Madame Boll ist eine mehrmals blühende Strauchrose
`Madame Boll' ist eine mehrmals blühende Strauchrose. Sie gehört zu den Portlandrosen. Man sagt, all diese Rosen stammen von der `Duchesse of Portland' ab. Diese süß duftende Stammform einer neuen Rosenklasse wurde um die Wende des 19. Jahrhunderts von der Herzogin von Portland von Italien nach England gebracht. Als Dank dafür gab man der neuen Rose den herzoglichen Namen. `Madame Boll' ist eine vollendete Portlandrose. Die Blüten sind leuchtend rosa und ganz zart mit Lila überhaucht. Am Rand werden die Blütenblätter heller. Mit einem Durchmesser von 8 cm und über 40 Blütenblättern wirkt sie sehr imposant. An aufrechten Stielen stehen immer mehrere dieser süßlich duftenden Blüten beieinander. `Madame Boll' beginnt im Juni zu blühen, erreicht ihre Hochblüte etwa im Juli, um dann im Spätsommer, Ende August/Anfang September, noch einmal eine oft überwältigende Blütenpracht zu entfalten. Der Wuchs der Rose ist kräftig und aufrecht. Die schöne Rose kann bis zu 120 cm hoch werden. Sie bildet hübsche rundliche Büsche, die etwa 1 m breit werden. Das hellgrüne Laub ist groß und wächst sehr dicht, so daß der Rosenbusch einen harmonisch geschlossenen und kompakten Eindruck macht.
Zum Verwechseln ähnlich
Comte de Chambord'
Verwendung
Steht `Madame Boll' am richtigen Standort, ist sie sehr pflegeleicht. Deshalb sollten Sie den Platz für sie sehr sorgfältig auswählen. Sie haben dann Jahre lang ungetrübte Freude an einer nicht alltäglich aussehenden Rose. Die Pflanze mag viel Sonne, am liebsten jedoch mit Mittagspause. An einem Platz der morgens und nachmittags von der Sonne bestrahlt ist, fühlt die Pflanze sich am wohlsten. Wärmestau, zum Beispiel vor Mauern oder in Gartenecken, läßt ihre Blüten schneller verblühen. Am besten gedeiht `Madame Boll' an einem luftigen, aber keinesfalls windigen Standort. Steht die Rose in der Nähe einer vielbefahrenen Straße, kann es sein, daß sie auf die Autoabgase mit kümmerlichem Laub und abfallenden Blättern reagiert.
Portlandrose
Ebenfalls eine zauberhafte Portlandrose: 'Rose du Roi'
Passende Begleitpflanzen
Die großblütige, reich blühende Rose ist sehr dominant. Am besten steht sie alleine oder in einer Dreiergruppe. Polsterpflanzen, niedrig wachsende Blumen oder Buchs als Beeteinfassung machen ihrer Schönheit keine Konkurrenz. Gut geeignet ist zum Beispiel die Fetthenne (Sedum-Arten).
Pflanzen und Pflegen
Das brauchen Sie:
Wässern Sie die Pflanze
Nehmen Sie die Rose gleich nach dem Kauf aus der Verpackung. Wässern
Sie die Pflanze anschließend etwa zwölf Stunden lang.
Kürzen Sie die Wurzeln
Kürzen Sie die Wurzeln ein. Entfernen Sie alle beschädigten oder abgestorbenen
Teile. So verhindern Sie, daß Wurzeln später faulen.
Graben Sie ein Pflanzloch
Graben Sie ein Pflanzloch, in dem die ausgebreiteten Wurzeln gut Platz haben.
Die Veredelungsstelle muß 5 cm in der Erde liegen.
Mischen Sie den Aushub mit Kompost
Mischen Sie den Aushub mit Kompost (1:1). Das Pflanzloch auffüllen. Die
Erde festdrücken. Gießrand anlegen. Durchdringend wässern.
Alte Zweige abschneiden
Schneiden Sie im nächsten zeitigen Frühjahr alte Zweige kurz über
dem Boden ab. Dann den gesamten Busch auf ein Drittel einkürzen.
Tip
Mulchen Sie die Rose im Frühjahr nach dem Düngen mit unkrautfreiem Stroh oder
Grasschnitt. So trocknet der Boden nicht so schnell aus.
Einkaufstip
Kaufen Sie nur eine Rose mit gesunden, gut entwickelten, blanken Wurzeln. Sie sollte mehrere
Triebe haben. Kaufen Sie nie eine Pflanze mit brüchigen Wurzeln. Wählen Sie keine Rose, die
nur zwei Triebe besitzt oder schon ausgetrieben hat.
Licht und Boden
Sonne. Am besten steht `Madame Boll' an einem Platz mit Morgen - und Nachmittagssonne.
Nährstoffreicher Boden. Bereiten Sie den Boden drei Wochen vor der Pflanzung vor:
Lockern, Kompost und Knochenmehl einarbeiten.
Tip
Verwelkte Blüten sollten Sie über dem ersten voll ausgebildeten Blatt des Haupttriebes abschneiden.
Das fördert die Blütenbildung. Entfernen Sie abgefallene Blätter unter der Rose. So können Sie
Krankheiten und Schädlingen vorbeugen.
Pflege
Frühjahr
Pflanzen
Sommer
Pflegen
Herbst
Überwintern
Nächstes Frühjahr
Schneiden
Entfernen Sie den Winterschutz. Schneiden Sie Anfang April alle abgestorbenen, über Kreuz wachsenden und schwachen Triebe kurz über dem Boden ab. Kürzen Sie den gesamten Rosenstrauch auf ein Drittel ein. Düngen Sie mit Kompost.
Gesundheitstip
Ein Befall mit der Miniermotte ist leicht an den Fraßgängen auf den Blattoberseiten zu erkennen. Die Motte legt ihre Eier auf das
Blatt; die Larven fressen dann das Blattgewebe. Zur Bekämpfung sammeln Sie die befallenen Blätter möglichst frühzeitig ab.
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