Natürliche Bodenverbesserung für ihren Gartenboden
Eine Handvoll gesunder Gartenerde enthält mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Welt gibt. Diese Bodenlebewesen sorgen für die Fruchtbarkeit des Bodens. Je bessere Verhältnisse sie vorfinden, desto fruchtbarer wird die Erde. Die Bodenlebewesen brauchen Luft, Wasser und organisches Material als Futter, das sie mit den mineralischen Bestandteilen des Bodens als pflanzenverfügbare Nährstoffe ausscheiden. Bei Böden, die über lange Zeit mit synthetischen Mineraldüngern (Kunstdünger) gedüngt werden, stirbt das Bodenleben. Die Pflanzen gedeihen aufgrund einer künstlichen Fruchtbarkeit und werden oft sehr schnell anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
Tipp
Nasser Boden ist schwer zu bearbeiten und läßt sich nicht gut mit Bodenverbesserungsmitteln vermischen. Wenn Sie nasse Beeterde bearbeiten, besteht ferner die Gefahr, daß die Poren, die sonst Luft und Wasser führen, verdichten. Beginnen Sie also erst, wenn der Boden soweit abgetrocknet ist, daß er bei einer Fingerprobe Krümel bildet.
Kompost
Kompost mit einer Grabegabel in den Boden einarbeiten
Problemböden
Schlechte Böden müssen verbessert werden. Dazu zählen: Böden, die überdüngt und arm an Bodenleben sind (tote Böden). Schwere Böden (Ton - und dichte Lehmböden), die kaum Bodenlebewesen und organisches Material enthalten. Verdichtete Böden, zum Beispiel nach einem Neubau. Sandböden, die arm an organischem Material und Nährstoffen sind und Wasser nicht binden können. Moorböden, die häufig nährstoffarm, naß und sauer sind.Verbesserung
Lernen Sie zuerst Ihren Boden kennen. Machen Sie ein paar Spatenstiche und schauen Sie, ob Sie Regenwürmer finden. Diese zeigen die Lebendigkeit des Bodens an. Nährstoffgehalt und pH - Wert lassen sich mit Bodentests bestimmen. Sie können auch eine Bodenprobe an eine entsprechende Untersuchungsstelle schicken. Mit organischen Bodenverbesserern (Kompost) und natürlichen Mineralien (Sand, Gesteinsmehle, kohlensaurer Kalk) lassen sich alle schlechten Böden nach und nach reparieren. Wichtig ist regelmäßiges Durchlüften durch Lockern oder Umgraben.
Kompost
Kompost für Gemüsebeete
Bodenverbesserung bei neuen grossen Beeten
Das brauchen Sie:
Wässern
Wässern Sie den Garten einige Tage, bevor Sie umgraben, gut. Das ist besonders
bei einem schweren oder noch nie bearbeiteten Boden wichtig.
Fräsen
Führen Sie die Fräse so, daß parallele Furchen entstehen. Wenn die Gartenerde schwer
aufzubrechen ist, fräsen Sie ein zweites Mal.
Bodenverbesserer verteilen
Verteilen Sie die Bodenverbesserer (hier Kalk und Kompost) mit der Schaufel
möglichst gleichmäßig auf der gesamten Fläche.
Einarbeiten
Arbeiten Sie die Bodenverbesserungsmittel mit der Fräse gründlich in den Boden ein, so daß
sie gut mit der Erde vermengt werden.
Ebnen
Ebnen Sie die Oberfläche mit dem Rechen ein. Gründlich wässern, damit sich die Erde
setzt. Nach zwei Wochen können Sie anfangen zu bepflanzen.
Tipp
Durch Rasenmähen im Herbst erhält man eine Mischung aus zerkleinerten Blättern und Grasschnitt, die einen guten Bodenverbesserer ergibt. Diese
Mischung im Spätherbst in die Beete einarbeiten oder Beete damit abdecken. Dies lockert den Boden und setzt Nährstoffe frei.
Bodenverbesserung bei beplanzten Beeten
Das brauchen Sie:
Erde lockern
Erde um die Pflanzen herum 5-7,5 cm tief behutsam mit der Grabegabel lockern. Große
Brocken zerkleinern.
Bodenverbesserungsmittel verteilen
Die Bodenverbesserungsmittel gleichmäßig mit der Hand auf der Erde verteilen
Hilfsstoffe einarbeiten
Hilfsstoffe mit dem Rechen in den Boden einarbeiten. Anschließend Fläche mit feiner Brause gut wässern.
Pflege übers Jahr
Frühjahr
Untersuchen und Verbessern
Mulchschicht abrechen. Boden auf pH-Wert und Nährstoffe untersuchen. Boden abtrocknen lassen, flach lockern. Bodenverbesserer mit dem Rechen einarbeiten. Auf sandigen oder verdichteten Böden Gründüngerpflanzen aussäen.Sommer
Schützen und Pflegen
Kompost, verrotteten Mist oder anderes natürliches Material um die Pflanzen verteilen und einrechen. Anschließend gründlich wässern, damit sich die Erde setzt. Unbepflanzten Boden mit einer Mulchschicht aus getrocknetem Grasschnitt, Blättern, Stroh oder schwarzer Mulchfolie vor Verschlämmen und Austrocknen schützen.Herbst
Vorbereiten und Überwintern
Nach dem Abernten Boden tiefgründig lockern (Grabegabel, Sauzahn) oder umstechen. Kompost verteilen und einrechen. Bei sandigen Böden Gesteinsmehl zufügen. Die Beetoberfläche mit Laub, Grasschnitt oder Reisig den Winter über abdecken.
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