Legen Sie Ihren Gartenplan nach ihren Wünschen fest
Auch ein kleiner Garten kann die unterschiedlichsten Wünsche erfüllen. Die Alternativen müssen nicht lauten: Zier - oder Gemüsegarten, Spielplatz oder Teich,Terrasse oder Freisitz. Sinnvoll genutzt kann der Platz in Ihrem Garten nämlich durchaus für mehrere Gartenformen ausreichen. Machen Sie sich am besten anfangs eine Planskizze ihres Grundstückes. Nehmen Sie dazu eventuell einen Lageplan, der beim Bau Ihres Hauses gezeichnet worden ist, zu Hilfe. Tragen Sie darauf die Grundstücksgrenzen, die Umrisse der Gebäude, die Zufahrtswege, die schon vorhandenen Bäume, die Leitungen und alles andere ein, was unveränderlich feststeht. Vergessen Sie nicht, die Himmelsrichtungen und die Hauptwindrichtung zu markieren.
Von außen nach innen
Bevor Sie jetzt beginnen, Ihre Wünsche in die Skizze einzutragen, sollten Sie sich einige Kopien davon machen, um verschiedene mögliche Aufteilungen
miteinander vergleichen zu können. Bewährt hat es sich, wenn Sie außen an der Grundstücksgrenze beginnen und sich nach innen zum Haus vorarbeiten.
Wenn Sie beispielsweise als Sichtschutz an allen Seiten Wildhecken pflanzen wollen, müssen Sie dafür 4 bis 5 m mehr Platz veranschlagen als für eine
streng getrimmte Thujahecke, die je nach Höhe nur 1 bis 3 m in der Breite braucht.
Wenn Sie Ihre Plan-Zeichnungen bunt anlegen, dann kennen Sie sich schneller aus. Unterlegen Sie beispielsweise Wege grau, Beete gelb, Rasen grün,
Gebäudeflächen rot usw.. Damit unterstützen Sie Ihr Vorstellungsvermögen erheblich.
Harmonisch
Harmonisch fügt sich der Teich in die Gartenlandschaft ein
Vielfältige Wuchsbedingungen
Wollen Sie beispielsweise auf einen Sichtschutz verzichten und nur einen Zaun setzen, dann sind Sie völlig frei in Ihrer Gestaltung. Anbieten würden
sich beispielsweise Zierbeete mit verschieden hohen Stauden und eingestreuten kleineren Gehölzen. Oder aber, Sie legen einen Bauerngarten an. Innerhalb
von Grenzmauern können Sie Gehölze, auch Obstbäume, anpflanzen. Unmittelbar an südseitigen Mauern fühlen sich Beerensträucher wohl. Der nächste innere
"Gürtel" hängt davon ab, wie Sie die Grenzen gestalten: Vor und unter Wildhecken machen sich niedrige Stauden und Polsterpflanzen gut, während strenge
Hecken beispielsweise besser zu Rosenbeeten oder zu einem gepflegten Rasen passen.
Baustelle
Am Anfang eine öde Baustelle
Gedeihender Garten
Schon nach einem Jahr ein üppig gedeihender Garten.
Zweckmäßigkeit ist Trumpf
Tragen Sie auf Ihrem Plan nach und nach alle Beete und Bereiche ein, die Sie anlegen wollen. Dabei müssen Sie einige grundlegende Dinge beachten. So sollte
der Kompost im Halbschatten, vielleicht hinter einigen Büschen versteckt, liegen. Ein Gemüsegarten braucht dagegen die volle Sonne. Südlich davon darf also
kein großer Baum stehen. Eine Sitzecke sollte immer Sonne bekommen, aber auch ein schattiges Eck haben. Ein Steingarten verträgt keine schweren Böden. Die
meisten Bäume brauchen eine ausreichend tiefe Humusdecke. Staunässe vertragen die wenigsten Pflanzen. Hier müssen Sie gegebenenfalls Dränagen legen.
Selbst wenn Sie keinen regelrechten Gemüsegarten möchten, sollten Sie doch möglichst nahe am Haus ein kleines Beet für frische Küchenkräuter oder einige
Radieschen anlegen. Auch der Platz zum Wäschetrocknen sollte auf kurzem Weg vom Hause aus erreichbar sein. Die Spielecke der Kinder dagegen ist im
Sichtbereich des Küchenfensters gut plaziert, allerdings nicht neben dem Wäscheplatz. Ein schmutziger Ball könnte sonst erhebliches Unheil anrichten.
Planen Sie möglichst mehrere Wasserstellen in Ihrem Garten ein. Dann brauchen Sie nicht mit unhandlichen Schläuchen zu hantieren oder mit schweren
Gießkannen lange Wege zurückzulegen. Auch wenn Sie den Bau eines Teiches, Brunnens oder beleuchteten Sitzplatzes vorerst verschieben wollen, sollten Sie
dennoch bereits jetzt festlegen, wo diese Bereiche später einmal hinkommen sollen. Denn dann können Sie bereits vor der eigentlichen Gartenanlage die
notwendigen Strom- und Wasserleitungen eingraben und müssen nicht später häßliche Schneisen in den angelegten Garten schlagen.
Gute Planung ist halbe Arbeit
Schritt 1
Fertigen Sie zunächst eine Skizze Ihres Grundstücks an, in der bereits stehende Bäume, Wege usw. vermerkt sind.Schritt 2
Ein kleiner Nutzgarten sollte sein. Geben Sie ihm den günstigsten Platz, und legen Sie Größe und Umrisse fest.Schritt 3
Teilen Sie den weiteren Raum auf, und gruppieren Sie Blumen, Sträucher, Bäume, Hecken von außen nach innen. Berücksichtigen Sie dabei sonnige und schattige Bereiche, und schaffen Sie einen vielfältigen Arten - und Formen - bestand.Schritt 4
Planen Sie nun weitere Höhepunkte wie eine Trockenmauer, einen Gartenteich oder eine Vogeltränke ein. Auch die nötigen Strom - und Wasserleitungen etwa zum Sitzplatz unter einem großen Baum müssen bedacht werden.
Skizze
Skizze des Grundstücks zu Beginn der Planungen
Lage und Größe
Lage und Größe des Gemüsegartens festlegen
Sträucher und Hecken
Blumen, Sträucher und Hecken werden gruppiert
Wasser und Stromleitungen
Teich, Wasser und Stromleitungen einzeichnen
Kosten und Arbeit verteilen
Vergessen Sie bei all Ihren Planungen nicht, sich die Kosten zu notieren, die Ihnen für Baumaterial und Bepflanzung sowie eventuell nötige Installationen
entstehen. Legen Sie ruhig provisorische Rasenflächen an, wenn Ihnen die Gesamtausgabe in einem Jahr zu hoch ist. Abgesehen davon erfordert gerade ein neu
angelegter Garten sehr viel Pflege. Wenn Sie Jahr für Jahr einen weiteren Bereich neu erschließen, dann verteilt sich auch die Arbeit besser. Außerdem
macht es viel Freude, wenn ein Garten nach und nach sein Gesicht verändert, bis er sein endgültiges Aussehen bekommen hat.
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