Kohlrabi, schmackhaftes zartes Gemüse
Kohlrabi versorgt Sie vom Frühjahr bis zum Herbst mit frischem Gemüse. Die Knollen des Kohlrabi bilden sich über der Erde durch Verdickung des Stengels. Sie können je nach Sorte rund, oval oder plattrund sein. Auch die Blätter sind eßbar. Weiße Kohlrabi bilden weißgrüne Knollen und grüne Blätter. Blaue Kohlrabi haben blauviolette Knollen sowie rotbraune Blattstiele und - adern. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich in ihrer Entwicklungszeit (55 bis 125 Tage ab der Pflanzung) und Schoßfestigkeit. Blaue Sorten brauchen grundsätzlich länger für die Knollenbildung. Die Aussaat ist ab Februar am Fensterbrett möglich, die erste Freilandpflanzung Ende April. Von April bis Juli kann mit 25 cm Reihenabstand und 10 cm in der Reihe ins Freiland gesät werden. Ernten Sie die Knollen so früh wie möglich.
Einpflanzen und Pflegen
Das brauchen Sie:
Säen
Säen Sie den Kohlrabisamen in Aussaatschalen mit Aussaaterde aus.
Diese ist keimfrei und enthält kaum Nährstoffe.
Den Samen dünn mit Erde bedecken
Den Samen dünn mit Erde bedecken und die Aussaat mit Wasser
besprühen. Mit einem Glasdeckel abdecken, um die Feuchte
zu halten.
Lüften
Sobald die ersten beiden Keimblätter zu sehen sind, muß gelüftet
werden. Dazu den Deckel mit einem Stäbchen anheben.
In Einzeltöpfe pikieren
Die Jungpflanzen in Einzeltöpfe pikieren, sobald sich nach den Keimblättern
die ersten beiden richtigen Blätter gebildet haben.
Ab April ins Beet
Ab April die Kohlrabi-Jungpflanzen ins Beet setzen. Günstig sind
die Lücken zwischen Salatköpfen oder eine andere Mischkultur.
Tipp
Kohlrabi-Jungpflanzen nicht zu tief setzen, damit die Knolle nicht direkt auf dem
Boden aufliegt. Das kann zu Fäulnis führen.
Einkaufstip
Achten Sie beim Kauf auf die Sorten. Frühe werden bis Mai gepflanzt, Sommer - und Herbstsorten ab Juni oder Juli.
Kaufen Sie keine gelblichen, vergeilten Jungpflanzen. Am Stamm sollte schon ein Knöllchen sichtbar sein.
Tipp
Kohlrabi sind nicht, wie die meisten anderen Kohlarten, Starkzehrer. Sie haben nur einen mittleren Nährstoffbedarf und passen deshalb in jede
Mischkultur. Besonders gute Nachbarn sind Salate, Rote Bete,Tomaten, Zwiebeln und Lauch.
Pflanzen Sie Kohlrabi möglichst nicht zwischen andere Kohlarten oder neben Radieschen und Rettiche. Sie gehören alle zur Familie der
Kreuzblütler und sind damit ebenfalls von Kohlhernie bedroht.
Licht und Boden
Volle Sonne. Kohlrabi braucht viel Licht, verträgt aber auch leichten Halbschatten durch benachbarte Pflanzen in
Mischkultur. Nährstoffreicher Boden, der auch kalkhaltig sein kann. Kohlpflanzen nie mit frischem Mist düngen.
Tipp
Beim Einsetzen der Jungpflanzen etwas Algenkalk ins Pflanzloch geben, das beugt einem Befall mit Kohlhernie
vor. Vor dem Anbau nicht mit Gelbsenf, Ölrettich oder Raps gründüngen. Gefahr von Kohlhernie!
Pflege über die Jahreszeiten
Frühjahr
Vorziehen und Pflanzen
Säen Sie Kohlrabi ab Februar am Fensterbrett aus. Ab April ist Freilandaussaat möglich. Die Jungpflanzen können Sie Ende April ins Freie setzen.Sommer
Pflegen und Pflanzen
Lassen Sie Kohlrabi-Jungpflanzen nie austrocknen, aber gießen Sie sie auch nicht übermäßig, denn eine ungleichmäßige Wasserversorgung läßt die Knollen platzen. Setzen Sie auf freiwerdende Stellen im Beet neue Jungpflanzen, dann können Sie laufend ernten. Die letzten Jungpflanzen sollten Anfang August gepflanzt werden. Bei einer Kulturzeit von acht bis zehn Wochen ab der Pflanzung können Sie dann die letzte Ernte im Oktober einbringen.
Tipp Gesundheit
Von Kohlhernie befallene Pflanzen leiden unter verdickten Wurzeln und welken. Die Pilze,
die die Krankheit verursachen, werden durch Bodenfeuchte und sauren Boden gefördert.
Deshalb Algenkalk ins Pflanzloch geben. Befallene Pflanzen sofort entfernen.
Sorte und Beschreibung

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