pfahl ein. Er sollte nicht bis in die Krone hineinragen
Erde einfüllen
Füllen Sie die Erde in das Pflanzloch und treten Sie sie fest. Kräftig
angießen. Befestigen Sie den Stamm mit einer Achterschleife am Pfahl
Tipp
Walnußbäume wachsen nur langsam an. Sie helfen dem Bäumchen, wenn sie die Baumscheibe von Unkraut freihalten
Einkaufstip
Kaufen Sie nur veredelte Walnußbäume in einer Baumschule. Die Sorte sollte für Ihre
klimatischen Bedingungen geeignet sein. Kaufen Sie keine schwächlichen Sämlinge.
Sie fruchten spät und liefern oft minderwertige Nüsse
Tipp
Wenn junge Walnußbäume nicht so recht wachsen wollen, sollte um die Stammbasis herum sorgfältiger Unkraut gejätet werden. Eine Schicht aus Rindenmulch
hilft, das Unkraut zu unterdrücken. Alle Walnußbäume sondern aus ihren Blättern und Wurzeln Stoffe ab, die das Wachstum vieler Pflanzen hemmen.
Wenn Blumen und Gemüse in der Umgebung darunter leiden, versetzen Sie sie an einen weiter vom Baum entfernten Ort.
Licht und Boden
Sonne. Damit sie reich tragen, brauchen Walnussbäume mindestens sechs Stunden Sonne jeden Tag.
Humoser, mäßig feuchter Boden. In trockenen Lagen sollte während des Fruchtwachstums öfter
gut gewässert werden
Tipp
Junge Bäume ab August schneiden. Schnittstellen immer mit Wundverschluß zustreichen.
Pflanzen Sie die Bäume nicht neben Einfahrten oder Terrassen, da die
herabfallenden Schalen Autos und Boden verfärben können
Pflege über die Jahreszeiten
Frühjahr
Düngen
Im März oder April bei Jungbäumen organischen Volldünger um die Baumscheibe verteilen und einarbeiten. Auf kargen Böden auch ältere Bäume düngen.Herbst
Ernten
Sammeln Sie im September/ Oktober herabgefallene Walnüsse auf, und holen Sie die restlichen herunter. Entfernen Sie die grünen Schalen, und trocknen Sie die Nüsse an einem warmen Ort. Regelmäßig wenden.Spätherbst
Fallaub entfernen
Nach der Ernte alle herabgefallenen Blätter und Schalen zusammenrechen, damit sich Schädlinge und Krankheiten nicht ansiedeln.
Tipp
Bakterienbrand tritt bei Walnüssen an zu nassen Standorten auf. Die Blätter zeigen braune, meist eckig umgrenzte, die
Fruchthüllen braunschwarze Flecken. Die Kerne faulen und werden schwarz. Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist
nicht möglich. Meiden Sie feuchte Standorte.
Sorten und Beschreibung
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