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Die verschiedenen Gurkengewächse

 

Bei Gurkengewächsen fallen einem auf Anhieb Salatgurken, Flaschenkürbisse und Zucchini ein. Aber wenn Sie mal etwas anderes servieren möchten, sollten Sie sich mit den weniger bekannten Sorten, z. B. Melonen oder Squash, anfreunden. Dann gibt es noch Zierkürbisse in allen möglichen Farben, Formen und Größen. Allen gemeinsam ist die Eigenschaft, daß ihr Gewicht zu einem großen Teil aus Wasser besteht. Während der gesamten Wachstumsperiode benötigen sie daher einen feuchten Boden.
Gurkengewächse
 

Der Boden

Ein leicht saurer Boden (pH-Wert ca. 6,5), der Feuchtigkeit speichert, ist am besten. Der Boden sollte tief durchgegraben werden und reichlich durchgerottetes organisches Material, z. B. Kompost oder Stallmist, enthalten. Alle Gurkengewächse benötigen einen offenen, sonnigen Standort. Im Gewächshaus entweder in den aufgerissenen Säcken der Anzuchterde oder direkt im Beet anbauen.

Die Bestäubung

Bei Treibhausgurken die männlichen Blüten (diejenigen ohne Verdickung knapp unterhalb der Blüte) entfernen. Dadurch verhindert man, daß die Früchte bitter schmecken. Bei Salatgurken und anderen Mitgliedern der Cucurbitaceae-Familie, die im Freien angebaut werden, kann man das unterlassen. Bei trübem Wetter oder mäßigem Wachstum die Pflanzen per Hand bestäuben, indem Sie eine männliche Blüte abknipsen und sie in einer weiblichen Blüte sanft verreiben.

Die Lagerung

Viele Gurkengewächse, Gurken und Melonen ausgenommen, lassen sich einlagern. Zur Aufbewahrung an einem kühlen, frostfreien Ort in Netzen aufhängen.

Salatgurken

Bei der Salatgurke unterscheidet man zwischen Treibhaus - und Freilandgurke. Treibhaussorten sind lang und gerade - wie die Salatgurken, die beim Händler angeboten werden. Für die Frühernte wird im Spätwinter ausgesät. Mindestens 6 Wochen nach dem Keimen die Temperatur mäßig warm (ca. 16°C) halten, dann nach und nach auf die natürliche Gewächshaustemperatur senken. Den Boden gießen, um die Luft feucht zu halten.

Freilandgurken sind kurz und dick mit kleinen Stacheln: Man verwendet sie als Schmorgurken. Im Frühjahr unter Glas aussäen und nach den Eisheiligen in einen mit organischem Material angereicherten Boden auspflanzen. Triebspitzen ausknipsen, wenn sich ca. 6 Blätter gebildet haben. Boden feucht halten und mindestens alle 14 Tage düngen. Einmachgurken sind kleine Freilandgurken, die genauso wie diese gezogen werden.
Gurkengewächse Triebe

Die Triebe von Treibhausgurken an einen Stab oder Draht binden. Wenn sie die Decke erreichen, Triebspitzen ausknipsen. Zwei Blätter neben der heranwachsenden Gurke die Spitzen der Seitentriebe ausknipsen.
 

Die Aussaat

Wenn Sie nicht gerade in der Gärtnerei Jungpflanzen kaufen, werden Sie Ihre Gurken aus Samen ziehen müssen. Die Aussaat läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Anschließend bei ca. 24°C, z. B. in der Küche, auf der Fensterbank aufbewahren.
 
Gurkengewächse Töpfe mit Substrat füllen

Einige 9 cm-Töpfe mit Substrat füllen. In jeden 2 Samenkerne säen, indem Sie sie sanft in die Erde drücken. Bei Gurkengewächsen Samenkerne stets senkrecht säen.
Gurkengewächse Sämlinge entfernen

Wenn die beiden Sämlinge keimen, wird aus jedem Topf der schwächere entfernt. Der kräftigere bleibt im Topf und darf sich dann ungehindert weiterentwickeln.
 
Freilandgurken sät man entweder wie oben beschrieben oder nach den Eisheiligen im Beet aus. Auch hier zwei Kerne senkrecht in den Boden stecken und mit Erde leicht zudecken. Den Sämlingen ein Marmeladenglas überstülpen, das als Minigewächshaus dient und für die erforderliche Nachttemperatur sorgt.
 
Gurkengewächse
 

Zucchini

Die Zucchini ist ein kleiner Kürbis. Kürbisse kann man auch ernten, wenn sie klein sind. Doch es wurden besondere Sorten gezüchtet, die als Zucchini jung auf den Markt kommen. Es gibt nicht nur grüne, sondern auch gelbe Zucchini. Beide baut man wie Kürbisse an.
 
Gurkengewächse Zucchini abschneiden

Zucchini schneidet man, sowie sie sich gebildet haben, mit einem scharfen Messer von der Pflanze ab. Wenn man das nicht tut, wachsen sie zu Riesenfrüchten heran, und die Zucchini-Ernte wird stark verringert.
 

Melonen

Melonen baut man am besten im Gewächshaus an, obwohl sie auch im Freien wachsen, wenn sie unter Glasglocken geschützt stehen.

Im Gewächshaus kann man bei Pflanzabständen von ca. 75 cm die Melonen an Drähten emporwachsen lassen. Von den Seitentrieben die Spitzen ausknipsen, wenn sie rund 5 Blätter haben, und die heranwachsenden Melonen mit Netzen abstützen. Pflanzen gut gießen und einmal wöchentlich düngen.

Freilandmelonen läßt man vier Haupttriebe entwickeln, die entweder am Boden entlang - oder an Stäben emporwachsen. Wenn sie am Boden bleiben, stützt man die heranwachsenden Melonen auf Töpfen oder niedrigen Kisten ab. Triebspitzen ausknipsen, sowie Früchte gebildet werden.
 
Gurkengewächse Gewächshausmelonen

Gewächshausmelonen sollte man zwei Haupttriebe bilden lassen, die an getrennten Drähten emporwachsen.
 

Kürbissorten

Vom Kürbis, einem Freilandgemüse, gibt es zwei Formen. Die eine wächst als Busch, die andere als Kriechpflanze. In beiden Fällen sind die langen Kürbisse fast gleich. Die Unterschiede hängen eher von der Zuchtsorte als von der Pflanzenform ab. Bei den kompakteren Buschsorten ist ein Pflanzabstand von 90 cm empfehlenswert. Die Kriechsorten breiten sich mehr aus und benötigen mindestens 1,50 m. Sie können aber auch an Drähten, Stäben oder Spalieren hochgezogen werden. In diesem Falle kommen sie mit ca. 60 cm aus.

Beide Sorten im mittleren Frühjahr unter Glas aussäen, abhärten und nach den Eisheiligen auspflanzen. Dafür sorgen, daß der Boden stets feucht bleibt, und einmal wöchentlich mit Flüssigdünger versorgen. Spitzen ausknipsen, wenn die Triebe der Kriechsorten ca. 75 cm lang geworden sind.

Runde Kürbisse genauso wie lange ziehen. Bei der Ernte darauf achten, daß die Früchte mit Stiel abgeerntet werden. Sonst besteht während der Lagerung Fäulnisgefahr.
 
 
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