Bodenprüfung, Struktur, pH-Wert und Wasserabfluß testen
Welche Pflanzen bei Ihnen gut wachsen, hängt weitgehend vom Bodentyp ab. Jeder Hobbygärtner weiß, daß jede Pflanze ihre eigenen Anforderungen an die Bodenart stellt. Eine Pflanze, die auf sandigem Boden sehr gut gedeiht, kann unter Umständen auf Lehm kümmern oder sogar absterben. Auch der Säuregrad Ihres Gartenbodens bestimmt die Wahl der Pflanzen, die darin gedeihen sollen. Im Durchschnittsgarten liegen die Säuregrade zwischen 5 und 7,5 pH. 7pH entspricht dem Neutralpunkt, darüber ist der Boden alkalisch, darunter sauer. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle, wie Struktur oder Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Bei der Wahl der Gestaltungselemente in Ihrem Garten werden Sie auch das berücksichtigen müssen. Ob guter oder schlechter Boden, läßt sich mit drei einfachen Tests feststellen.
Struktur analysieren
Hier geht es darum, wie groß die Klumpen sind, aus denen die Erde besteht. Davon hängt ab, wieviel Feuchtigkeit der Boden
speichert und wie schnell er sich jahreszeitenbedingt erwärmt und abkühlt.
Bodenstruktur
Die Bodenstruktur mißt man gleich an mehreren Stellen im Garten. Als erstes entnimmt man dem oberen 15 cm Mutterboden 1 Eßlöffel
trockene Erde. Sie darf weder Steine noch Wurzeln enthalten.
Bodenprobe Wasser hinzufügen
Der Bodenprobe Wasser hinzufügen und so lange in der Hand kneten, bis sie eine weiche, breiähnliche Kugel bildet. Diese
zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, um die Struktur festzustellen.
Struktur der Erde
Fühlt sich die Erde eher kiesig an, dominieren Sandanteile. Eine glatte, glitschige Struktur deutet auf Schlamm hin,
während eine klebrige, knetbare Probe Lehm aufweist.
pH-Wert feststellen
Der pH-Wert zeigt an, ob der Boden sauer oder alkalisch ist. Bei den meisten Kulturböden liegt der pH-Wert zwischen 4 (sauer) und 8
(alkalisch). Die meisten Pflanzen gedeihen bei einem pH-Wert von 6,5 gut, aber einige bevorzugen einen Boden, bei dem der Wert
höher oder tiefer liegt.
pH-Meßgerät
Mit einem pH-Meßgerät läßt sich der Säuregrad des Bodens am schnellsten ermitteln. Die lange Nadel wird in den feuchten Boden
gesteckt und der Wert am Ziffernblatt abgelesen. Diese Methode ist schnell und bequem, doch leider nicht sehr genau.
Teststäbchen
Teststäbchen sind mit Sicherheit die am weitesten verbreitete Prüfmethode. Die unterschiedlichen Verfahren stimmen vom
Grundprinzip her überein. Bodenproben werden zur Einzelprüfung an verschiedenen Stellen genommen und in Wasser aufgelöst.
Teststäbchen eintauchen
Die einzelnen Lösungen werden in den Testbehälter gegossen, und ein Teststäbchen wird eingetaucht. Es verfärbt sich.
Man liest dann am Testblatt ab, welchem pH-Wert der Farbton entspricht.
Wasserabfluß testen
Die Wasserdurchlässigkeit des Bodens hängt weitgehend von der Struktur ab, aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Dafür
empfiehlt es sich, an mehreren Stellen den Wasserabfluß zu testen.
Ein tiefes Loch graben
Ein 90 cm tiefes Loch 30 cm im Quadrat graben. Die Grube genauer ansehen und die Tiefe des Mutterbodens notieren. Loch
mit Wasser füllen. Wenn es nach 48 Stunden noch nicht abgelaufen ist, handelt es sich um einen schlechten Wasserabfluß.