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Gesundes Gemüse aus dem eigenen Garten

 

Im gepflegten Mischgarten werden Krankheiten und Schädlinge selten zum Problem. Wenn die eine Pflanze befallen wird, gibt es in der Regel genug andere, so daß das Problem kaum auffällt. Im Gemüsegarten verhält es sich anders. Ein von Schnecken befallener Kopfsalat oder eine von der Möhrenfliege durchlöcherte Möhre fällt jedenfalls dann sofort auf, wenn er bzw. sie in der Küche gebraucht wird. Kranke Pflanzen fallen auch im Beet auf, denn Gemüse wird meist in ordentlichen Reihen angebaut, so daß Mängel leicht zu erkennen sind. Deshalb sollte man bei Gemüsearten auf Gesundheit und Aussehen ein besonderes Augenmerk richten.
Gesundes Gemüse
 

Grundpflege

Gepflegtes Gemüse, das mit ausreichend Dünger, Wasser und Luft versorgt wird, ist in der Regel gesund genug, um Schädlingen und Krankheiten Widerstand zu leisten. Pflanzen nicht zu dicht nebeneinander einsetzen. Dichte Bepflanzung trägt zwar dazu bei, Unkraut zu unterdrücken, aber sie verringert die Belüftung, und das fördert Pilzbefall. In Reihen direkt ausgesäte Pflanzen, z. B. Möhren, ausdünnen, wenn sie noch jung sind, damit sie zum Wachsen genug Platz haben.
 
Gesundes Gemüse Beete gründlich vorbereiten

Beete gründlich vorbereiten, tief durchgraben und reichlich durchgerottetes organisches Material einarbeiten. Unkraut, besonders mehrjähriges, jäten. Wird es nicht vollständig entfernt, bleibt es ein Ärgernis.
Gesundes Gemüse Unkrautfrei halten

Während die Pflanzen heranwachsen, hält man sie unkrautfrei. Beim Harken vorsichtig sein, da Gemüse leicht verletzt werden kann und Verletzungen Wunden hinterlassen, die Krankheiten eine willkommene Angriffsfläche bieten.
 

Krankheiten

Mehrere Krankheiten sind gemüsespezifisch:

Kohlhernie

Kohlhernie befällt die meisten Kohlarten. Die Pflanze geht nicht ein, aber die geschwollene Wurzel beansprucht die ganze Kraft der Pflanze und hemmt ihr Wachstum. Diese Pilzkrankheit bekommt man nur schwer unter Kontrolle. Wenn sie erst im Boden steckt, ruht sie jahrelang, ohne auszubrechen. In alkalischen Böden kommt sie seltener vor. Dem Boden Kalk zu geben, empfiehlt sich folglich als Vorsorgemaßnahme. Eigenanzucht aus Samen ist ebenfalls empfehlenswert. Setzlinge in ein Wurzelbad aus Schachtelhalmbrühe und Lehm eintauchen. Befallene Pflanzen verbrennen.

Kartoffelfäule

Kartoffelfäule stellt ein weiteres Problem dar, wenn die Sporen sich bereits im Boden befinden. Das Laub wird braun, und die Knollen werden schließlich schwarz und verfaulen. Wenn die Kartoffelkrankheit in Ihrer Gegend ausbricht, besprühen Sie das Laub in regel mäßigen Abständen mit Fungizid. Befallene Pflanzen verbrennen.

Grauschimmel

Grauschimmel tritt als grauer, pelziger Schimmel an Stengeln und Früchten auf. Er wird durch feuchte, stehende Luft gefördert. Als beste Vorsorgemaßnahme empfiehlt es sich daher, auf Pflanzabstände zu achten, damit die Belüftung stimmt. Beim ersten Anzeichen Fungizid versprühen. Schwer befallene Pflanzen verbrennen.

Magnesiummangel

Beim Magnesiummangel verfärben sich die Blätter gelb. Bittersalz aus der Apotheke wird das Problem in der Regel lösen.
 
Gesundes Gemüse Mehltau

Mehltau - wie Grauschimmel - mag es feucht. Auf Pflanzabstände achten und bei Befall sofort Fungizid versprühen.
 

Schädlinge

Mehrere Schädlinge sind gemüsespezifisch:

Schnecken und Wegschnecken

Schnecken und Wegschnecken zählen zu den gefährlichsten Schädlingen. Den Boden gleich am Anfang der Wachstumsperiode von ihnen säubern. Entweder Köder auslegen oder nachts mit einer Taschenlampe einsammeln. Oder Dachziegel bzw. Pampelmusenschalen als Falle auslegen.

Blattläuse und Schwarze Fliege

Blattläuse und Schwarze Fliege zählen zu den schlimmsten Insekten. Bei vielen Pflanzen fressen sie nur die jungen Triebe. Bei einigen, z. B. Saubohnen, daher die Triebspitzen nach der Blüte ausknipsen. Gegen Blattläuse mit Algenkalkstaub, Asche oder Gesteinsmehl bestäuben.

Raupen

Raupen können besonders Blattgemüsearten schwer befallen. Blattunterseiten stets nach Larven absuchen und diese abpflücken (Raupen ebenso).
 
Gesundes Gemüse
 

Erdflöhe

Erdflöhe fressen winzige Löcher in Salat-, Radieschen - und andere Kohlsämlinge. Zweimal pro Woche mit einer starken Wermut - oder Rainfarnbrühe übergießen. Nur bei starkem Befall Rotenon einsetzen.

Drahtwürmer

Drahtwürmer befallen Wurzelgemüse, insbesondere Kartoffeln. Beim Graben den Boden von ihnen säubern. Bei schwerem Befall eine durchgeschnittene Kartoffelhälfte mit der Schnittfläche nach unten 4 cm in den Boden als Köder legen. Sie können auch Salat als Fangpflanzen einsetzen.

Maden der Möhrenfliege

Die Maden der Möhrenfliege hinterlassen kotgefüllte Gänge in den Möhren. Der Geruch der Pflanze zieht die Fliege an. Das Laub nicht beschädigen! Zwiebeln als Nachbarpflanzen können den Geruch überlagern. Mit stark duftendem Kräutertee von Rainfarn oder Knoblauch überbrausen.

Maden der Zwiebelfliege

Die Maden der Zwiebelfliege fressen sich in die Zwiebel hinein und machen sie ungenießbar. Befallene Pflanzen verbrennen. Der Pflanzengeruch zieht die Fliege an. In Mischkultur mit Karotten setzen.
 
Gesundes Gemüse Kohlfliege

Hindern Sie die Kohlfliege daran, an die Wurzeln zu gelangen, indem Sie den Stamm der Pflanze mit einer Scheibe aus Dachpappe versehen.
 
 
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