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Mehltau durch einfache Maßnahmen erfolgreich verhindern

 

Mehltau ist eine Krankheit, die durch viele verschiedene Pilze hervorgerufen wird. Die Pilze verbreiten sich durch Sporen, die durch Wind oder direkten Kontakt übertragen werden. Es gibt zwei Arten von Mehltau. Bei vielen Pflanzen werden sie ähnlich bekämpft. Bei Rosen oder Gemüse aber hängen die Maßnahmen von der Mehltauart ab. Deshalb sollten Sie den Unterschied zwischen den Arten kennen.
Mehltau
 

Echter Mehltau

Erstes Anzeichen bei diesem Mehltau ist ein weißlicher, abwischbarer Belag auf den Blattoberseiten. Oft befällt er auch die Blattunterseiten, den Stengel und die Blüten. Die Krankheit schwächt die Pflanze. Hinweise dafür sind Blätter, die verkümmern, aber meist nicht abfallen. Echter Mehltau tritt in der Regel bei sehr warmem, trockenem Wetter auf.

Falscher Mehltau

Charakteristische Merkmale dieses Mehltaus sind gelbbraune, manchmal auch rötliche Flecken auf den Blättern und ein weißlicher Belag auf der Blattunterseite. Er tritt bei feuchtem Wetter auf. Gemüse kann er so schädigen, daß die gesamte Ernte vernichtet werden muß.

Vorbeugung

Sorgen Sie bei empfindlichen Pflanzen für luftige Standorte, indem Sie zum Beispiel Rosen oder Flieder nur an sonnige, trockene Stellen setzen. Nicht zu dicht pflanzen - die empfohlenen Pflanzabstände unbedingt einhalten. Wählen Sie nur Pflanzen, beziehungsweise Sorten, die als mehltauresistent gelten. Spritzen Sie rechtzeitig biologische Pflanzenstärkungsmittel, wie Pflanzenbrühen und Pflanzentees.
 
Mehltau Echter Mehltau

Knollenbegonien, die stark von Echtem Mehltau befallen sind
Achtung

Fungizide, chemische Pilzbekämpfungsmittel, sollten Sie nur verwenden, wenn eine wertvolle Pflanze mit nichts anderem mehr zu retten ist. Halten Sie sich unbedingt genau an die Gebrauchsanleitung! Tragen Sie beim Spritzen dieser Mittel Handschuhe und eine Schutzmaske. Halten Sie Kinder und Haustiere fern!

Vorbeugen mit natürlichen Methoden

 
Mehltau Auslichten

Lichten Sie Sträucher kräftig aus, wenn die Triebe so dicht stehen, daß keine Luft mehr ins Innere der Pflanzen gelangen kann.
Mehltau Direkt im Wurzelbereich gießen

Gießen Sie direkt im Wurzelbereich. Die Blätter dürfen nicht ständig naß werden. Das fördert den Mehltau. Keine Regner verwenden!
Mehltau Entfernen Sie abgefallenes Laub

Entfernen Sie abgefallenes Laub. Das hilft zu verhindern, daß sich Pilzsporen ansiedeln, überwintern und im Frühjahr die Neutriebe befallen.
Mehltau Vorbeugend Pflanzenbrühe spritzen

Spritzen Sie vorbeugend Pflanzenbrühe oder - tee. Verwenden Sie ein gutes Spritzgerät. Im Gartenfachhandel gibt es verschiedene Modelle.
Tipp

Schneiden Sie befallene Triebe sofort ab. Im Frühstadium können Sie Mehltau rasch eindämmen. Abgeschnittenes nicht in den Kompost geben; vernichten oder zum Sondermüll.
Mehltau Mehltau

Befallene, geschädigte Blätter
 

Natürliche Bekämpfungsmittel

Zur Bekämpfung beider Mehltauarten gibt es wirkungsvolle natürliche Spritzmittel. Sie werden bei Befall verwendet. Besser noch: Sie spritzen die Mittel vorbeugend ein bis dreimal während der Hauptwachstumszeit (Juni bis August) auf Pflanze und Boden. Ackerschachtelhalmbrühe: Nehmen Sie pro 10 l Wasser 1 kg frischen oder 150 g getrockneten Schachtelhalm. Das Kraut über Nacht einweichen, 30 Minuten im Einweichwasser kochen, abkühlen lassen, abseihen und dann verdünnt (1 Teil Brühe, 5 Teile Wasser) spritzen. Knoblauchtee: Nehmen Sie pro 10 l Wasser 75 g kleingehackten Knoblauch, heiß überbrühen, ziehen, abkühlen lassen und unverdünnt spritzen.
Tipp

Richtiges Düngen hilft, dem Mehltau vorzubeugen. Überdüngen Sie Ihre Pflanzen nie mit Stickstoff! Der Nährstoff ist zwar für das Wachstum unentbehrlich. Doch zuviel davon bewirkt das Gegenteil: Die Pflanze wird krankheitsanfällig.

Pflege übers Jahr

Frühjahr

Vorbeugen und Stärken

Spritzen Sie mit Pflanzenjauchen, - brühen oder - tees

Sommer

Kontrollieren

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Pflanzen, damit Sie den Befall so früh wie möglich entdecken. Befallene Pflanzenteile abschneiden.

Herbst

Schneiden

Befallene Sträucher und Bäume je nach Art bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
 
 
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