Selbst gezogener Feldsalat
Feldsalat - auch Rapunzel oder Ackersalat genannt - war in früherer Zeit ein verbreitetes Ackerunkraut. Die modernen Züchtungen enthalten im Vergleich zu Kopfsalat viele Mineralstoffe, beispielsweise Eisen und Vitamine, besonders Vitamin A und C. Feldsalat wird in den Winter - und Frühjahrsmonaten geerntet, in denen bei uns im Freiland kaum noch Salate gedeihen. Feldsalat „schießt" im Sommer und bildet Blüten. Deshalb nicht vor Mitte August aussäen und spätestens im März ernten. Winterfeste Sorten können mit Winterschutz auch starke Fröste im Freien überstehen. Aber auch der Anbau von nicht winterfesten Feldsalatsorten lohnt sich, weil diese für eine Ernte im Herbst rasch heranwachsen und oft zartere Blätter haben.
Einpflanzen und Pflegen
Das brauchen Sie:
Aussaat ab Mitte August
Aussaat ab Mitte August. Lockern Sie eine Woche vor der Saat den Boden,
arbeiten Sie eine 5 cm dicke Schicht Kompost in die Erde ein.
Nicht zu dicht säen
Sie den Samen breitwürfig, aber nicht zu dicht, über das Beet aus.
Sie brauchen 1,5 bis 2 g Saatgut pro Quadratmeter.
Mit dem Rechen
Arbeiten Sie den Samen mit dem Rechen 2 cm tief ein. Das Beet gründlich
angießen und bis zum Auflaufen der Keimlinge feuchthalten.
Ausdünnen
Dünnen Sie zu dicht wachsende Pflänzchen auf 5 bis 10 cm aus. Die herausgezogenen
Pflänzchen können Sie auf ein neues Beet verpflanzen.
Mit Vlies abdecken
Ab Mitte Dezember sind Fröste zu erwarten. Schützen Sie den überwinternden
Feldsalat, indem Sie das Beet mit Vlies abdecken.
Tipp
Richtig ernten: Blattrosette kurz über dem Boden abschneiden, die Wurzeln in der Erde lassen.
Einkaufstip
Kaufen Sie stets frischen Feldsalatsamen. Für die Frühjahrsernte müssen Sie eine Sorte
wählen, die zur Überwinterung geeignet ist. Kaufen Sie keine Samentüten vom Vorjahr.
Alter Feldsalatsamen keimt nur noch schlecht.
Tipp
Starke Fröste im Winter Können den Feldsalat schädigen. Vor zu starker Sonneneinstrahlung bei gefrorenem Boden schützt eine Abdekkung. Sie müssen
hierzu nicht extra ein Vlies Kaufen; auch Reisig ist geeignet.
Feldsalat „schießt" im Langtag. Sie erkennen es daran, daß das Herz fest wird und einen Blütenstiel zu bilden beginnt. Durch dieses Auswachsen
werden die Blätter hart und bitter. Halten Sie sich an die empfohlenen Aussaat - und Erntezeiten.
Licht und Boden
Sonne. Feldsalat wird als Langtagpflanze vom Herbst bis zum Frühjahr kultiviert. Er wächst am besten
an einem vollsonnigen Platz. Durchlässiger, humusreicher Boden. Die robuste Pflanze liebt sandige,
etwas kalkige Lehmböden.
Tip
Rillenzieher helfen, für die Reihensaat Rillen zu markieren. Reihenabstand 10 bis 15 cm.
Breitwürflige Saat empfiehlt sich nur auf unkrautfreiem Boden, da der Feldsalat sonst
nur unregelmäßig aufgeht.
Pflege über die Jahreszeiten
Herbst
Aussaat und Ernte
Säen Sie für die Herbsternte ab Mitte August aus. Für die Überwinterung und Frühjahrsernte sollte Mitte September gesät werden. Raschwüchsige Sorten können ab Oktober geerntet werden. Wer Feldsalat unter Glas kultivieren möchte, der kann die Aussaat sogar noch etwas später angehen. Ins Frühbeet können Sie bis Ende September aussäen. Wer ein Gewächshaus besitzt, hat die Möglichkeit, Feldsalat bis Ende Oktober auszusäen.Winter
Schützen
Ab Mitte Dezember sollten Sie den Salat durch Abdecken mit Reisig schützen. Folien sind nicht geeignet. Liegt eine geschlossene Schneedecke, ist kein weiterer Schutz nötig.Frühjahr
Letzte Ernte
Ernten Sie bis Ende März die letzten Pflanzen ab. Rosetten, in deren Mitte sich bereits an einem langen Stiel Blütenknospen bilden, schmecken bitter. Sie sollten daher besser kompostiert werden.
Tipp
Falscher Mehltau ist eine Pilzkrankheit. Auf der Blattoberseite bilden sich gelblichbraune
Flecken, unterseits ein weißer Pilzrasen. Bevorzugen Sie mehltauresistente Sorten, säen Sie
nicht zu dicht, und gießen Sie vorsichtig. Bei Befall mit Schachtelhalmbrühe spritzen.
Sorte und Beschreibung

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