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Rasentypen für den Garten

 

Rasengräser lassen sich in zwei große Gruppen einteilen: Gräser für gemäßigte Klimabereiche und Gräser für tropische und subtropische Zonen. In Mittel - und Nordeuropa werden fast ausschließlich Gräser für gemäßigtes Klima verwendet. Hier die wichtigsten dieser Gruppe:

Straußgräser (Agrostis) sind dunkelgrün, feinblättrig, werden nicht hoch und sind sehr schnittverträglich.

Schwingelarten (Festuca) sind feinblättrig und können sehr kurz geschnitten werden. Die meisten tolerieren Trockenheit und stellen auch an den Boden keine besonderen Ansprüche.

Rispengräser (Poa) sind mittel - bis dunkelgrün und sehr strapazierfähig, vertragen aber kurzen Schnitt nur schlecht. Einige Arten sind grobblättrig. Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) ist ein schnellwüchsiges, trittfestes Gras mit gehobenem Wasserbedarf, das allerdings einen kurzen Schnitt nicht gut verträgt.
Rasentypen
 

Rasenmischungen

Diese Gräser bilden den Grundbestand der meisten Rasenmischungen für gemäßigte Klimazonen. Von jeder der genannten Gattungen gibt es mehrere Arten und davon wieder zahlreiche Sorten mit ganz bestimmten Eigenschaften und - vor allem bei neueren Züchtungen - mit Resistenz gegen verschiedenste Krankheiten. Rasenmischungen sind also Kombinationen all dieser Gräser. Für den Hausgarten kommen vor allem vier Rasentypen in Frage:

Zierrasen

Zierrasen besteht aus feinblättrigen Gräsern und wirkt sehr gleichmäßig in Farbe und Struktur. Er ist allerdings nicht belastbar und erfordert einen hohen Pflegeaufwand. Zweimal die Woche mähen und wässern ist unumgänglich, wenn er seine Schönheit bewahren soll.

Gebrauchsrasen

Gebrauchsrasen ist trittfest - so daß auch Kinder darauf spielen können - und weit weniger pflegeintensiv. Einmal Mähen pro Woche reicht für gewöhnlich aus. Dieser Rasentyp wird in den meisten Gärten bevorzugt.

Spiel - und Sportrasen

Spiel - und Sportrasen sind für Sportanlagen und Golfplätze ebenso geeignet wie für den Garten. Sie vertragen zum Teil eine hohe Belastung und können sehr kurz geschnitten werden.

Schattenrasen

Schattenrasen heißt die Bezeichnung für Samenmischungen mit schattenverträglichen Gräsern, die auch bei wenig Sonne nicht vermoosen.
 
Rasentypen Rasensamen

Rasensamen-Mischung
 

Rasen für jeden Zweck

 
Rasentypen Sonniger Garten

Hier wächst fast jede Rasenmischung. Ein aufwendiger Zierrasen empfiehlt sich jedoch nur für ausgesprochene Liebhaber
Rasentypen Halbschattiger bis schattiger Garten

Hier gedeihen keine sonnenliebenden Gräser. Wählen Sie einen Schattenrasen, der Moos unterdrückt.
Rasentypen Familiengarten

Wer im Garten lebt und wohnt, sollte eine strapazierfähige Rasenmischung, also einen Gebrauchsrasen wählen
Rasentypen Garten für Spiel und Sport

Für extreme Belastungen gibt es Spezialmischungen, die als Spiel oder Sportrasen im Fachhandel erhältlich sind
Tip

Ganz gleich für welche Rasenmischung Sie sich entscheiden, kaufen Sie immer die beste Qualität. Je teurer die Mischung ist, desto besser ist meist auch die Qualität des Rasens. Denn Mischungen dieser Art besitzen eine höhere Anzahl krankheitsresistenter Grassorten und Grasarten sowie eine besonders ausgewogene und auf die Bedürfnisse abgestimmte Auswahl an schönen Gräsern.
Rasentypen
 
Rasentypen Schattenrasen

Unter großen Gehölzen empfiehlt sich Schattenrasen
 

So kommen Sie zu neuem Rasen

Hier zwei Methoden, wie Sie zu einem neuen, prächtigen Rasen kommen, je nachdem wieviel Sie an Zeit und Geld investieren möchten. In beiden Fällen ist eine sehr gründliche Bodenlockerung und Planierung Grundvoraussetzung für ein gutes Gedeihen. Bei durch Neubau verdichteten Böden sollten Sie unbedingt zuvor eine Gründüngung zur tiefgründigen Bodenlockerung vornehmen.
 
Rasentypen Rasen durch Aussaat

Rasen durch Aussaat ist die preiswerte Variante, die jedoch etwas Geduld und besondere Pflege, sowie regelmäßiges Wässern verlangt.
Rasentypen Rollrasen

Rollrasen ist die schnelle Variante, sich über Nacht einen Rasen in den Garten zu zaubern. Preislich liegt sie weit über den Kosten einer Aussaat.
 

Pflege des Rasens

Spätes Frühjahr

Aussaat

Säen Sie zur Neuanlage Rasensamen erst aus, wenn sich der Boden bereits erwärmt hat. Die Keimtemperatur von Gräsern liegt bei 8 °C. Notfalls so lange wässern, bis der Samen keimt.

Sommer

Mähen und Wässern

Der erste Schnitt erfolgt, wenn das Gras etwa 5 cm hoch ist. Mähen Sie mit einem möglichst leichten Gerät mit einer Schnitthöhe von 3 cm. Bei Trockenheit täglich sprengen.

Herbst

Rechen und Düngen

Entfernen Sie Fallaub vom Rasen und düngen Sie noch einmal.
 
Rasentypen Neu angelegter Rasen

Damit neu angelegter Rasen schnell dicht wird, sollten Sie einmal wöchentlich mähen. Stellen Sie im Hochsommer die Schnitthöhe des Mähers größer ein. Zu kurz geschnittener Rasen kann leicht verdorren. In der Anfangsphase eines neuangesäten Rasens empfiehlt es sich, nach dem zweiten oder dritten Schnitt den Boden zu walzen. Das Gras wird dann dichter.
Rasentypen Düngen Sie zweimal jährlich

Düngen Sie zweimal jährlich, im Frühsommer und im Herbst. Damit die Düngung gleichmäßig erfolgt, sollten Sie für große Flächen einen Düngerstreuer benutzen, mit dem Sie den Rasen abfahren, ohne daß sich die gedüngten Bahnen überschneiden.
 

Wetter

Schnee ist der beste Winterschutz für Ihren Rasen, allerdings nur, solange er locker und leicht auf ihm liegt. Betreten Sie die Schneefläche also möglichst nicht. Vor allem die feinen Gräser von Zierrasen - Mischungen können dabei Schaden nehmen. Benutzen Sie die Wege.
 
 
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