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Kräuterzucht im Garten

 

Als Küchen- und Zierpflanzen sind Kräuter recht vielseitig. Sie sind pflegeleicht, interessant und riechen auch noch gut. Kräuter zählten zu den ersten Pflanen, die im Garten gezüchtet wurden. Sie dienten stets einem dreifachen Zweck. Sie verliehen dem Essen Geschmack, wurden als Arzneimittel benutzt und fanden als Duftspender im Haus Verwendung.

Früher verwendete man Kräuter häufig, um wässerige Suppen und Schmorgerichte aufzuwerten und oft auch, um den Geruch und den schlechten Geschmack von verdorbenem Fleisch zu übertönen. In der Heilkunde wurden Kräuter eingesetzt, um alle möglichen Krankheiten - von Kopfschmerzen bis zu Knochenbrüchen - zu behandeln. Im Haus wurden sie über den Fußboden gestreut oder zum Bettzeug gelegt, um einen frischen Geruch zu erzeugen und um Flöhe und Motten zu vertreiben.
Kräuterzucht
 

Heutzutage

Einige Arzneimittel werden nach wie vor auf Kräutergrundlage hergestellt, besonders in der Homöopathie und der Aromatherapie. Aber in der Mehrzahl werden Gartenkräuter in

der Küche bzw. als Schnitt - oder Trockenblumen benutzt, die im Hause ihren Wohlgeruch verbreiten. Früher sammelte man Kräuterpflanzen in den Hecken. Als Gärten angelegt wurden, pflanzte man Kräuter, damit man sie gleich zur Hand hatte. Heute züchtet man wieder viele einheimische Kräuter, ebenso etliche Kräuter aus anderen Ländern.

Kräuterzucht

Kräuter wachsen in den meisten Gartenböden. Die meisten von ihnen mögen es nicht zu naß. Zu den Ausnahmen von dieser Regel zählen Minze und Engelwurz. Die meisten Kräuterpflanzen haben es gern sonnig. Auch hier bilden Minze und Engelwurz Ausnahmen. Sie vertragen auch hellen Schatten.

Integrierte Pflanzanordnung

Sie brauchen keinen besonderen Gartenbereich für die Kräuterzucht. Kräuter kann man in jeder Pflanzanordnung unterbringen. Die Vorteile: Man braucht keinen zusätzlichen Platz, und der Mischanbau läßt die weniger ansehnlichen Kräuter optisch in den Hintergrund treten.
 
Kräuterzucht Kräuter passen sich an

Kräuter passen sich wie andere Zierpflanzen dem Blumenbeet an. Niedrigwachsende Sorten wie Schnittlauch pflanzt man vorne, größere weiter hinten im Beet.
Kräuterzucht Zwischen Gemüsepflanzen

Zwischen Gemüsepflanzen finden sie ebenfalls oft einen Platz. Als Randbepflanzung für ein Gemüsebeet sieht Petersilie recht ordentlich aus.
Kräuterzucht Häufig benutzte Kräuter

Die am häufigsten benutzten Kräuter, z. B. Petersilie, pflanzt man vor der Küchentür, wo man sie gleich pflücken und verwenden kann.
 

Kräutergärten

Kräuter kann man unterschiedlich anbauen, ob als Zierpflanzen oder zur besseren Bequemlichkeit. Kräutergärten sollten nach Süden gerichtet sein, am besten geschützt stehen, und überhängende Bäume dürfen ihnen nicht das Licht nehmen. Kräuter pflückt man vom Gartenweg aus. Beete daher nicht allzu breit anlegen.
 
Kräuterzucht Beetumfassungen

Für Beetumfassungen ist ein Kräutergarten ideal. Beete mit Lavendel oder einem anderen, passenden Kraut umranden.
Kräuterzucht Wagenrad

Mit einem alten Wagenrad legt man einen hübschen Kräutergarten an. Zwischen den Speichen unterschiedliche Kräuter einpflanzen.
Tipp

Wege breit anlegen, damit man bequem durchkommt, und möglichst eine Sitzbank einplanen, damit man im Sitzen den Wohlgeruch genießen kann.
Kräuterzucht
 

Kräuterpflege

Der Pflegeaufwand ist nicht anders als bei anderen Gartenpflanzen. Einige Kräuter, z. B. Dill, sind Einjährige und müssen jedes Jahr neu ausgesät werden. Die Mehrzahl ist jedoch mehrjährig und wächst Jahr für Jahr wieder.

Die meisten mögen einen wasserdurchlässigen Boden, der nicht allzu trocken sein darf. Bei Trockenheit gießen. Im Freien überleben viele Kräuterpflanzen den Winter nicht. Die Wurzeln reifer Pflanzen deckt man zu, um zusätzlichen Schutz zu gewähren. Empfindlichere Pflanzen wie Basilikum läßt man lieber im Haus überwintern. Kräuterpflanzen neigen zum Wuchern und sehen schnell unordentlich aus. Es lohnt sich daher ein Schnitt, um sie neu zu beleben. Viele Kräuter säen sich selbst aus und werden dadurch zum Ärgernis. Verblühte Pflanzen vor der Samenbildung ausknipsen, es sei denn, Sie wollen die Samen einsammeln.

Töpfe und Kübel

Viele kleine Kräuterpflanzen kommen in Behältern wunderbar zurecht. Nicht nur in speziellen, sondern auch in gewöhnlichen Töpfen und Kübeln. Meist trocknen sie sehr schnell aus, besonders in den Sommermonaten, und müssen daher regelmäßig gegossen werden: oft täglich und manchmal, wenn es heiß ist, sogar zweimal am Tag.
 
Kräuterzucht Spezielle Kräutertöpfe

Spezielle Kräutertöpfe werden mit seitlichen Pflanzlöchern für unterschiedliche Pflanzen im Handel angeboten. Solche Töpfe täglich drehen, damit alle Pflanzen gleichmäßig Licht bekommen.
Kräuterzucht Hängekorb

Auch im Hängekorb können Sie eine hübsche Wirkung erzielen. Die Anlage so wie für einen richtigen Garten planen. Rankende Kräuterpflanzen, z. B. Thymian, eignen sich als Randbepflanzung.
Kräuterzucht Balkonkästen

Für Küchenkräuter sind Balkonkästen als Behälter geradezu ideal, besonders wenn die Küche im ersten Stock oder darüber liegt. Sie müssen nur den Balkonkasten mit der Wand fest verankern.
Honig Bienen

Kräuter ziehen Bienen an. Falls Sie sich einen Bienenstock zulegen, ist der Kräutergarten ein idealer Standort. Den Korb so hinstellen, daß die Bienen eine unbehinderte Flugschneise haben. Sie sollten keinen belebten Weg überqueren müssen. Planen Sie Ihre Pflanzen so, daß vom frühen Frühjahr bis zum Spätherbst stets einige Kräuterpflanzen wachsen.
 


 
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